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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26744
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend. Folgende Frage: ein spezialisierter

Beantwortete Frage:

Guten Abend. Folgende Frage: ein spezialisierter Rechtsanwalt hat von mir etliche 1000 € dafür erhalten, dass er in einem umgangsrechtlichen Verfahren einen gerichtlichen (und einklagbaren) gerichtlichen Vergleich mit der Kindesmutter herbeiführt, welcher die Umgangswochenenden mit meiner 10-jährigen Tochter verbindlich festschreibt. Zuletzt hielt sich die Mutter nicht mehr an den gerichtlichen Vergleich, so dass ich den Anwalt damit beauftragte, eine Zwangsmassnahme wegen Nichteinhaltung der Umgangsregelung zu beantragen. Dem stimmte der Anwalt zunächst zu, weil er selbst der Ansicht war, dass der geschlossene Vergleich vom Gericht gebilligt und somit vollstreckbar sei (was aus meiner Korrespondenz mit dem Anwalt hervorgeht). Nun teilt mir der Anwalt allerdings (eingermassen vferspätet) mit, dass es "das Familiengericht versäumt" habe, den Vergleich "familiengerichtlich zu billigen". Mit anderen Worten: Ich habe viele 1000 € quasi für nichts bezahlt. Frage: Handelt es sich hierbei um eine Schlechterfüllung seitens des Anwalts und hätte es Aussicht auf Erfolg, ihn auf Rückzahlung oder weiteregenden Schadenersatz in Anspruch zu nehmen?
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Der Text enthält bereits alle Informationen.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auch wenn für die Wirksamkeit der Einigung ein Beschluss des Gerichts der den Vergleich billigt nicht zwingend erforderlich ist, sollte der Vergleich aus Gründen der Rechtsklarheit und zur Sicherstellung der Vollstreckung durch Beschluss des Gerichts gebilligt werden.

Denn: Der gerichtlich gebilligte Vergleich ist Vollstreckungstitel nach § 86 I 2 FamFG

Wenn dies von Ihrem Anwalt übersehen wurde, so dass der Vergleich nun nicht vollstreckt werden kann, dann hat der Anwalt nach § 280 BGB eine Pflichtverletzung begangen so dass er Ihnen gegenüber dem Grunde nach Schadensersatzpflichtig ist.

Allerdings ist der Schaden dann nicht die Zahlung die Sie an den Rechtsanwalt geleistet haben, sondern der Schaden besteht dann in den Kosten die erforderlich sind eine Vollstreckbare Entscheidung zu erwirken.

Es kann in diesem Falle erforderlich sein, dass Sie erneut einen Antrag auf Regelung des Umgangs stellen müssen nur um eine Billigung zu erhalten. Da dann entstehenden Kosten sind dann Ihr Schaden, den Sie vom Anwalt erstattet verlangen können.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.