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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

ich hab eine frage und zwar hab ich damals mitmeinem arbeitgeber

Kundenfrage

ich hab eine frage
und zwar hab ich damals mitmeinem arbeitgeber ein brutto gehalt von 1500 euro ausgemacht vertraglich. aus finanzillen gründen haben wir ausgemacht das mein arbeitgeber mir 200 euro brutto weniger zahlen kann aus 200 hat er 300 gemacht.
auf mehrfaches fragen hin ab wann ich denn jetzt mein vertraglich festgelegtes gehalt bekomme bekam ich nie eine antwort ich arbeitete jetzt 11 monate dort und habe jetzt gekündigt kann ich das fehlende geld jetzt noch einklagen ??
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie können natürlich das fehlende Geld beim Arbeitsgericht einklagen. Sie können insoweit eine Lohnklage erheben und den nicht gezahlten Arbeitslohn einfordern.

Sie übergeben dem Arbeitsgericht Ihren Arbeitsvertrag aus dem sich Ihr Lohnanspruch eindeutig ergibt und erklären gegenüber dem Gericht die vereinbarte Minderung um 200 EUR.

Es ist dann am Arbeitgeber zu beweisen, dass Sie mit diesem einen um 300 EUR verminderten Bruttolohn vereinbart haben. Ich gehe davon aus, dass Ihr Arbeitgeber diesen Nachweis nicht führen können wird, so dass Sie gute Chancen haben, diesen Prozess zu gewinnnen.

Sie können die Klage selbst beim Arbeitsgericht zu Protokoll der Geschäftsstelle einreichen. Ein Rechtspfleger hilft Ihnen dann gerne bei der Formulierung. Der Vorteil beim Arbeitsgerichtlichen Verfahren ist, dass Sie in der ersten Instanz die Kosten des Gegners nicht tragen müssen, selbst wenn Sie verlieren sollten.

Da Sie aus den fehlenden 300 EUR noch die Abgaben abführen müssen klagen Sie den Bruttobetrag ein.

Der Anspruch auf die Vergütung unterliegt der Regelverjährung des § 195 BGB (3 Jahre). Darüber hinaus sind ggf. einzelvertraglich oder tarifvertraglich vereinbarte Ausschlussfristen zu beachten, die wesentlich kürzer sein können als die gesetzliche Verjährungsfrist. Sie sollten diesbezüglich in Ihrem Arbeitsvertrag nachsehen, ob eine solche Ausschlussfrist vorliegen könnte.

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.


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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

 

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt



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