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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 105
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,heute bekam ich einen Brief von

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,heute bekam ich einen Brief von meiner Geschätsstelle mit einer Abmahnung.Ich war vor knapp einen Monat krank geschrieben worden.Meine A rbeitszeit begann um 7 Uhr,um 8.45 Uhr habe ich meiner Dienststelle Bescheid gegeben, dass ich nicht auf Arbeit kommen kann.Ist die Abmahnung berechtigt?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Gem. § 5 Absatz 1 Satz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz müssen Sie den Arbeitgeber uverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit informieren. Diese Pflicht stellt eine Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag dar.

Unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern, ist aber nicht gleichzusetzen mit sofort. Als Arbeitnehmer haben Sie so schnell zu handeln, wie es nach den Umständen des Einzelfalls möglich ist.

Regelmäßig ist es möglich, zu Beginn der Arbeitszeit telefonisch Bescheid zu geben, wenn man erkrankt ist. Damit kann der Arbeitgeber sich auf das Fehlen des Arbeitnehmers einstellen und notwendige Veranlassungen (z.B Ersatz) treffen.

Wenn es Ihnen also zu Beginn der Arbeitszeit möglich gewesen ist, die Krankheit zu melden, dürfte eine Pflichtverletzung Ihrerseits vorliegen, auch wenn Sie nach ca. zwei Stunden die Krankheit anzeigten. Somit könnte die Abmahnung durchaus berechtigt gewesen sein.

Falls es Ihnen aus Gründen der Krankheit nicht möglich - zumutbar - war den Arbeitgeber zu Beginn der Arbeitszeit zu informieren, dürfte die Lage für Sie besser sein.

Ich bedauere, Ihnen keine besseren Nachrichten überbringen zu können.

Ich hoffe dennoch, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Falls Sie noch Rückfragen haben, teilen Sie mir diese mit.

Ansonsten bitte ich Sie, meine Antwort zu akzeptieren.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg

(Rechtsanwältin)



Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch eine Nachfrage oder möchten Sie mir nähere Einzelheiten mitteilen, warum Sie nicht zu Beginn der Arbeitszeit sich krank gemeldet haben?

Wenn dies der Fall sein sollte, würde ich Ihnen gerne weiterhelfen.

Falls Sie keine Fragen mehr haben, bitte ich Sie meine Ausführungen durch eine Akzeptierung zu honorieren. Sie haben einen Einsatz ausgelobt und eine Antwort von mir erhalten. Auch aus Gründen der Fairness ist eine Akzeptierung geboten. Zudem ist dieses Forum grundsätzlich nicht kostenlos.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

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