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RA Spitz
RA Spitz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 380
Erfahrung:  Rechtsanwalt, zugleich Fachanwalt für Arbeitsrecht, M.A. (Kriminologie und Polizeiwissenschaft)
91771857
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RA Spitz ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt, ich (22 J)

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,
ich (22 J) arbeite in Vollzeit OHNE Arbeitsvertrag als Einzelhandelskauffrau in einem Edeka.
Von 09/2015 - 06/2016 ging das 3. Lehrjahr das ich erfolgreich abgeschlossen habe. Nach meiner Ausbildung wurde ich ohne Arbeitsvertrag übernommen.
Jetzt zu meinen Fragen:
1. Darf mein Chef meine Arbeitszeit immer auf eine 6 Tage Woche verteilen, so dass ich immer nur sonntags frei habe? Es wurde mündlich vereinbart, dass ich einen freien Tag in Woche habe, an das hält er sich nicht. Jetzt wurde ich in eine andere Abteilung versetzt, da bekomme ich, einen freien Samstag im Monat. Diesen Samstag muss ich auswählen und wenn ich Glück habe bekomme ich ihn. Wenn ich mehr als 2 Tage Urlaub /krank habe / bin entfällt der freie Samstag. Ist sowas rechtlich haltbar?
2. Mein Chef plant mich von Mo-Do weniger Stunden ein, wie dass ich eigentlich arbeiten müsste. Dafür plant er mich freitags 10 Stunden ein und samstags mind. 8 Stunden.
Nun hat er mich in der ganzen Zeit ca 60 Stunden weniger verplant und die Minus Stunden notiert. Seit Tagen fordert er jetzt einen Plan wie ich meine Minus Stunden bereinige. Er bietet an:
A) Kürzung vom Gehalt
B) Streichung von Urlaub
C) Die Stunden wieder reinarbeiten.
Darf er Minus Stunden verursachen und dann plötzlich einen Ausgleich dafür verlangen?
3. Mein Chef ändert ständig den Dienstplan ohne was zu sagen. Wenn ich mal den freien Samstag im Dienstplan habe, streicht er ihn donnerstags plötzlich. Er ändert auch immer wieder das Schichtsystem mal habe ich 3 Wochen Spätschicht und mal habe ich früh und Spätschicht gemischt. Den Dienstplan für die nächste Woche gibt es immer freitags oder samstags. Somit kann ich absolut nichts planen. Darf er so handeln?
Ich würde mich über eine Rechtsberatung freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Günther
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Spitz hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in Beantwortung Ihrer Fragen möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen:

  1. “Darf mein Chef meine Arbeitszeit immer auf eine 6 Tage Woche verteilen, so dass ich immer nur sonntags frei habe? Es wurde mündlich vereinbart, dass ich einen freien Tag in Woche habe, an das hält er sich nicht. Jetzt wurde ich in eine andere Abteilung versetzt, da bekomme ich, einen freien Samstag im Monat. Diesen Samstag muss ich auswählen und wenn ich Glück habe bekomme ich ihn. Wenn ich mehr als 2 Tage Urlaub /krank habe / bin entfällt der freie Samstag. Ist sowas rechtlich haltbar?” Nein, das ist rechtlich so nicht möglich. Da Ihnen ein freier Tag in der Woche zugesagt wurde und dies auch so praktizert wurde, ist Ihr Arbeitgeber daran gebunden und kann dies nicht einseitig abändern.

  2. “Darf er Minus Stunden verursachen und dann plötzlich einen Ausgleich dafür verlangen?” Nein, das darf er nicht. Wenn er Minusstunden verursacht muss er Sie dafür bezahlen.

  3. “Somit kann ich absolut nichts planen. Darf er so handeln?” Nein, das darf er nur in dringenden unvorhergehenen Ausnahmefällen. Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, so zu planen, dass sich der Arbeitnehmer darauf einstellen kann.

Sollten Sie noch Rückfragen haben, so bitte ich um Nachricht. Ansonsten bitte ich Sie höflich, eine Bewertung meiner Antwort abzugeben. Dies ist erforderlich. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Spitz, M.A.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Könnten Sie mir dazu noch eine Gesetztesgrundlage nennen? Oder auf was kann ich mich im Gespräch beziehen.
Er ist sehr uneinsichtig und ist immer drr Meinung er ist der Chef und kann dadurch tun und lassen was er will.
Die freien Tage/Samstage wurden leider nie so wie mündlich vereinbart praktiziert.
Experte:  RA Spitz hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Rückfrage.
Bezüglich der freien Tage gilt das, was tatsächlich praktiziert wurde. Die Praxis wird dann der rechtliche Inhalt des Arbeitsverhältnisses ( durch sog. schlüssiges Verhalten). Verträge sind stets für beide Seiten verbindlich und können von keinem Vertragspartner einseitig abgeändert werden. Dies folgt aus dem Rechtsgrundsatz “pacta sunt servanda” (Verträge sind dazu da, eingehalten zu werden. Ein Arbeitgeber darf nicht einseitig Minusstunden zu Lasten des Arbeitnehmers entstehen lassen. Dies folgt aus der vom Bundesarbeitsgericht entstandenen “Betriebsrisikolehre”. Im übrigen besteht im Arbeitsrecht ein gegenseitiges Rücksichtnahmegebot als rechtliche Nebenpflicht aus dem Arbeitsverhältnis.

Bitte vergessen Sie nicht, die erbetene Bewertung meiner Antwort durch Anklicken der Sterne (3, 4 oder 5 Sterne) abzugeben. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Spitz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

Experte:  RA Spitz hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,
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Klaus Spitz, M.A.(Kriminologie)

Rechtsanwalt, zugleich Fachanwalt für Arbeitsrecht