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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16666
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Schiessl, Sie haben mir vor kurzem schon

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Schiessl,
Sie haben mir vor kurzem schon einal geantwortet.
Mein Problem: Am Freitag, den 18.12.2010 bekam ich von meiner Personalreferentin einen Besprechungstermin, ohne Angabe eines Grundes. Miteingeladen war mein Chef. Ich rief meinen Chef an, um zu fragen worum es geht und ob ich einen betriebsrat zuziehen solle.
Dies wurde verneint, aber ich zog doch meinen Gesamtbetriebsrat zu. Wir sind eine Fa. mit Weltweit 7000 Mitarbeitern, 2000 in Deutschland. Zu Beginn des Gesprächs informierte michmein Chef, daß ich ab sofort nicht mehr Gruppenleiter Instandhaltung bin und ging dann aus dem Raum. Dann bot mir meine P.referentin einen Aufhebungsvertrag an, den ich ablehnte. Ich muß sagen, vor 2,5 Jahren hatte ich eine Abmahnung wegen eines Konflikts mit einem Abteilungsleiter, bei dem ich Ihn Dummerweise als Arschloch beschimpfte. Nach einiger Zeit habe ich mich entschuldigt, wir beide bekamen aber dennoch eine Abmahnung. Seither habe ich nichts mehr verbrochen, wie auch in meinen gesamt 30 Jahren Betriebszugehörigkeit. Ich bin 48 Jahre und habe 2 Kinder 12 und 13.
Wr haben noch 2011 einen Standortsicherungsvertrag ohne küdigungen. Der soll in 2011 verlängert werden. Kann mir gekündigt werden? Kann mich mein Chef einfach an die Werkbank wo ich schon seit 20 Jahren nicht mehr gearbeitet habe setzen. Ich habe seit 20 Jahren eine leitende Position als Meister. Ich war schon in allen Auslandswerken, da ich als Spezialist gelte. Dies ist eine Pirvate Rache meines Chefs denke ich. Mein Betriebsrat hat mir empfohlen normal weiterzuarbeiten. Ich habe echte Existenzägste wegen meiner Kinder. Ich will einfach nur meine Arbeit tun.
Ich bitte Sie um Ihren Rat.
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Zunächst einmal empfehle ich, bei Problemen immer den Betriebsrat vor Ort hinzuzuziehen.

Ein Gesamtbetriebsrat ist immer nur dann zuständig, wenn das gesamte Unternehmen , oder mehrere Betriebe betroffen ist, also eine unternehmenseinheitliche oder betriebsübergreifende Regelung getroffen werden muss.

Geht es um einen einzelnen Arbeitsplatz ist immer der Betriebsrat vor Ort zuständig.

Diesen sollten Sie hinzuziehen.

Ich darf mich auch dessen Empfehlung anschließen, einfach ruhig weiterzuarbeiten.

Dass Sie unter keinen, wie auch immer gearteten Umständen den Aufhebungsvertrag unterschreiben dürfen habe ich Ihnen schon mitgeteilt.

Sie bekommen sonst eine Sperrfrist von 12 Wochen ( Ausnahme: vorher ärztliches Attest auf einem speziellen Formular der Agentur für Arbeit ausstellen lassen; habe ich Ihnen glaube ich auch schon geschrieben)

Es besteht also kein vernünftiger Grund, warum Sie den Vertrag unterschreiben sollten.

Mit der Sekunde, in der Sie Ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen, ist Ihr Arbeitsverhältnis ausgelöst und man kommt aus einmal unterschriebenen Verträgen nur sehr sehr schwierig mit Anfechtung wegen Drohung wieder heraus.

Bei einer einzigen Abmahnung, die 2,5 Jahre her ist, kann man Sie nicht kündigen, wenn Sie sich nichts mehr zuschulden haben kommen lassen.

Wie ich Ihnen geschrieben habe , kann jeder Arbeitnehmer jederzeit gekündigt werden. Die Frage ist nur, ob die Kündigung wirksam ist.

Die Unwirksamkeit muss zwingend drei Wochen nach Zugang der Kündigung vor dem Arbeitsgericht geltend gemacht werden, sonst woird auch die unwirksamste Kündigung wirksam.

Wie sich Ihre Tätigkeit gestaltet, kommt darauf an, was in Ihrem Arbeitsverttrag steht.

Es gibt eine Meinung in der arbeitsrechtlichen Literatur, die nach langjähriger Tätigkeit des Arbeitnehmers in einem bestimmten Bereich eine Konkretisierung auf einen Arbeitsplatz annimmt.

Dies könnten Sie geltend machen.

Ich denke aber, wenn Sie als Meister gearbeitet haben, Sie auch als Meister bezahlt wurden und das kann nicht ohne Ihre Zustimmung geändert werden.

Hierzu bedürfte es einer Änderungskündigung, die wiederum binnen drei Wochen vor dem Arbeitsgericht überprüft werden kann.




Ich empfehle Ihnen , sich möglichst nicht irritieren zu lassen und normal weiter zu arbeiten.

Aufgrund Ihrer langen Betriebszugehörigkeit und Ihrer Unterhaltspflichten sind Sie sehr schwer bis gar nicht kündbar, was Ihr Chef auch weiß.







Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

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Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen., viel Glück und alles Gute und guten Rutsch



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank










Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen Gerne beantworte ich Ihnen diese.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin




Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

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