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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17057
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ich bin seit 2003 bei einem Konzern als Sekret rin angestellt.

Kundenfrage

Ich bin seit 2003 bei einem Konzern als Sekretärin angestellt. Mir wurde im Juli fristlos gekündigt da ich 4 beantragte und genehmigte Urlaubsanträge nicht an die HV weitergeleitet habe. Ich habe aber an den Tagen von zu Hause gearbeitet da mir im Juni 2009 ein Laptop zur Verfügung gestellt wurde. Mein Laptop war auch gleichzeitig der Rechner fürs Büro. Jetzt habe ich vor dem Arbeitsgericht meine 1. Instanz verloren mit der Begründung: Ich hätte das mündliche anzeigen müssen das ich an diesen Tagen Arbeiten von zu Hause ausgeführt habe. Es wurde vor Gericht ein Vergleich geschlossen. Mein Gehalt wird mir bis einschl. Dezember voll bezahlt, bin aber von der Arbeit freigestellt. Da ich aber fast jedes Wochenende von zu Hause gearbeitet habe, was auch in der Abteilung bekannt war, habe ich mir darüber keinen Kopf gemacht. Jetzt muss ich entscheiden ob ich in die 2. Instanz gehe zum Arbeitsgericht nach Hamm. Ich habe mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen innerhalb meiner 40jährigen Berufstätigkeit. Ich wurde schon seit November 2008 in der NL gemobbt. Können Sie mir bitte einen Rat geben ob es Aussicht auf Erfolg gibt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

So wie sich hier die Rechtslage darstellt, hätte die nächste Instanz durchaus Erfolg, da die Kündigung meines Erachtens nach unwirksam ist.

Ein Kündigungsgrund lag nicht vor. Dies hat das Arbeitsgericht in der ersten Instanz unzutreffend gewürdigt.

Allerdings stellt sich die Frage, ob es Sinn machen würde, eine Runde weiter zu gehen. An den Arbeitsplazu zurückzukehren, würde ohnehin schwierig nach der ganzen Sache.

Weiterhin haben Sie einen Vergleich geschlossen, der die Angelegenheit eigentlich abschließt.

Wenn kein Widerrufsrecht eingeschlossen wurde, kann man den Vergleich auch nicht mehr aufheben.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Termin für den Widerruf isst der 14. November. Mein Anwalt rät mir von der 2. Instanz ab. Da die Firma sehr viele NL besitzt wäre es nicht sicher in welche ich bei Wiedereinstellung versetzt würde. Aber dazu müsste eine Sozialauswahl getroffen werden. Da ich natürlich mit einer Kündigung wegen meiner Heimarbeiten ohne Info an die Firma nicht gerechnet habe, kann ich auch leider nicht mehr genau sagen was ich an den Tagen gearbeitet habe. Da meine Kollegin seit Anfang April ausgefallen ist war der Arbeitsdruck sehr hoch. Ich habe immer nur im Sinne der Firma gearbeitet. Es war ja nicht nur die fast regelmäßige Wochenendarbeit sondern meine normale Arbeiszeit erstreckte sich auf Zeiten bis 22:15 Uhr in der Woche. Es war selten das ich pünktlich das Büro verlassen konnte um 17:00 Uhr.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich sehe es hier so, dass Sie nichts falsch gemacht haben. Sie haben sich nichts vorzuwerfen. Und selbst wenn, dann wäre die Kündigung das letzte Mittel. Der Arbeitgeber hätte erst noch eine Abmahnung aussprechen müssen.

Ich kann Ihnen auch nicht sagen, was Sie jetzt machen sollen. Daher nur soviel: meines Erachtens ist die Kündigung unwirksam und in der nächsten Runde müsste dies dann entschieden werden.

Je nach dem wie gut für Sie der Vergleich ausgefallen ist, sollte man es daran bemessen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.