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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26455
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag vom 26.04.

Kundenfrage

Hallo, ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag vom 26.04. - 31.10.2010. Steht mir da der volle Urlaubsanspruch zu und wenn ja, wie wird der nach dem 31.10.2010 abgegolten? Muss der Arbeitgeber meinen Arbeitsvertrag dann um den Urlaubsanspruch verlängern?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Lösung Ihres Problems findet sich in § 5 BUrlG.

Es steht Ihnen ein Teilurlaubsanspruch zu. Für jeden vollen Kalendermonat Arbeitszeit erhalten Sie 1/12 des Jahresurlaubs zugesprochen. Da Sie 6 volle Beschäftigungsmonate vorzuweisen haben, erhalten Sie die Hälfte des Jahresurlaubs.

Sofern Sie den Urlaub noch nicht genommen haben, kann Ihnen dieser auch nicht mehr gewährt werden. Das bdeutet, das Arbeitsverhältnis verlängert sich nicht über den 31.10.2010.

Aber : Nach § 7 IV BUrlG ist Ihnen der nicht gewährte Teilurlaub abzugelten. Die Abgeltung muss Ihnen der Arbeitgeber in Ihrer Lohnendabrechnung aufführen.

Einzige Voraussetzung für das Entstehen eines Abgeltungsanspruchs ist, dass der Urlaub in Gestalt von Freizeit wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann. Dies ist bei Ihnen der Fall.

Es spielt keine Rolle, ob es vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses möglich oder unmöglich war, dem Arbeitnehmer Urlaub in Gestalt von Freizeit zu gewähren.

Für die Berechnung der konkreten Höhe des Urlaubsabgeltungsanspruchs gelten dieselben Regeln, wie für die Berechnung des Urlaubsentgelts nach § 11 I BurlG.

Bezugszeitraum ist im Falle der Berechnung des Urlaubsabgeltungsanspruchs der Zeitraum der letzten 13 Wochen vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es ist der durchschnittliche werktägliche Arbeitsverdienst in diesem Zeitraum zu errechnen und mit den Urlaubstagen bzw. verbleibenden Urlaubstagen zu multiplizieren. Ergeben sich bei der Berechnung des Abgeltungsanspruchs Urlaubsbruchteile, die mindestens einen halben Tag ergeben, so ist dieser halbe Tag auf einen vollen Urlaubstag aufzurunden und abzugelten.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich muss noch mal nachhaken. Dadurch, dass ich volle 6 Monate beschäftigt war habe ich doch aber die sogenannte Wartezeit erfüllt, heißt dies nicht eigentlich, dass mir doch der volle Urlaub zusteht oder ist dies bei befristeten AV nicht von Bedeutung? Weil von bekannten habe ich gehört, dass ich, wenn ich eben diese 6 Monate beschäftigt bin Anspruch auf die volle Höhe habe.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Gerne!

Ja, Sie sind in der 2. Häfte des Kalenderjahres ausgeschieden und haben die Wartezeit von 6 Monaten nach §§ 4,5 BurlG erfüllt. Die Einstellung zum 26.04.2010 hat mich irritiert.

Ich bitte um Nachsicht. Sie haben einen Anspruch auf den vollen Urlaub und nicht lediglich auf einen Teilurlaub.
Meine Ausführungen zur Abgeltung bleiben unverändert.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank. Ich muss trotzdem noch einmal nachhaken. Das bedeutet doch eigentlich, dass mich ein Chef, wenn er mich für volle 6 Monate einstellt, eigentlich sofort noch zusätzlich für die Zeit meines Urlaubsanspruches, in diesem Fall für 24 Tage, länger einstellen muss.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Nein, das nun nicht. Der Urlaub muss in der Zeit Ihrer Anstellung gewährt werden. Das Arbeitsverhältnis verlängert sich durch den Urlaub gerade nicht. Wird Ihnen der Urlaub nichtg gewährt, oder haben Sie den Urlaub nicht / nicht vollständig verbraucht haben Sie einen Abgeltungsanspruch, wie von mir beschrieben.

Also leider keine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses, aber dafür Abgeltung.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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