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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6761
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Meine Mutter, 88 Jahre alt,

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt
Meine Mutter, 88 Jahre alt, ist privatversichert und nimmt seit Jahren eine Ergotherapiebehandlung (Hausbesuch) in Anspruch. Die Rechnungen beliefen sich immer für 20 Behandlungen auf 1448.- Euro. Jetzt kam eine Rechnung in Höhe von 2408.- Euro für die selben Leistungen. Diese Erhöhung um beinahe 100 % wurde nicht angekündigt, kam also vollkommen überraschend. Nach Rücksprache mit der Krankenkasse werden diese zusätzlichen Kosten nicht übernommen. Bislang war eine Behandlung mit 54,80 Euro abgerechnet worden und nun mit 95,90 Euro. Hausbesuch bisher 9,20, neu 16.10. Euro. Nach Auskunft der Ergotherapeutin darf sie nach OLG Karlsruhe Urteil den 2,3-fachen GKV-Satz berechnen. Muss meine Mutter diese drastische Erhöhung selbst bezahlen und wie gestaltet sich der von der Krankenkasse zu bezahlende Anteil.
Zu erwähnen wäre noch, dass die Rechnung in Höhe von 2408.- Euro rückwirkend für die Monate Oktober/November/Dezember erstellt wurde.
Besten Dank für eine Antwort.
MfG Peter Saliger

Sehr geehrter Fragesteller,

wurde ein Behandlungsvertrag abgeschlossen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nein, leider nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für den Nachtrag und die Nutzung von Justanswer.

Die erfolgte Behandlung ist ein sog. Dienstvertrag. Besteht kein Behandlungsvertrag, der eine Vergütung beinhaltet, kann nur die „übliche Vergütung“ verlangt werden (Dienstvertrag § 612 Abs. 2). Allerdings ist hierbei oft streitig, was denn üblich ist. Für die Frage der üblichen Vergütung ist der Behandler bzw. Dienstleister beweispflichtig.

In Ihrem Fall kann damit argumentiert werden, dass zuvor weniger berechnet wurde, was auf die geringere übliche Vergütung hindeutet. Dann wäre es Aufgabe des Therapeuten, den Nachweis zu erbringen, dassder jetzt hohe Satz, der berechnet ist, üblich ist und nicht der geringere.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Fragen Sie bitte nach. wenn noch etwas unklar ist.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können natürlich nachfragen, bis Ihre Fragen beantwortet sind.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihre schnelle Antwort. Die Therapeutin ist leider uneinsichtig und besteht auf die Begleichung der Rechnung. Hat es hier Sinn, die Sache gerichtlich klären zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Saliger
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Therapeutin rechnet seit Jahren 28 km Fahrtweg (Auto) ab. Richtig sind 14 km. Die 28 km wurden von meiner Mutter immer bezahlt, die Krankenkasse übernahm lediglich 14 km bei Hausbesuch.
Kann ich bei der jetzigen Rechnung die Kosten für die abgerechneten km auf 14 km kürzen.
MfG Peter Saliger

Sehr geehrter Fragesteller,

ich an Ihrer Stelle würde es auf jeden Fall gerichtlich klären lassen, wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht. Ansonsten wäre es sicherlich sinnvoll sich zuvor an den Verband der Ergotherapeuten zu wenden.

Die KM, wenn sie nicht gefahren werden, sind natürlich nicht geschuldet und müssen natürlich nicht gezahlt werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für Ihre ausführliche Auskunft. Ich werde mich zuerst an den Verband der Ergotherapeuten wenden. Eine Rechtsschutzversicherung besteht leider nicht.
Können Sie mir bitte noch mitteilen, ob nur die einfache Fahrt oder die Hin-und Rückfahrt abgerechnet bzw. bezahlt werden muss.
Herzlichen Dank.
Grüße Peter Saliger

Sehr geehrter Fragesteller,

berechnet werden kann für Hin- und Rückfahrten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

S. Grass und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Herzlichen Dank und ein schönes Wochenende wünscht P. Saliger

Sehr geehrter Fragesteller,

das wünsche ich Ihnen auch und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass