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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 21373
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag! als Angestellter bei einer englischen Ltd. - nach

Kundenfrage

Guten Tag!
als Angestellter bei einer englischen Ltd. - nach deutschem Arbeitsrecht - habe ich soeben die mündliche (ordentliche) Kündigung als Kosteneinsparungsmaßnahme bekommen.

Mein Einstieg in das Unternehmen war in 06.2009 als Berater und ab 08.2009 als Festangestellter, wobei es die Intention war mich gleich ab 06.2009 anzustellen.

Mein Arbeitgeber/Unternehmen macht gute Erträge, gehört aber zu einer schwedischen Unternehmensgruppe mit drastischen Umsatzeinbußen. Das Management der Holding ist bereits zu 70% ausgetauscht worden.

Welche Möglichkeiten habe ich eine Abfindung zu bekommen von der Ltd., da ich 1 Jahr und 5 Monate angestellt war zuzüglich 2 Monate Beratung - somit mehr als 1,5 J => damit 2 Jahre Abfindung i.H.v. 100% bzw 50% meines letzten monatlichenn Einkommens. Habe ich Chance auf eine Kündigungsschutzklage um meine Position zu verbessern, welche Möglichkeiten und in welcher Höhe habe ich?
Ich danke XXXXX XXXXX Auskunft.
M.f.G.
HG
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zunächst zum Kündigungsschutz:
Soweit Sie sich im Anwendungsbereich des KündigungsschutzG (KschG) bewegen, können Sie auch entsprechenden Kündigungsschutz beanspruchen. Das ist der Fall, wenn Sie dem Betrieb länger als sechs Monate angehören und in ihm in der Regel mehr als fünf vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer beschäftigt sind.

Ist das der Fall, und ist Ihnen aus betriebsbedingten Gründen gekündigt worden, so kann die Kündigung dennoch unwirksam sein, wenn Sie gegen die Grundsätze der Sozialauswahl versoßen sollte (§ 1 III KSchG). Um dies gerichtlicher Prüfung zuzuführen, können Sie innerhalb von drei Wochen seit Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben (§ 4 KSchG).

Beachten Sie, dass dies eine gesetzliche Ausschlussfrist ist! Das bedeutet, dass die Kündigung wirksam wird, wenn Sie nicht innerhalb der drei Wochen die Klage erheben (§ 7 KSchG).

Zur Abfindung:
Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine Abfindung, wenn eine solche nicht arbeitsvertraglich vereinbart ist. Die einzige gesetzliche Ausnahme hiervon macht allerdings § 1a KSchG bei betriebsbedingten Kündigungen. Dann kann der gekündigte Arbeitnehmer eine Abfindung beanspruchen, wenn er auf Erhebung der Kündigungsschutzklage verzichtet. Mit Ablauf der Kündigungsfrist erwirbt er sodann einen Anspruch auf Abfindung nach § 1a KSchG.

Zur Höhe der Abfindung regelt § 1a II KSchG das Folgende:

Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.

Sollten Sie sich also im Anwendungsbereich des KSchG bewegen, und verzichten Sie auf die Erhebung einer Kündigungsschutzklage, so steht Ihnen auch eine Abfindung ach § 1a KSchG zu.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zunächst zum Kündigungsschutz:
Soweit Sie sich im Anwendungsbereich des KündigungsschutzG (KschG) bewegen, können Sie auch entsprechenden Kündigungsschutz beanspruchen. Das ist der Fall, wenn Sie dem Betrieb länger als sechs Monate angehören und in ihm in der Regel mehr als fünf vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer beschäftigt sind.

Ist das der Fall, und ist Ihnen aus betriebsbedingten Gründen gekündigt worden, so kann die Kündigung dennoch unwirksam sein, wenn Sie gegen die Grundsätze der Sozialauswahl versoßen sollte (§ 1 III KSchG). Um dies gerichtlicher Prüfung zuzuführen, können Sie innerhalb von drei Wochen seit Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben (§ 4 KSchG).

Beachten Sie, dass dies eine gesetzliche Ausschlussfrist ist! Das bedeutet, dass die Kündigung wirksam wird, wenn Sie nicht innerhalb der drei Wochen die Klage erheben (§ 7 KSchG).

Zur Abfindung:
Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine Abfindung, wenn eine solche nicht arbeitsvertraglich vereinbart ist. Die einzige gesetzliche Ausnahme hiervon macht allerdings § 1a KSchG bei betriebsbedingten Kündigungen. Dann kann der gekündigte Arbeitnehmer eine Abfindung beanspruchen, wenn er auf Erhebung der Kündigungsschutzklage verzichtet. Mit Ablauf der Kündigungsfrist erwirbt er sodann einen Anspruch auf Abfindung nach § 1a KSchG.

Zur Höhe der Abfindung regelt § 1a II KSchG das Folgende:

Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.

Sollten Sie sich also im Anwendungsbereich des KSchG bewegen, und verzichten Sie auf die Erhebung einer Kündigungsschutzklage, so steht Ihnen auch eine Abfindung ach § 1a KSchG zu.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen oder Wünschen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen oder Wünschen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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