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RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 402
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Kann ein Geschädigter in einem Strafverfahren wegen Nötigung

Kundenfrage

Kann ein Geschädigter in einem Strafverfahren wegen Nötigung (Abs 1 und Abs 4) somit wegen einer schweeren Nötigung sich als Nebenkläger beiordnen und sich einen Pflichtverteidiger beiordnen lassen? Der Beschuldigte hat die Tat zugegeben und ist 1 Tag vor der Tat erst aus der Haft auf Bewährung entlassen
Gepostet: vor 21 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 21 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen diese Frage: Soweit die Voraussetzungen für die Zulassung der Nebenklage in Ihren Falle vorliegen, können Sie dies beantragen oder über einen anwaltlichen Vertreter beantragen lassen. Ein Pflichtverteidiger kommt für den Geschädigten nicht in Frage, der Verteidiger soll ja die Rechte des Täters im Verfahren wahren, aber die Beiordnung kann auch im Rahmen der Prozesskostenhilfe erfolgen.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 21 Tagen.

Die Voraussetzungen des § 240 Abs. 4 StGB müssten vorliegen, damit Sie nach § 395 StPO überhaupt die Befugnis zum Anschluss haben können.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
KurzsachverhaltDer Beschuldigte droht den Geschädigten im Internet mit Verfolgung und damit dass seine Familie dran sei wenn er eine bestimmte Nachbarin nochmal ansprecheSachverhaltDer Geschädigte erscheint in der Wache und zeigt eine Nötigung zu seinem Nachteil an. Er sei von dem Beschuldigen angeschrieben worden. Er kenne den Beschuldigen jedoch nicht. Der Hintergrund warum der Beschuldigte ihn wahrscheinlich angeschrieben habe sei dass er eine Nachbarin einmal angesprochen habe bei diese ihr Kind etwas unsanft angefasst habe. Die Nachbarin sei scheinbar eine Bekannte des BeschuldigenDer Beschuldigte habe ihn dann in dem Chat aufgefordert die Kontaktaufnahme zu unterlassen und sich von der Nachbarin fernzuhalten anderenfalls werde er und seine Familie verfolgt werden
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 21 Tagen.

§ 240 I würde ich hier bejahen, bei Abs. 4 habe ich aber Zweifel, weil die Regelbeispiele nicht erfüllt sind.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
BeschuldigtenvernehmungEs war so dass ich am 31.07 auf der Haft entlassen wurde an dem Tag hatte ich dann privat so einiges zu erledigenAm folgenden Tag habe ich dann ein bisschen mit meinem Vater meine Haftentlassung gefeiert und da auch Alkohol getrunken.Ich habe dann über einen Kumpel fahren, das eine gute Freundin aktuell einen Stalker hat der sie verfolgt.Bei der guten Freundin handelt es sich um eine sehr gute alte Freundin besser gesagt meine Ex-FreundinAufgrund dieser Information habe ich dann gleich mit ihr über WhatsApp Kontakt aufgenommen. Wir verstehen uns nämlich immer noch gut.Meine beste Freundin hat mir geschrieben ob mir der Geschädigte auch eine Freundschaftsanfrage bei Facebook geschickt hätte. Ich wurde dann als ich den Namen hörte stutzig denn ich konnte mich daran erinnern dass mich tatsächlich der Geschädigte geaddet hatte. Allerdings, hatte ich das ignoriert weil ich den gar nicht kenne.Meine beste Freundin schrieb mir dann dass der Geschädigte ganz vielen bekannten von ihr eine Freundschaftsanfrage geschickt hätte diese Person dann über meine beste Freundin ausgepackt hätte.Außerdem erzählte sie mir dass sie schon seit Wochen von dem Geschädigten verfolgt werden und er immer komischerweise dort auftauchen würde wo sie ist. Mehr weiß ich jetzt auch gerade nicht.Ob sie eine Anzeige wegen Stalking erstattet hat weiß ich nicht genau. Ich weiß aber dass sie zumindest in dieser Sache schon einmal bei der Polizei war. Was da aber genau gelaufen ist kann ich nicht sagen.Auf jeden Fall habe ich dann ihr gesagt dass ich ihm mal schreiben werde woraufhin sie mir aber abriet. Ich sagte noch dass ich ihm erstmal normal schreiben werdeIn meinem suffkopf habe ich dann leider auch das geschrieben was mich hier vorgeworfen wird. Ich kann nur sagen dass ich mich im Ton vergriffen habe. Das mit der Familie bedrohen geht eindeutig zu weit das tut mir auch leid.Aber mich hat das wütend gemacht das der Geschädigte meine beste Freundin nicht in Ruhe lässt. Ich habe ja mitbekommen dass sie Angst vor dem hat und wollte ihr nur helfen.Dass das auf diese Art und Weise nicht richtig ist weiß ich auch.Ich muss sagen dass das mit der Bedrohung gegen die Familie oder ihn ja überhaupt gar nicht ernst gemeint war weil ich den Typen überhaupt nicht kenne und auch nicht weiß wo er wohnt.Es ging mir wirklich allein darum dass er meine beste Freundin in Ruhe lässt. Wenn Sie sie sehen würden die ist ganz klein und zierlich und kann sich gegen so einen Typen gar nicht wehren. Außerdem hat sie ein kleines Kind. Ich wollte ihr wirklich nur helfen. Aber genau das ist mein Problem. Ich lasse mich dann in was reinziehen und dann passiert sowas.Ich bin nach meiner Haftentlassung extra zu meinem Vater hier aufs Land gezogen, weil ich hier meine Ruhe habe und nicht so schnell in Konfliktsituation geraten kann wie in der Stadt. Und jetzt das.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 21 Tagen.

Dann hilft Ihnen nur die sofortige Entschuldigung und gegebenenfalls eine darüber hinausgehende Geste des Bedauerns.

Ich denke nicht, dass deswegen gleich die Strafaussetzung widerrufen werden wird, aber nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter, sondern arbeiten Sie aktiv daran, diese dumme Geschichte schnell aus der Welt zu schaffen.

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 20 Tagen.

Nochmals, dankeschön für die Schilderung.

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Wie schon gesagt, 240 IV sehe ich hier nicht...