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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27031
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir, eine Stallgemeinschaft von 4 Personen, haben eine

Beantwortete Frage:

Wir, eine Stallgemeinschaft von 4 Personen, haben eine leerstehende Scheune nebst umliegendem Grünland per Handschlag gepachtet und ausgebaut bzw. das Grünland eingezäunt. Jetzt hat der Verpächter uns mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt, da wir von ihm Pferdeboxen gemietet hätten. Er hat weder die Boxen eingebaut noch bezahlt. Die Kündigung bei einem Pachtvertrag lief am 31.12.2018 aus. Haben wir vor Gericht eine Chance, das der Vertrag als Pachtvertrag gilt?
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Gerne, was wollen sie wissen.
Gepostet: vor 30 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 30 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie sich auf die Kündigungsfrist des § 584 BGB berufen wollen, dann müssen Sie beweisen können, dass ein Pachtvertrag vereinbart wurde, also ein Vertrag der Ihnen nicht nur die Nutzung sondern auch die Fruchziehung nach § 581 BGB erlaubt (Also Beispielsweise das Abweiden des Grünlands, ...).

Da Sie den Vertrag nur mündlich per Handschlag geschlossen haben, müssen Sie den Beweis durch Zeugen oder sonstigen Unterlagen führen aus denen sich der Inhalt und Umfang der Gegenleistung des Eigentümers ergibt. Können Sie den Beweis nicht führen, dann wird es vor Gericht schwierig den Nachweis eines Pachtvertrages zu führen, wenn der Eigentümer behauptet Sie hätten nur Boxen geliefert.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Guten Tag,
ich habe noch eine Frage zu meinem Problem. Wie beschreiben haben wir die Kündigung eines Mietverhältnisses für Weide und Scheune erhalten. In Ihrer Antwort wird auf den Unterschied zwischen Miet- und Pachtrecht hingewiesen,vor allem die Fruchtziehung zeichnet einen Pachtvertrag aus. Im Antwortschreiben des Verpächter steht, das das zur Verfügungstellen eines Unterstandes, der den Tieren als Flucht- und Schlafmöglichkeit dient und des Weidelandes nach AZ.8 ZR 182/89 ein Mietvertag sei. Das zur Verfügung stellen von Weideland beinhaltet doch auch die Fruchtziehung (also Pacht) oder sehe ich das falsch?
Mit freundlichen Grüßen
B.Volkmann
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Entscheidung des BGH geht es um die Miete von Pferdeboxen, nicht aber von Weideland. Wenn allerdings ein Grundstück zum Weiden vermietet wird, d***** *****delt es sich typischerweise um einen Pacht und nicht um einen Mietvertrag.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Danke, ***** ***** habe ich auch gelesen und kinnte es unserem Fall nicht zuordnen. Ginge der Strei vor das Amtsgericht und besteht dort Anwaltspflicht?
Viele Grüße
B.Volkmann
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Streitwert 5000 EUR nicht übersteigt, dann geht der Fall vor das Amtsgericht mit der Folge, dass Sie sich dort selbst vertreten können (Kein Anwaltszwang).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Guten Tag und meine hoffentlich letzte Frage.
Reicht es aus, wenn die 4 Personen der Stallgemeinschaft schriftlich und mit Unterschrift bescheinigen, dass sie die leerstehenden Stallgebäude und das umliegende 13000 qm große, uneingezäunte Weideland zur Pferdehaltung von Herrn Y gepachtet haben? Boxen und Zäune wurden dann von der Stallgemeinschaft eingebaut.
Vielen Dank ***** *****ür Ihre schnelle und kompetente Hilfe, jetzt schlafen wir etwas ruhiger.
Mit freundlichen Grüßen
B.Volkmann
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn alle 4 Personen Vertragsparteien sind, dann scheidet eine Zeugenstellung der 4 Personen leider aus. In einem Rechtsstreit wären sie Partei und nicht Zeugen. Eine schriftliche Stellungnahme dieser 4 Personen bringt daher leider wenig.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Guten Tag und vielen Dank,
also müssten Unbeteiligte, ginge auch der Partner, bezeugen, dass von einem Pachtvertrag gesprochen wurde.
2 Personen der Gründungs-Stallgemeinschaft stehen seit 15 Jahren schon nicht mehr in dem Stall, was ist damit?
Da das schon über 25 Jahre her ist, wird es sonst schwierig.
Also doch nichts mit ruhigem Schlaf.
Viele Grüße
B.Volkmann
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Ja, es muss sich um Zeugen handelt die nicht (mehr) Vertragspartner sind.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Nochmals Danke, ***** ***** wir uns mit denen in Verbindung setzen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit.
B.Volkmann
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Wünsche ich Ihnen ebenso!!