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ra-schulte
ra-schulte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Mein Sohn 17 (begleitendes Fahren) wurde heute

Beantwortete Frage:

Mein Sohn 17 (begleitendes Fahren) wurde heute Nacht beim "Schwarzfahren" erwischt. Er hätte nächsten Mittwoch seine praktische Fahrprüfung gehabt. Mit welcher Strafe muss er jetzt rechnen?

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 1 Monat.

Einen schönen guten Tag,

mein Name ist Rechtsanwalt Schulte. Geben Sie mir bitte einen Moment, damit ich Ihre Frage beantworten kann. Ich komme gleich auf die Sache zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

Experte:  hat geantwortet vor 1 Monat.

Üblicherweise werden die "Schwarzfahrten" zunächst zivilrechtlich durch die Erhebung eines erhöhten Beförderungsentgeltes geahndet. Die Höhe ist von Verkehrsunternehmen zu Verkehrsunternehmen unterschiedlich, liegen jedoch meist bei 40 - 80 EUR.

Falls das Verkehrsunternehmen Strafanzeige erstellt, kommt hier eine Strafbarkeit nach wegen Erschleichens von Leistungen nach § 265a StGB und wegen Betruges nach § 263 StGB in Betracht. Ersteres wird mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, Letzteres mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Allerdings dürfte es hier insgesamt bei einer Geldstrafe bleiben. Eine solche steht im Ermessen des Richters.

Auf die Fahrprüfung sollte das jedoch keine Auswirkung haben.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Gerne eine kurze konkrete Rückfrage. Ansonsten würde ich mich über eine Bewertung von 3-5 Sternen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

ra-schulte und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

ALSO ich bin Ihnen sehr dankbar für die schnelle Antwort - sofern ich mich jetzt auch informiert habe Gibt es eben eine Geldstrafe ODER eine Freiheitsstrafe, ich habe auch nirgends rauslesen können das er eine Sperrfrist bekommt und den Führerschein nicht mehr zu Ende bringen darf - also ich glaube nur bei Wiederholungstätern ist das der Fall ? Wir als Eltern sind noch immer geschockt von heute Nacht ��Also wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe - darf er die Prüfung absolvieren ?Gerne bewerte ich Sie natürlich positiv und verbleibe mit freundlichen Grüßen ***

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich meinte aber nicht mit einem verkehrsunternehmen - er ist mit unserem Auto gefahren.
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für die Bewertung. Mit "Schwarzfahren" wird üblicherweise das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Fahrschein bezeichnet.

Wenn er hier ohne Führerschein bzw. ohne Begleitung gefahren ist, ist das etwas ganz anderes. Dieses ist nach § 21 StVG ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe belegt. Im Ergebnis ist auch hier eine Geldstrafe im Falle einer Verurteilung wahrscheinlich. Im Falle einer Verurteilung kann hier aber in der Tat gegenüber Ihrem Sohn eine Sperre (Führerscheineinzuge etc.) durch das Gericht ausgesprochen werden.

Für die Ablegung der praktischen Fahrprüfung dürfte das aber noch keine Auswirkungen haben, weil die "Mühlen der Justiz" langsam mahlen. Allerdings kann Ihrem Sohn passieren, dass später der Führerschein nach einem gerichtlichen Verfahren wieder eingezogen wird und er eine Sperre erhält.

Falls Sie in Zukunft andere rechtliche Fragen haben, können Sie mich gerne auch direkt über mein JustAnswer Profil unter http://www.justanswer.de/anwalt/expert-ra-schulte/ kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Meldet dies aber die Polizeidienstbehörde nicht der Führerscheinstelle, so das er gar nicht erst zur Prüfung zugelassen wird ? Er hat am 27.09 bereits den Termin.
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 1 Monat.

Ja, die Behörden tauschen sich hier entsprechend aus. Wenn dies also bereits erfolgt ist oder noch schnell genug geschiet, kann Ihrem Sohn die Zulassung zur Prüfung versagt werden.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Eine letzte Frage hätte ich da noch. Mein Sohn hat keine Rechtschutz - welche Kosten kommen auf ihn zu wenn er sich einen Anwalt zur Seite nimmt.
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 1 Monat.

In einem vorgerichtlichen Strafverfahren (Vorverfahren) müsste Ihr Sohn mit Kosten von ca. 450 - 500 EUR an Anwaltskosten rechnen. Mit einem Hauptverfahren wird es teurer. Hier müsste er mit Kosten bis knapp 1.000,00 EUR rechnen.

Die Anwaltsgebühren können Sie z.B. hier: http://www.rechtsanwaltsgebuehren.de/Berechnen/StrafR.html berechnen lassen.

MfG

Schulte