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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Bin Hartz4 Empf ngerin und habe am 6.Dezember eine Stelle als

Kundenfrage

Bin Hartz4 Empfängerin und habe am 6.Dezember eine Stelle als Servicemitarbeiterin
bei Tchibo angenommen.Die Stelle hatte ich mir allein gesucht.Hatte eine Probezeit von 6
Monaten.Hatte das Arbeitsamt davon informiert.Wollte es testen, ob sich dieses auch lohnen würde, da ich kein Führerschein habe und auf Bus und Bahn angewiesen.Habe
6,20 Euro die Stunde verdient.War ein geringfühiger Job.Habe 240,00 Euro von der
Firma erhalten.Das Arbeitsamt hat mir dann was abgezogen.Hatte vom 6.12.2010
bis 3.01.2011 Unkosten für die Fahrten von106,25Euro.Vom 5.01.2011 bis 31.01.2011
Unkosten von 80.15Euro.DAS Arbeitsamt hatte mir aber Ende Dezember schon was
abgezogen.Habe aber mein erstes Gehalt erst am 20. Januar bekommen.Daraufhin
habe gemerkt das sich das nicht rangiert und mir ja nichts davon bleibt.Arbeite
quasi Umsonst.Darraufhin habe ich am 31.01.2011 bei der Firma gekündigt.Hatte vorher aber noch mit meiner Servicemitarbeiterin darüber gesprochen,das sich das für mich nicht lohnt.Keiner hat mir die Fahrten bezahlt dadurch die Unkosten.Bin dann am 1.02.201
zum Arbeitsamt gegangen und habe meine Kündigung wegen den Fahrunkosten
geschildert.Habe nun eine Anhörungsbescheinigung zum möglichen Eintritt einer Sanktion
bekommen.Weiß nicht was ich tun soll.Habe 3 Kinder davon 1 schon ausgezogen.Die
anderen beiden 10 u. 14 Jahre.Hatte noch keine Sanktion vorher gehabt .Hatte mich
sonst immer an die Regeln gehalten.Habe Angst das ich meine Miete nicht mehr tragen
kann.Es gibt doch genug Armut auf der Welt ,arbeite doch sont gerne.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Soweit Ihnen hier bereits für Dezember ein Abzug vom ALG II vorgenommen wurde, so ist dieser nicht rechtmäßig, da Ihre Einnahmen nach dem Zuflussprinzip erst im Januar 2011 hätten berücksichtigt werden müssen. Stellen Sie daher unbedingt einen Übeprüfungsantrag für den Monat Dezember bei der ARGE.

Was die Anhörung angeht, so müssten Sie dort nochmals deutlich darlegen, dass durch die Aufgabe der Tätigkeit der ARGE kein "Schaden" entstanden ist. Wenn Sie hier tatsächlich lediglich einen Verdienst in Höhe von 240 € monatlich erzielen konnte, so wäre von diesem Betrag zunächst der Grundfreibetrag von 100 €, dann der weitergehende Freibetrag von 28 € und letztendlich Ihre Fahrtkosten von 106,25 € in Abzug zu bringen. Damit hätten Sie über anrechenbares Einkommen in Höhe von gerade einmal 5,75 € verfügt, so dass die Aufnahme der Tätigkeit tatsächlich nicht wirtschaftlich gewesen ist.

Die Eigenkündigung bietet grundsätzlich die Möglichkeit der Sanktion. Sie haben aber zuvor mit der zuständigen Sachbearbeiterin gesprochen, so dass Sie sich hier auf eine Falschberatung berufen sollten.

Erst nach der Anhörung wird dann über eine Sanktion entschieden. Sollte Ihnen dann eine solche auferlegt werden, müssen Sie hiergegen unbedingt Widerspruch einlegen. Spätestens dann sollten Sie einen Anwalt vor Ort beauftragen. Die Chancen stehen gut, dass Sie keine Sanktion erhalten dürfen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen
troesemeier und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Trosemeier!

Kann ich,das was ich Ihnen geschrieben habe,bei der Anhörung auch schreiben?
Oder nicht.Darf ich in der Anhörung sagen, das ich mich informiert habe und
das die Tätigkeit nicht wirtschaftlich war?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

selbstverständlich können Sie in der Anhörung schreiben, was ich Ihnen geschrieben habe und teilen Sie auch mit, dass Sie sich haben beraten lassen. Besonders sollten Sie darauf hinweisen, dass Sie die Kündigung auch mit Ihrer Sachbearbeiterin abgesprochen haben.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

 

Mit freundlichen Grüßen

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