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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites Staatsexamen Diplom Jurist
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Hallo,bis heute arbeitete ich einem Seniorenheim als Altenpfleger

Kundenfrage

Hallo,bis heute arbeitete ich einem Seniorenheim als Altenpfleger und bin gerade gekündigt als Begründung hat man angegeben: Körperverletzung in 2 Fällen-habe aber niemenden verletzt-man will mir was unterstellen.Man hat auch gesrieben in der Kündigung:alle rechtlichen Schritte halten man offen.Wie kann ich mich währen?Geht das überhaupt, habe wirklich niemendem was getan-bitte um Rat.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:





Hierbei handelt es sich offensichtlich um eine außerordentliche Kündigung.

 

Diese ist nur wirksam bei Vorliegen eines wichtigen Grundes und grundsätzlich bei einer vorherigen Abmahnung des Arbeitnehmers.

 

Nach ihrer Schilderung liegt aber der Grund nicht vor, da man Ihnen eine Straftat angelastet (nämlich eine Körperverletzung), die sie nach ihrer Schilderung nicht begangen haben.

 

Sie sollten der Kündigung unverzüglich widersprechen (wenn Sie die Kündigung nicht schriftlich erhalten haben ist diese übrigens bereits aus diesem Grund unwirksam).

 

Sollte der Arbeitgeber ihnen nicht schriftlich erklären, dass er diese Kündigung als gegenstandslos betrachtet und sie nach wie vor weiter beschäftigt,sollten Sie umgehend einen Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Ort einschalten, damit dieser Kündigungsschutzklage für sie erhebt.

 

Gleichzeitig können Sie darüber nachdenken ihren Arbeitgeber zivilrechtlich wegen der unwahren Behauptungen (es geht immerhin um den Vorwurf von Straftaten) auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagvormittag



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244




Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meine Kündigung habe schrieftlich erhalte per Einschreiben, es steht: hiermit kündigen wir ............in der Probezeit mit sofortiger Wirkung, und dan die Begründung wie ich es schon geschreieben habe-Köperverletzung in zwei Fällen. Bin schockiert, (ich war immer im Nachtdienst ). Sagen Sie und was bedeutet dieses-rechtliche Schritte offen-will er mir was bösses, wir er was machen ,kann er überhaupt mir all das unterstellen?Soll ich mir dem Chef reden oder abwarten-was soll ich überhaupt machen?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Innerhalb der Probezeit kann grundsätzlich ohne Angabe von Gründen unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen gekündigt werden.

Grundsätzlich ist eine Kündigung also möglich.

Hier wurde aber ein Grund angegeben und die Formulierung " sofortiger Wirkung" gewählt, was auf eine außerordentliche Kündigung hindeutet wie bereits oben ausgeführt.

Sie sollten sich aber bitte vor Augen halten, dass ihr Arbeitgeber sofern Sie sich noch in der Probezeit befinden jederzeit eine ordnungsgemäße Kündigung ohne Angabe von Gründen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 14 Tagen nachschieben kann.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe ist ihrer Hauptsorge aber das mit den rechtlichen Schritten.

Hier haben sie meines Erachtens nicht zu befürchten, dasie nichts Schlimmes getan haben. Ganz im Gegenteil, haben sie eher hier eine rechtliche Handhabe gegenüber ihren Arbeitgeber, sofern die Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprechen (siehe oben).

Sie sollten auf jeden Fall mit ihrem Arbeitgeber hierüber sprechen. Sofern in ihrem Betrieb eine Vertrauensperson für Arbeitnehmerbelange oder ein Betriebsrat vorhanden ist, sollten Sie auch diesen unbedingt einschalten.

Sollte der Arbeitgeber die unberechtigten Vorwürfe aufrechterhalten, könnten sie wie bereits ausgeführt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Ort beauftragen. Hierbei sollten Sie aber wie bereits gesagt daran denken, dass ihr Arbeitgeber sofern sie sich noch in der Probezeit befinden, jederzeit eine ordnungsgemäße Kündigung nachschieben kann.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie nur kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Zweites Staatsexamen Diplom Jurist
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Noch eine letzte Frage: was ist mit meinem Urlaub für 2010 und dem laufendem, wird das Ausbezahlt oder wie geht es das oder geht das verloren. Muss der Chef diese Anschuldigung nicht nachweisen-man kann doch nicht etwas behaupten.Wollte gerade ein Gesprächtermin telefonisch vereinbaren aber man sagt mir der Chef habe keine Zeit.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Sicherlich muss der Chef dieser Anschuldigungen beweisen.Sollte er es nicht beweisen können, könnten sie ihn sogar auf Unterlassung in Anspruch nehmen (siehe oben). Anspruchsgrundlage wäre dann Paragraph 1004 BGB.

Unterstellt es würde tatsächlich eine wirksame Kündigung vorliegen, die nicht auf ihrem Verhalten beruht, so müsste zumindest der anteiligen Urlaub abgegolten werden.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

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