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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3809
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Da mein email-account gehackt wurde, habe ich eine Rechnung

Kundenfrage

da mein email-account gehackt wurde, habe ich eine Rechnung mit einem falschen Zahlungsempfängerdaten erhalten. Ursprünglich sollte ein Kauf in China über ein chinesisches Konto bezahlt werden. Auf der Rechnung von den Betrügern wurde die Bankverbindung auf eine Bank in Holland geändert. Da es eine USD Zahlung sein sollte, habe ich folgende Überweisung getätigt: Zahlung von USD3500 auf ein holländisches Konto in Form einer Auslandsüberweisung. KEINE SEPA-ZAHLUNG! Also habe ich hohe Gebühren bezahlt. Ich habe allerdings den Namen der chinesischen Firma, sowie die komplette Anschrift in China genannt. Firmensitz ebenfalls China. Auf der Fakerechnung war allerdings eine holländische Adresse angegeben.

Nun meine Frage: bei Auslandsüberweisung muss ja der Empfänger ganz genau bezeichnet werden. Warum?

Die holländische Bank hat ja scheinbar die Empfängerdaten gar nicht überprüft. Aber wofür zahlt man dann diese hohen Gebühren, wenn die Zahlungen wie bei SEPA nicht überprüft werden. Oder hat sich die RABO Bank in Holland eventuell grob fahrlässig verhalten.?

Ich habe natürlich einen Überweisungsrückruf veranlasst. Die Rabo Bank versucht die Zustimmung für die Rückbuchung einzuholen. Bei einem Betrug natürlich völlig sinnlos.

Kann ich also den Betrag (€3000,00) von der Rabo Bank zurückfordern? Anzeige habe ich natürlich ebenfalls erstattet. Vielen Dank für Ihre Antwort!!!

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Grundsätzlich können Sie anders als bei einer Lastschrift eine Belastung Ihres Kontos nicht ohne Mitwirkung des Zahlungsempfängers rückgängig machen. Sie haben die Überweisung selbst veranlasst. Da können Sie der Bank keinen Pflichtverstoß vorwerfen. Die Bank wusste genauso wenig wie Sie, dass Sie auf eine gefakte Rechnung hin die Überweisung veranlasst haben. Die Empfängerdaten geben da auch keinen Hinweis für die Bank.

Ich sehe also leider keine Pflicht für die Bank, Ihnen den überwiesenen Betrag wieder gutzuschreiben.

Ich bedauere, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Morgen Herr Krüger,
also es tut mir Leid, ich muss mich eigentlich gerade beherrschen nicht zu unfreundlich zu schreiben.
Ich frage mich, ob Sie meine Anfrage tatsächlich gelesen bzw. verstanden haben. Es geht hier nicht um eine einfache Überweisung, sondern um eine Dollarzahlung auf ein Konto in Europa. Hier sind besondere Bedingungen gültig. U.a. muss hier nicht einfach nur ein Empfänger und eine Kontonummer genannt werden, sondern es muss auch die vollständige Anschrift mit dem entsprechenden Land angegeben werden. Wenn ich einen Kontoinhaber in Holland habe, der Empfänger der Zahlung aber als Chinese mit Anschrift in China angegeben ist, dann sollte es bei einer SWIFT Zahlung auffallen. MfG
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Mir war schon bewusst, dass Sie verärgert sein würden, weil ich Ihnen eine für Sie ungünstige Auskunft geben muss. Aber ich kann Ihnen nur die Rechtslage schildern, wie diese ist. Und eine Kontrollpflicht der Bank, ob Empfänger und Kontonummer zusammen passen, gibt es nicht. Entscheidend für die Ausführung eines Überweisungsauftrages ist einzig die vom Überweisenden angegeben Kundenkennung.

In § 675r Abs. 1 und 2 BGB heißt es hierzu:

(1) Die beteiligten Zahlungsdienstleister sind berechtigt, einen Zahlungsvorgang ausschließlich anhand der von dem Zahlungsdienstnutzer angegebenen Kundenkennung auszuführen. Wird ein Zahlungsauftrag in Übereinstimmung mit dieser Kundenkennung ausgeführt, so gilt er im Hinblick auf den durch die Kundenkennung bezeichneten Zahlungsempfänger als ordnungsgemäß ausgeführt.

(2) Eine Kundenkennung ist eine Abfolge aus Buchstaben, Zahlen oder Symbolen, die dem Zahlungsdienstnutzer vom Zahlungsdienstleister mitgeteilt wird und die der Zahlungsdienstnutzer angeben muss, damit der andere am Zahlungsvorgang beteiligte Zahlungsdienstnutzer oder dessen Zahlungskonto zweifelsfrei ermittelt werden kann.

Sie können es ja gerne versuchen, von der Bank das Geld zurückzubkeommen. Aber der Gesetzestext steht da gegen Sie.

Bevor Sie bewerten bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen die Rechtslage nur schildern kann, Einfluss darauf nehmen kann ich nicht.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich wusste nicht, dass für holländische Banken das BGB gilt!
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Ich gehe davon aus, dass es sich um EU-Recht handelt. Aber möglicherweise gibt es in Holland andere gesetzliche Regelungen. Für holländisches Recht müssten Sie aber einen holländischen Anwalt beauftragen.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Sehr geehrter Herr Krüger, ich habe meine Frage von Anfang an richtig formuliert. Ich sagte es geht um eine Auslandsüberweisung nach Holland. Ich weiß welche Bedingungen bestehen für die Ausführung einer Überweisung. Es ging aber um um die Prüfungspflichten bei einer Gutschrift einer Auslandsüberweisung. Und die dürften zumindest in ganz Europa gleich sein. Wenn Sie mir antworten, ich müsste einen Anwalt in Holland befragen, dann frage ich mich, warum Sie überhaupt auf meine Anfrage geantwortet haben. Das finde ich äußerst unprofessionell. Die Fakten waren klar.
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 26 Tagen.

Ihr Unzufriedenheit bedauere ich. Aber ich halte diese nicht für gerechtfertigt.

Es ist richtig, dass es um eine Auslandsüberweisung geht. Da gehe ich davon aus, dass Sie Ihre Bank in Deutschland beauftragt haben, diese Überweisung ins Ausland zu tätigen. Und von dieser Bank wollen Sie das Geld zurück erstattet haben. So habe ich den Sachverhalt verstanden.

Dann ginge es nicht um holländisches Recht sondern um Deutsches. Und hierzu habe ich Ihnen den § 675r Abs. 1 und 2 BGB zitiert. Sie haben das holländische Recht ins Spiel gebracht. Und meiner Ansicht nach ist diese Regelung EU-Recht, es gilt also auch für eine holländische Bank. Aber mangels Kenntnis des holländisches Rechtes kann ich es nicht mit Gewissheit sagen, sodass Sie hierzu einen im holländischen Recht ausgebilten Juristen benötigen.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 25 Tagen.

Ihre Unzufriedenheit ist bedauerlich. Ich möchte Sie aber bitten zu bedenken, dass ich für die Rechtslage nicht verantwortlich bin. Ich bin nur der Bote, der Ihnen die Lage geschildert hat.