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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6093
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Mein anliegen ist folgendes: Wir haben ein neues Fahrzeug

Beantwortete Frage:

Mein anliegen ist folgendes:
Wir haben im September ein neues Fahrzeug Mini one, beim BMW- Mini Händler gekauft.
Gleichzeitig haben wir unseren gebrauchten Mini in Zahlung gegeben.
Der Verkäufer nannte uns einen im Kaufvertrag festgelegten Preis mit dem wir auch zufrieden waren.
Am 26.09 haben wir den Gebrauchten wie vereinbart zurück gegeben und das neue Fahrzeug abgeholt.
Nach 14 Tagen meldet sich der Verkäufer, dass an dem Gebrauchtfahrzeug ein Hagelschaden, die Felgen zerkratzt und ein Loch im Beifahrersitz befindet.
Diese Kosten möchte er uns hier in Rechnung stellen.
Am 16.10 kam dann die Rechnung mit 450 ,-€ für defekte Felge und das Brandloch im Sitz.
Wir haben auf diese Rechnung, darauf einen Widerspruch eingelegt.
Der Verkäufer meldete sich darauf telefonisch und meinte sie werden auf der Rechnung beharren.
Letzte Woche haben wir nun die erste Zahlungserinnerung erhalten und eine erneute Rechnung über den Hagelschaden.
Den Hagelschaden haben wir unserer Versicherung gemeldet. So das diese Rechnung nur 150 ,-€ Selbstbeteiligung ausmacht.
Unsere Frage ist es nun ob diese Rechnungen rechtens sind, Laut Kaufvertrag wurde das Auto am Übernahmetag unter technischer und optischer Prüfung entgegen genommen.
Also am 26.09. , am Rückgabetag wurden keine Mängel festgestellt.
Die Dekra Prüfung für die Mängel war erst ein Tag danach.
Kann man gegen diese Nachberechnung rechtlich vorgehen?
Es handelt sich hier um ein Geschäftsfahrzeug.
mfg
Michael
Gepostet: vor 27 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zunächst einmal scheint es so, als ob der Händler hier nicht recht wusste, was er tut.

Normalerweise wird für den Gebrauchten ein Pauschalpreis vereinbart oder er wird begutachtet und dann ein Ankaufspreis vom Händler festgesetzt.

Unüblich ist, einen Preis anzubieten, den Wagen entgegen zu nehmen und Tage oder Wochen später mit Mängel aufzuwarten.

Sofern im Vertrag nichts gesondertes diesbezüglich vereinbart ist, müssen Sie die in Rechnung gestellten Positionen nicht bezahlen.

Ausweislich des Übergabevertrags wurde das Kfz geprüft. Dann hätten diese Mängel bekannt sein müssen. Weiter sind Sie nicht verpflichtet, Angaben zu einem Hagelschaden zu machen, wenn der Händler nicht danach fragt und Ihnen ein Ankaufspreis nennt.

Weiter kann das Brandloch auch nach Übergabe entstanden sein.

Verweisen Sie auf den Vertrag und die bestätigte geprüfte Übergabe.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Würden sie noch einmal über den Ankaufschein schauen, damit wir keinen Fehler machen. Wie kann ich jetzt gegen das Autohaus vorgehen?
Mfg
Michael Maier
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten und den übermittelten Vertrag konkret prüfen.

Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.

Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.

Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank.

Ich habe mir den Vertrag angeschaut. Dieser enthält eine sog. Vorbehaltsklausel.

"Bewertung erfolgt vorbehaltlich technischer und optischer Prüfung zum Rückgabetermin".

D. h. der Händler hat sich hier abgesichert und den Preis unter den Vorbehalt einer noch vozunehmendem Prüfung gestellt.

Gleichwohl erachte ich den Vertrag als nicht juristisch "sauber" formuliert. Insbesondere kann es problematisch sein, wenn der Händler Sie nicht darauf hingewiesen hat, dass der vereinbarte Ankaufspreis des Gebrauchtwage nocht gemindert werden kann.

Teilen Sie dem Autohaus schriftlich mit, dass Sie den benannten Ankaufspreis vereinbart haben und Sie nur vor diesem Hintergrund den Neuwagen gekauft haben. Stellen Sie auch klar, dass der Händler Sie nicht darauf hingewiesen hat, dass sich der Ankaufspreis nicht fix sein soll (Aufklärungspflichtverstoß).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-