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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26586
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin , sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
ich habe gestern etwas furchtbares erfahren und bin total am verzweifeln.
Ich fange am besten von ganz vorne an:
Ich habe am 27.07.17 eine Rechnung von meinem Mobilfunkanbieter 1&1 erhalten, die ich als sehr hoch empfand zu den gewöhnlichen Rechnung. Die Rechnung belief sich auf fast 80 €, normalerweise zahle ich 49,99€. Ich entdeckte dann einen seltsamen Posten unter Mehrwertdienste 24 Std. Erotik Download. Da ich das nie beantragt hatte, rief ich umgehen bei meinem Provider an und erklärte die Situation. Nach Minuten langen warten, teile mir der Sachbearbeiter mit das ich hier anscheinend einem Betrug zum Opfer gefallen bin und schilderte mir eben dieses 24 Std Erotikkino als Download. Ich lies daraufhin Mehrwertdienste usw komplett sperren. Am 01.08 rief mich wieder mein Provider an und teile mir mit das ich ja zum 14.10.17 gekündigt habe (erfolgte bereits vor Monaten) er mir anbieten kann meinen Vertrag vergünstigt für 29.99 € und einer Kündigungsfrist zum Monatsende ausführen kann. Da ich nun früher und zwar zum 31.08 rauskam und mir dadurch 70 € spare nahm ich dieses Angebot an. Am 09.08 habe ich einen neuen Vertrag über Congstar abgeschlossen, die SimKarte erhielt ich am 12.08 (Briefdatum, weis aber nicht mehr genau wann das Zustellungsdatum war) ich habe die Karte dann am 14.08 in gebrauch genommen und alle Kontakte über die neue Rufnummer informiert.
Nun habe ich gestern eher zufällig auf meinen alten Facebook Account einloggen wollen (steht seit Jahren still, sämtliche Freunde, Bilder und Beiträg sind gelöscht, noch dazu habe ich aus Sicherheitsgründen auch den Namen damals abgeändert) da ich erfahren habe das eine ExFreundin anscheinend ein Kind hat und ich einfach mal etwas spionieren wollte. Aufeinmal sah ich oben eine leuchtende Nachricht, ich öffnete diese und mir wurde wirklich schlecht und ich wurde Kreidebleich. Von meinem Account der Still gelegt war wurden Arbeitskolleginnen (Azubis noch dazu) mit sexuellen Anspielungen konfrontiert. Das schlimme daran ist ja, dass mein Facebook Account noch unter meiner alten Nummer lief und somit durch die Zusammenarbeit von Whatsapp und Facebook, jeder sofort sieht, dass ich das bin oder sein soll! Diese Nachrichten wurden an meine Arbeitskolleginnen am 12.08 gegen 17 Uhr versendet.
Ich habe darauffolgend sofort meinen Provider informiert und meine SimKarte sperren lassen, desweiteren habe ich Facebook mitgeteilt das ich gehackt worden bin.
Durch einen bekannten Kollegen habe ich dann auch die Telefonnumer der Azubine erhalten und ihr heute 20.08 in Whatsapp geschrieben das es sich bei den Nachrichten nicht um mich handle und ich diese nicht versendet habe.
Jetzt der Schock, Sie sagte Sie kann das nicht glauben weil die Nummer ganz klar mir über Whatsapp zuzuordnen ist ( was korrekt ist, habe dies selbst überprüft) und das Sie das bereits alles an die Geschäftsleitung unserer Arbeitsstelle am 14.08 weitergeleitet hatte.
Ich habe sofort Anzeige gegen Unbekannt heute bei der Polizei erstattet, mit allen Informationen.
Ich habe jetzt wirklich große Angst, ich wurde gerade Erst befördert, bin seit 3 Monaten Krank bzgl eines Bandscheibenvorfalles, meine Freundin arbeitet auch in der Bank, ich hab Freunde in der Bank, führe mein Konto dort und beginne am 01.09 ein Studium das ich selbst bezahlen muss.
Ich habe schon im Internet gelesen das es unter Umständen sein kann das ich meine Unschuld gar nicht beweisen kann, da es sein kann das sich zb jmd in meinen Router eingehackt hat und somit über meine IP das alles gemacht hat bzw das die Daten 7 TAge nur aufgewahrt werden und Facebook sehr unkooperativ ist.
Der Polizist meint auch das die Erfolgsaussichten nicht sehr hoch sind, aber nicht unmöglich.
Ich hatte jetzt vor morgen in meiner Arbeitsstelle aufzutauchen und dies alles Kundzutun.
Zu guter letzt ist mir noch eingefallen das ich in meiner Arbeit ein Buch mit Passwörtern für meine Logins in der Arbeit habe, leider sind dies Passwörter Deckungsgleich mit meinen privaten und ich ändere diese auch nie ab. Desweiteren kann ich dies gar nicht gewesen sein auch wenn am Ende meine IP herauskommen sollte, da ich in dieser Woche Am 10 beim Heilpraktiker war und am 11.08 bei meinem Arzt wegen sehr großen schmerzen, folge recht habe ich den ganzen 12.08 fast geschlafen, wie mir auch meine Schwester bestätigen kann als sie um 15 Uhr von der Arbeit kam das ich bis kurz nach 7 geschlafen hatte.
Was würden Sie mir raten , was kann ich tun und muss ich was befürchten ?
Ich habe wirklich Angst um meine Existenz , da ich davon abhängig bin das mir meine Vorgesetzten nun glauben schenken. Ich habe doch wirklich nichts mit der Sache am Hut =/
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Gehen wir einmal vom schlimmsten Fall aus, nämlich dass nicht nachgewiesen werden kann dass Sie diese Äußerungen nicht veröffentlicht haben.

Die Äußerungen wurden nicht während Ihrer Arbeit getätigt noch kann ein direkter Zusammenhang zu Ihrem Arbeitgeber hergestellt werden.

Was Sie in Ihrer privaten Freizeit tun oder unterlassen, dass kann Ihr Arbeitgeber grundsätzlich nur dann gegen Sie verwenden, wenn es nach Außen hin Auswirkungen auf die Firma hat (Beispiel: Sie äußern sich abfällig über die Firma, Sie tätigen als erkennbarer Mitarbeiter radikale Äußerungen und so weiter).

Aber auch dann können Sie allerein dann mit einer fristlosen Kündigung rechnen, wenn das Vertrauensverhältnis des Arbeitgebers zu Ihnen restlos zerstört ist.

Grundsätzlich ist vorher eine Abmahnung auszusprechen.

Insoweit haben Sie um den Bestand des Arbeitsverhältnisses wenig zu fürchten.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr RA Schiessl, vielen Dank zunächst für Ihre rasche Antwort, genau so hatte ich mir das vorgestellt.
Also Sie sagen es ist definitiv so das ich um den Fortbestand meiner Arbeitsstelle keine sorgen machen muss? Für mich als Leie wäre das ein vollkommen nachvollziehender fristloser Kündigungsgrund, da es sich noch dazu um Azubinnen handle die ja unter einer besonderen Führsorgepflicht fallen.Wie sollte ich mich jetzt weiterhin verhalten? Ich habe schon zu der angesprochenen Azubine gesagt Sie soll das nicht weiterrumerzählen, Sie meinte daraufhin es wissen einige Leute in der Bank, noch dazu teilte Sie mir mit mein Ruf wäre ihr vollkommen egal da Sie von einer Person sexuell Belästigt worden ist.Noch dazu was ich in den Foren gelesen habe, was ist wenn ich hier wirklich zum Opfer eines Hackers geworden bin und am Ende meine IP bei der Polizei herauskommt (ich weis ja nicht mal ob Sie überhaupt was für mich tun können) ist das schon eine Belastung für mich? Man kann doch weder beweisen das ich es war noch kann ich beweisen das ich es nicht war. Das Alibi meiner Schwester hilft nichts, dass Sie aussagen kann das ich zu besagter Zeit definitiv nicht am Laptop war ?Wissen Sie ich bin 27 Jahre alt ich hab meine ganze Karriere noch vor mir und habe nun große Angst. Ich weis nicht wer mich hier richtig fertig machen will, dass könnte ein roter Fleck für meine Karriere werden.Ich danke ***** ***** einmal für Ihre Antwort.
Ich persönlich war das letzte mal wissentlich am 24.04.16 in Facebook und habe dort einem Bekannten geschrieben nach seiner Telefonnummer gefragt.
Würden Sie irgendwelche Daten noch benötigen oder was raten Sie mir nun im ganzen Zusammenhang vom Verhalten mit der Kollegin und das ich aktiv auf meinen Arbeitgeber zugehen soll ?
Bisher hat mich keiner Konfrontiert außer die Azubine heute via Whatsapp.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Meiner Ansicht nach sollten Sie den Arbeitgeber darüber nicht aktiv informieren, solange hier das Arbeitsverhältnis nicht berührt wird. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie aber Ihre Passwörter auch in der Firma ändern.

Warten Sie die Ermittlungen der Polizei ab und sorgen Sie dafür dass Sie bis dahin den Kontakt mit der Azubin auf ein Minimum beschränken.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr RA Schiessl,ich verstehe Sie , aber das ist noch nicht ganz das was ich gefragt habe.
Das Arbeitsverhältnis ist meiner Meinung nach doch stark berührt wenn dies bereits an die Geschäftsleitung (u.a meinen Chef) weitergegeben worden ist, oder etwa nicht?Des weiteren habe ich Sie ja bzgl, der IP Adresse gefragt was ich hier für Möglichkeiten des Schutzes habe, falls doch ein für mich schlechtes Urteil aus der Untersuchung erfolgen sollte. Fakt ist ich habe das nicht geschrieben und ich war dort sogar im Schlummerland wie meine Schwester bestätigen kann.Ist dies alles relativ egal oder wie muss ich dies verstehen?Verzeihen Sie meine detaillierte Nachfragerei, aber hier hängt wahrlich meine Existenz von ab und nicht eine Vorstrafe oder ein wenig Geld.Vielen Dank für Ihre Geduld
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

aber es handelt sich doch um private Belange die keinen tatsächlichen Bezug zu Ihrer Arbeit haben. Der einzige Berührungspunkt ist, dass das vermeindliche Opfer auch in Ihrer Firma arbeitet.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr RA Schiessl,Sie sagen also, dass wenn eine Kündigung meines Arbeitgebers ausgesprochen werden sollte, diese keinen Bestand hätte?
Wie sieht es damit aus das ich zur genannten Zeit gar nicht am PC sein hätte können ?Vielen Dank.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Kündigung hätte in der Tat keinen Bestand. Die Tatsache, dass Sie Ihre Unschuld noch beweisen können (Schlaf+Zeuge) habe ich bei meiner Antwort noch gar nicht berücksichtigt. Dies kommt zu Ihren Gunsten noch dazu.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr RA Schiessl,vielen Dank für Ihre Antwort, dass heißt also hier brauche ich mir überhaupt keinerlei Sorgen machen ? Wie sieht es mit den polizeilichen Ermittlungen aus, falls wirklich mein Router gehackt worden wäre und meine IP Adresse am Ende herauskommt? Ist dies ein Beweis oder übergreift hier mein (Schlaf+Zeuge)? Auch wenn es sich bei dem Zeugen um meine Schwester handelt?
Wie hoch sind den die Erfolgsaussichen in so einem belangen der Polizei, haben Sie hier einen Erfahrungswert? Es wäre natürlich traumhaft wenn man hier rausfindet wer mir das antun wollte. Ich vermute sehr stark eine Person aus der Arbeit.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

was die polizeilichen Ermittlungen ergeben und ob ein Strafverfahren gegen Sie durchgeführt wird kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Wenn Sie einen Zeugen haben, auch wenn es sich um Ihre Schwester handelt dann ist dass natürlich ein Punkt der für Sie spricht.

Wie hoch die Erfolgsaussichten sind, das kann pauschal nicht gesagt werden. Die Erfolgsaussichten hängen davon ab wie sehr der Täterkreis in Ihrem Falle eingeschränkt werden kann und wie professionell der Täter vorgegangen ist.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.