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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27038
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich möchte mich von meiner Frau scheiden lassen (Ehe

Beantwortete Frage:

Ich möchte mich von meiner Frau scheiden lassen (Ehe "funktioniert" seit Jahren nicht mehr), leben nun auch bereits seit zwei Jahren getrennt ... sie willigt bisher aber noch nicht ein.
Ich habe bisher noch damit abgewartet, mehr Druck auszuüben, da ich mich auch ein wenig vor den finanziellen Folgen der Scheidung fürchte.
Von Beginn an war eigentlich immer ich derjenige, der das Geld verdient hat. Meine Frau hat zunächst noch studiert, seit ca. drei Jahren hat sie einen kleinen Job, der aber nicht viel einbringt.
Deshalb fürchte ich nun, nach der Scheidung einige Jahre für sie Unterhalt zahlen zu müssen.
Dazu folgende Frage:
Wie berechnet sich der nacheheliche Unterhalt für den Ex-Ehepartner ... und welches Gehalt (von welchem Zeitpunkt/ Zeitraum) ist da maßgeblich?
(... ich frage auch deshalb, weil ich in einigen Monaten aus dem Auslandsschuldienst in den Inlandsschuldienst zurückkehren und dann nur noch ca. die Hälfte meines jetzigen Gehalts verdienen werde)
Und für wie lange ist/ wäre dieser nacheheliche Unterhalt zu bezahlen?
Es geht mir wirklich nur um eine grobe Vorstellung von dem Ganzen, nicht um konkrete Zahlen.
Vielen Dank ***** *****
MfG D. Lauris
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Beim Nachehelichen Unterhalt gilt grundsätzlich das Prinzip der Eigenverantwortung. Das bedeutet, grundsätzlich muss Ihre Frau sich selbst um Ihr Einkommen bemühen.

Eine Ausnahme besteht allerdings dann wenn es zu ehebedingten Nachteilen zu Lasten der Frau gekommen ist. Dies ist dann der Fall wenn die Ehefrau zugunsten von Ehe und Familie auf ihre berufliche Entwicklung verzichtet hat. Wenn aber Ihre Frau während der Ehe studiert hat, dann sehe ich in dieser Fortführung der Ausbildung keinen ehebedingten Nachteil.

Das bedeutet: Ihre Frau muss sich um einen Vollzeitjob bemühen um für sich selbst sorgen zu können.

Sollten Ehebedingten Nachteile vorliegen, so wäre der Unterhalt auch zu begrenzen. Die Begrenzung ist immer eine Frage des Einzelfalls. Als Faustformel können Sie eine Unterhaltsdauer von etwa 1/3 der Ehedauer annahmen.

Der Nacheheliche Unterhalt berechnet sich aus dem Nachteil der Ihrer Frau durch die Ehe entstanden ist. Dieser bemisst sich nach einer fiktiven Betrachtung welche Karriere und welches Einkommen Ihre Frau ohne Ehe erzielt hat. Nach oben hin begrenzt wird dieser Unterhaltsanspruch nach dem soganennten Halbteilungsgrundsatz. Das bedeutet grob: Sie zählen die bereinigten Einkünfte zusammen, teilen das Ergebnis durch 2 ziehen davon das Einkommen Ihrer Frau ab. Das dann gefundende Ergebnis wäre die Obergrenze des Unterhalts. Ausschlaggebemd wird dann auch das Einkommen sein, dass Sie zum Zeitpunkt der Berechnung verdienen. (Inlandsschuldienst).

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Herzlichen Dank, Herr Schiessl !Darf ich noch fragen, in welcher Stadt/ Ort Sie Ihre Anwaltskanzlei haben?MfG D. Lauris
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
noch eine Frage (für die ich natürlich auch zu zahlen bereit bin):Besteht für die Zeit vor der Scheidung eine Art "Unterhaltspflicht" gegenüber der Ehefrau?Meine Noch-Frau wehrt sich leider gegen die Scheidung und behauptet gleichzeitig, dass ich ihr gegenüber zu monatlichem Unterhalt verpflichtet sei - und dass sie diesen nun anwaltlich einfordern werde.(... wir leben wie gesagt seit zwei Jahren getrennt)Danke ***** *****üße, D. Lauris
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 29 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

natürlich besteht in der Trennungszeit grundsätzlich ein Unterhaltsanspruch. Der Trennungsunterhalt besteht dann wenn zwischen dem Einkommen Ihrer Frau und Ihrem Einkommen ein Gehaltsgefälle besteht. Allerdings müssen Sie beachten, dass Ihre Frau nach Ablauf des ersten Trennungsjahres Vollzeit arbeiten muss.

Der Trennungsunterhalt besteht rechtlich bis zur Rechtskraft der Scheidung.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Vielen Dank für die genaue und hilfreiche Antwort, Herr Schiessl! Habe weitere 20 Euro überwiesen (sofern das mit dem Klicken hier oben funktioniert hat?). Viele Grüße
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 28 Tagen.

Ja, danke schön, hat funktioniert!!