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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26996
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo. Ich bin jetzt 60 geworden. Ich war von 1972 bis 1981

Kundenfrage

Hallo.
Ich bin jetzt 60 geworden. Ich war von 1972 bis 1981 für eine namhafte dt. Versi.Ges.
als AD im Angestelltenverhältnis tätig.
Für diese Firma bin ich seit 08/04 freiberuflich tätig. Seit Frühjahr / Sommer bin krank.
Bourn-out.
Mein Vertrag mit dieser Gesellschaft wurde ohne Angabe von Gründen mit 6-Monatsfrist gekündigt.
Ist dies rechtens, kann ich eventuell eine aussergewöhnliche Abfindung verlangen, in Bezug auf ????
Gruß ... Neumann
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Anders als im Angestelltenverhältnis ist die Tätigkeit eines freien Mitarbeiters jederzeit kündbar. Zwar ist die Abfindung für den Angestellten nicht ausdrücklich geregelt, jedoch erhält er im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses regelmäßig eine.

Fraglich ist jedoch, ob Sie tatsächlich freier Mitarbeiter waren, oder ob nicht eine scheinselbstständigkeit vorlag.

Eine solche Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn:
  • Weisungsgebundenheit gegenüber dem Arbeitgeber, und zwar in zeitlicher und fachlicher wie in örtlicher Hinsicht,
  • Eingliederung in den Betrieb des Auftrag-/Arbeitgebers,
  • Einbeziehung in den betrieblichen Ablauf,
  • keine Unternehmerinitiative, kein Unternehmerrisiko,
  • festes Entgelt,
  • Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung,
  • Leistungserbringung in eigener Person, keine Delegationsmöglichkeit an andere Personen,
  • Arbeitsumfang wird von anderen bestimmt.

Entscheidend ist immer die Gesamtabwägung. Es können einzelne Indizien vorliegen, ohne dass gleich der Schluss auf ein Arbeitnehmerverhältnis gezogen werden muss.

 

Wenn eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, gelten Sie als Arbeitnehmer, mit der Folge, dass Sie Kündigungsschutz genießen und im Prozess vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung verlangen können.

 

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt