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Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3086
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator
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Hallo Zusammen, bin seit knapp einem Jahr bei einer Baufirma

Kundenfrage

Hallo Zusammen,

bin seit knapp einem Jahr bei einer Baufirma als Projektassistentin tätig.
Ich habe nach einem halben Jahr Probezeit, erneut eine Probezeitverlängerung von einem Jahr unterschrieben. Im Oktober läuft die Probezeit ab und so wie es scheint muss ich mir einen neuen Job suchen, leider hat man mir auf mein Verlangen kein Zwischenzeugnis ausgestellt. Wie soll ich mich nun verhalten, nach dem unser Anwalt sich über meine schlechte Schreibweise ständig beschwert und er mich für eine unkompetente Mitarbeiterin hält, weis ich nicht genau was ich jetzt tun soll.

Bin leider alleinerziehend und bin auch auf meinen Job angewiesen. Bitte geben Sie mir einen Rat, wäre nett


Bitt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 6 Jahren.
sehr geehrte FragestellerInnen,

Die Probezeitverlängerung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht. Entweder einigt man sich einvernehmlich auf die Verlängerung der Probezeit, dann ist grundsätzlich, bei vorliegen eines entsprechenden Grundes, die Probezeitverlängerung wirksam. Einseitig kann die Probezeit nicht durch den Arbeitgeber verlängert werden. Er müsste hierzu den Arbeitsvertrag kündigen und mit ihnen einen neuen Arbeitsvertrag mit Probezeit schließen.

Ein Anspruch auf ein Zwischenzeugnis dürften sie mittlerweile haben, insbesondere wenn sich herausstellt, dass das Arbeitsverhältnis nicht mehr lange halten wird.

Aus diesem Grund haben sie hier auch richtig gehandelt, indem sie sofern das Arbeitsverhältnis weiter besteht, sich aus diesem Arbeitsverhältnis heraus gegebenenfalls neu bewerben, da es, so wie ich denke, für sie auch kein angenehmes Arbeitsklima mehr ist.

Sollte es zum Streit kommen, könnte hier über die Wirksamkeit des Probearbeitsverhältnisses gestritten werden. Den Anspruch auf das Zwischenzeugnis müssten sie gegebenenfalls gerichtlich geltend machen, falls eine außergerichtliche Lösung nicht möglich ist. Hier sollten sie gegebenenfalls noch einmal mit ihrem Vorgesetzten reden und ihm die rechtliche Lage darstellen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

viele Grüße

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