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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5801
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Meine Tochter hat 2017 mit einer Freundin einen Mietvertrag

Beantwortete Frage:

Meine Tochter hat im Juli 2017 mit einer Freundin einen Mietvertrag für eine Wohnung zum 1.10.2017 unterschrieben. Noch im Juli 2017 waren beide dann vom Mietvertrag zurück getreten, weil sie sich diese Wohnung realistisch nicht leisten können. Der Vermieter hat die Wohnung nun zum 1.10.2017 neu vermietet. Er verlangt nun eine Abstandszahlung in Höhe von einer Wohnungsmiete (für Oktober 2017) einschl. Extrakosten für Garage und Pauschalkosten für die neue Annonce in der Zeitung. Vorher will er keinen Mietaufhebungsvertrag unterzeichnen, ist dies zulässig obwohl ihm ja keine Kosten (außer der Annonve) entstehen?
Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage formuliere.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Durch den unterzeichneten Mietvertrag ging Ihre Tochter mit ihrer Freundin eine vertragliche Verpflichtung ggü. dem Vermieter ein. Diese gilt es prinzipiell einmal zu erfüllen und wäre rechtlich wohl auch durchsetzbar.

Ein sofortiger Rücktritt vom Mietvertrag ist - ohne das Vorliegen wesentlicher Mängel an der Mietsache oder einer anderen Vertragspflichtverletzung - nicht möglich. Es wäre nur eine Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt rechtsfest.

Der Vermieter kann bis zum Kündigungsablauf bzw. bis zum Zeitpunkt eines Mietaufhebungsvertrags den angefallenen Mietzins verlangen. Ebenso kann er Kosten verlangen, die durch eine vorzeitige einvernehmliche Aufhebung und der Suche eines neuen Mieters entstanden.

Was er nicht verlangen kann, wäre die doppelte Bezahlung für den Monat Oktober (von Ihrer Tochter und dem Neumieter).

Die Zahlung der Monatsmiete/Abstandszahlung im Oktober kann verweigert werden, wenn Sie sicher sind, dass ein neuer Mietvertrag zum 01.10.2017 bereits geschlossen wurde. Dann hat der Vermieter keine rechtliche Gestaltungsmöglichkeit mehr und muss ggü. dem Neumieter den Mietvertrag erfüllen.

Ist dieser Vertrag noch nicht rechtsgültig geschlossen, kann der Vermieter hier möglicherweise durch eine Verzögerung noch eine Zahlung von Ihrer Tochter verlangen, um einen Aufhebungsvertrag zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Guten Tag Herr Dr. Taub, herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Also die Wohnung ist fristgemäß zum 31.12.2017 gekündigt. Verstehe ich Sie richtig: Wenn nachweißbar wäre, dass bereits zum 1.10.2017 ein neuer Mietvertrag greift, hat er keinen Anspruch auf die Zahlung einer Monatsmiete? (wohl aber für die Zeitungsannonce und Spesen) Müßte der Vermieter die ihm entstandenen Kosten nachweisen können oder reicht seine "pauschale" Forderung?
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, das haben Sie richtig verstanden. Denn dann würde der Mieter ja ab 01.10.2017 Miete bekommen und hätte keinen Schaden.

Bzgl. der weiter geltend gemachten Schadensposition wie Annonce und Spesen muss der Vermieter die Kosten konkret belegen und nachweisen.

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.