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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5870
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

am 13.10.17 habe ich als privater Verkäufer einen Artikel

Beantwortete Frage:

am 13.10.17 habe ich als privater Verkäufer einen Artikel bei eBay mit einem deklarierten Defekt verkauft. Der Käufer hat am 14.10.17 den Artikel bei mir in Augenschein genommen und geprüft. Das Gerät wurde wie gesehen übergeben und der vollständige Kaufbetrag wurde an mich gezahlt. Gegen 18:00 Uhr erhielt ich einen Anruf des Käufers, dass er einen weiteren Mangel entdeckt hätte und ob ich diesen nicht vorab gewusst hätte? Ich konnte den weiteren Mangel am Telefon nicht eingrenzen und so eine Lösung herbeiführen. Daher bot ich dem Käufer eine Rückabwicklung des Kaufs an.
Wir einigten uns schließlich, das ich noch am gleichen Abend das Gerät bei ihm abholen würde. Das tat ich und zahlte den kompletten Betrag an den Käufer zurück. Beides, Kauf sowie die Rückabwicklung wurde schriftlich festgehalten, 18:34 Uhr. Die Rückabwicklung habe ich wie folgt notiert: "Herrn M. wurde nach Bemängelung des Artikels eine Rückabwicklung eines Kaufs angeboten. Das Gerät wurde zurückgenommen. Herr M. hat xxx,00 € zurück erhalten. Ort+ Datum, Bestätigung des Erhalts des vollständigen Betrags von xxx,00 €, Unterschrift des Käufers." Unter anhaltenden Vorhaltungen und Belehrungen durch den Käufer trotz Rückabwicklung habe ich das Gespräch schließlich beendet. Zuhause prüfte ich den Artikel und konnte kurzfristig den zusätzlich durch den Käufer beschriebenen Mangel nicht bestätigen, dies teilte ich dem Käufer mit. Der Käufer besteht nun auf eine erneute Erfüllung des Kaufvertrags. Der Mangel besteht zu meinem Bedauern erneut oder weiterhin. Wie ich mich beim Hersteller erkundigte, kann es sein das ein Bauteil (Platine)defekt ist. Das eine Platine nochmals funktioniert und nun gänzlich defekt ist, lässt sich nicht ausschließen. Ich erwähne es so detailliert, da mir der Käufer absichtlich Täuschung unterstellt.
Der Käufer überwies mir nun bereits zweimal den Kaufbetrag. Den "unaufgefordert" zugesandten Betrag habe ich zurück überwiesen.
Der Käufer unterstellte mir des weiteren, in einen seiner folgenden e-mails, ich hätte wissentlich über den zusätzlichen Mangel geschwiegen und ihm keine Zeit gelassen das Gerät genauer zu prüfen.
Wie ist die Rechtslage? Besteht weiterhin ein Kaufvertrag den ich als Privatverkäufer zu erfüllen habe, trotz Rückabwicklung und weiterhin bestehenden zusätzlichen Sachmangel, von dem ich vorab keine Kenntnis hatte?
Was raten Sie mir, wie ich mich verhalten sollte oder könnte?
Ich würde gerne, wie bereits meinerseits versucht, den Kauf als rückgängig gemacht erachten und von weiteren Geschäften mit dem Käufer absehen.

Mit freundlichen Grüßen
C.J.

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ein Vertrag kommt durch Angebot und Annahme von Willenserklärungen zusammen, vgl. §§ 145 ff. BGB.

Liegt ein Mangel vor, kann der Käufer Rückabwicklung des Vertrages verlangen. Dies ergibt sich aus § 437 BGB.

Wenn der Verkäufer sich darauf einlässt, können die Parteien den Vertrag einvernehmlich rückabwickeln. Dies ist vorliegend geschehen.

Sie haben das Produkt zurück genommen und dem Käufer der Kaufpreis zurücküberwiesen. Hierdurch ist das Vertragsverhältnis beendet.

Wenn der Kaufgegenstand sodann wieder funktioniert (und danach wieder einen Defekt aufweist) ändert dies nichts an dem rückabgewickelten Vertrag.

Somit kann der Käufer auch nicht Erfüllung verlangen, selbst wenn er den Kaufpreis (erneut) überweist.

Dies können Sie dem Käufer mitteilen. Weiter können Sie Ihn darauf verweisen, dass Sie mit dem Hersteller gesprochen haben und das Produkt unsicher ist. Somit sehen Sie von einem weiteren Abschluss eines neuen Kaufvertrags ab.

Hierdurch kann man Ihnen nichts vorwerfen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihre Antwort.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, werten Sie den zitierten text, so wie ich ihn mit der Absicht auch verfasst hatte, als Rückabwicklung die mit der Unterschrift des Käufers juristisch eindeutig und bindend ist?
Gerne teile ich dem Käufer, wie bereits geschehen nochmals mit.
Da der Käufer dennoch, nach der Rückabwicklung den Betrag bereits zweimal auf mein Konto überwiesen hat, wie kann ich weitere Überweisungen an mich unterbinden oder falls nicht möglich, wie schnell muss ich das Geld zurück überweisen?Mit freundlichen Grüßen
C.J.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, werten Sie den zitierten text, so wie ich ihn mit der Absicht auch verfasst hatte, als Rückabwicklung die mit der Unterschrift des Käufers juristisch eindeutig und bindend ist?

Ja, das ist korrekt. Hierdurch ergibt sich die von mir beschriebene Rechtsfolge.

Da der Käufer dennoch, nach der Rückabwicklung den Betrag bereits zweimal auf mein Konto überwiesen hat, wie kann ich weitere Überweisungen an mich unterbinden oder falls nicht möglich, wie schnell muss ich das Geld zurück überweisen?

Sie können nicht verhindern, dass Ihnen Gelder überwiesen werden. Diese müssen Sie nicht zurück bezahlen, wenn Sie hierzu nicht aufgefordert werden. Weisen Sie den Käufer nachweislich darauf hin, dass Sie keine weiteren Zahlungen diesbezüglcih erhalten wollen. Kommt der Käufer dieser Aufforderung nicht nach, ist das nicht Ihr Problem. Eine Rückzahlung muss dann ohne Aufforderung nicht erfolgen.

Konnte ich Ihre Fragen beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank ***** ***** Traub.
Sie haben meine Fragen beantwortet.
Ich werde Sie nun bewerten.Mit freundlichen Grüßen
C.J.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Traum,Ihre Antwort auf meine Frage wurde von mir bewertet.Mit freundlichen Grüßen
Chr. J.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

es freut mich, wenn ich Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnte undstehe Ihnen auch in Zukunft gerne über JustAnswer zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-