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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16754
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Ich bin seit 10.08.2009 wegen einer H ftoperation krank geschrieben.

Kundenfrage

Ich bin seit 10.08.2009 wegen einer Hüftoperation krank geschrieben. Da ich meinen Resturlaub nicht bis 31.03.2010 nehmen konnte und ich weiß, daß dieser nicht mehr verfallen darf, bat ich meinen Arbeitgeber mir die Übertragung schriftlich zu bestätigen.
Ich bekam zur Antwort, daß ich lediglich Anspruch auf den gesetzlichen Jahresurlaub von 24 Tagen habe.
Tariflich habe ich 36 Tage Urlaubsanspruch und davon 11 Tage genommen.
Nun meine Frage: Gilt das mit dem gesetzlichen Anspruch für`s ganze Jahr 09, obwohl ich bis 08.08.2009 gearbeitet habe, oder nur anteilig für meine Krankheitszeit?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach der neueren europarechtlichen Rechtsprechung kann der Urlaub auch und gerade bei längerer Krankheit auch über den 31.03. hinaus übertragen werden.

Sie haben für 2009 einen Anspruch auf den Resturlaub. Wenn Sie von 36 Tagen 11 Tage genommen haben, verbleiben also 25 Tage, die Sie übertragen können.

Der Übertragungsaspruch gilt für den arbeitsvertraglich vereinbarten Urlaub.
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16754
Erfahrung: Rechtsanwalt
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Herr Schwerin!

 

Habe inzwischen bei meinem Arbeitgeber Widerspruch eingelegt und ihm Ihre Antwort an mich mitgeteilt.

Denoch besteht er auf die 24 Tage gesetzlichen Anspruch!

Er schreibt, dass die neuere europarechtliche Rechtsprechung berücksichtigt wurde und ich daher Anspruch auf die 24 Tage hätte. Nach Abzug meiner 11 genommenen Tage ist er bereit mir 13 Tage auf das Jahr 2010 zu übertragen.

Was soll ich jetzt tun? Lohnt es sich gegen meinen Arbeitgeber vorzugehn? Wie gut sind meine Chancen?

Ich bin auch Mitglied bei Verdi. Die Betriebsrätin ist allerdings der Meinung, dass mir anteilig, für die Zeit wo ich noch gearbeitet habe, meinen tariflichen Urlaub und für die Krankzeit der gesetzliche Urlaubsanspruch zusteht. Was ist jetzt richtig?

Für ein schnelle Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar! MfG

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie aber einen Jahresanspruch von 36 Tagen haben, muss er Ihnen dies auch gewähren - trotz Krankheit.

Wenn er sich wirklich weigert, muss man notfalls anwaltlich und dann ggf. auch gerichtlich vorgehen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Da muß ich jetzt nochmal nachhaken!

In dem Gesetzeszusatz wird doch auch nur von den 24 Tagen gesetzlichem Anspruch gesprochen.

Wie begründen Sie Ihre Aussage, dass mir alle 36 Tage zu stehen und wie kann ich das meinem Arbeitgeber klar machen?

MfG

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
In welchem Gesetzeszusatz? Wenn Sie mir dies kurz mitteilen könnten.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!

Meine Betriebsrätin hat mir ein Infoblatt gefaxt.

Darin steht zum einen die neue Rechtslage, dass der Urlaub nicht mehr verfallen darf, aber auch dass die Richtlinie nur den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen betrifft.

Artikel 7 der EU-Richtlinie 2003/88.

Gruß

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank. Diese Richtlinie betrifft aber nur die generelle Ausgestaltung von Arbeitsverhältnisses und die Arbeitszeit.

Den krankheitsbedingten Aspekt lässt diese Richtlinie unberücksichtigt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!

 

Haben Sie mir eine Richtlinie oder ein Urteil, das meinen Anspruch bekräftigt?

Welches ich meinem Arbeitgeber unterbreiten kann!

Mein Arbeitgeber ist sehr schwer zu überzeugen!

 

Gruß

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Europäische Gerichtshof hat diese Regelung mit Urteil vom 20. Januar 2009 unter dem Az. C-350/06 für unwirksam erklärt. Nach dem Urteilsspruch der Richter ist nun von folgendem auszugehen. Wenn ein Arbeitnehmer wegen einer lang anhaltenden Krankheit nicht fähig ist, innerhalb der gesetzlichen Fristen seinen Jahresurlaub zu nehmen, besteht der Urlaubsanspruch weiterhin fort. Und zwar auch in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer krankheitsbedingt aus dem Unternehmen ausscheidet, und deshalb den Urlaub nicht mehr nehmen kann. In diesem Fall muss der Urlaub dem Arbeitnehmer ausbezahlt werden.

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