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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Unterer Passus ist am 15. Juli mündlich mit Mietern

Kundenfrage

Unterer Passus ist am 15. Juli mündlich mit Mietern vereinbart worden. Ein paar Tage später haben dies Mieter die Schlüssel einer anderen Mietpartei im Haus überlassen mit dem Vermerk, sie wollen die Wohnung nicht mehr. Förmlich gekündigt wurde bis heute nicht.
Frage: Wie ist die Kündigungs- bzw. Widerrufsfrist in diesem Fall?
1. Die Parteien gehen vorzeitig in die Wohnung am 15.07.2017, um farbliche Veränderungen vor Mietbeginn vorzunehmen. Die Nebenkosten ab dem 15.07.2017 übernimmt die neue Mietpartei mit der Zahlung von 100,-- Euro.
2. Das Mietverhältnis beginnt am 01.08.2017 und läuft auf unbestimmte Zeit. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass das Mietverhältnis frühestens 1 Jahr nach Mietbeginn von beiden Parteien, das heißt frühestens zum 01.03.2018 mit gesetzlicher Kündigungsfrist zum Ende des Kalendermonats ordentlich kündbar ist.
3. Forderungsansprüche der alten Mieter an die Vermieterin durch Nichteinhaltung der Abmachung
werden den neuen Mietern in Rechnung gestellt. Es ist den neuen Mietern klar, dass
Regressansprüche aus der vorzeitig überlassenen Wohnung in Form von Mietzahlungen in der ½
Höhe der Monatsmiete Juli 2017 auf sie zu kommen können, sofern die gemachten
Vereinbarungen nicht eingehalten werden.
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer und Ihr Vertrauen in uns.

Mein Name ist Rechtsanwalt Steffan Schwerin und ich versuche Ihnen jetzt bei Ihrem Anliegen zu helfen. Bitte warten Sie einen Augenblick bis ich Ihre Frage überprüft habe und mit einer Antwort wieder auf Sie zukomme.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Es gibt keinen schriftlichen Mietvertrag?

Das oben stehende ist alles nur mündlich vereinbart?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ja. Die Mieter haben sofort den Schlüssel haben wollen und wollten noch an dem Wochenende tapezieren. Ich bin dann noch mit den Mietern Tapeten kaufen gefahren, weil sie per Zug angereist waren und ihr Auto nicht dabei hatten. Der Schlüssel wurde sofort in Gegenwart von Zeugen ausgehändigt. Die Partei wollte mindestens 1,5 Jahre wohnen bleiben. Einen schriftlichen Mietvertrag hatte ich nicht zur Hand, also haben wir dies mündlich unter Zeugen vereinbart. Die Schlüssel wurden auch nicht an mich zurückgesandt, nachdem sie sich entschlossen haben, eine andere Wohnung auch zuzusagen, sondern dort im Hausflur hinterlegt und einer weiteren Bewohnerin des Hauses erklärt, sie hätten sich anders entschieden. Die 2. weitere Wohnung haben sie allerdings auch nicht bezogen. Das ist mir bekannt gemacht worden. Die neuen Mieter haben sich mit den alten Mietern einigen müssen, damit sie vorher hinein konnten und gaben ihnen als Nebenkostenpauschale dafür 100,-- Euro. Auch diese haben sie von den alten Mietern zurückgefordert.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Während dessen (ca. 14 Tage später) habe ich den schriftlichen Mietvertrag auf Grund unserer Abmachungen gefertigt und unterschrieben zugesandt, um deutlich zu machen, dass ein Mietverhältnis besteht.. Dieser wurde dann nicht mehr vom Mieter unterschrieben.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Danke.

Es ist aber trotzdem ein Mietvertrag - mündlich / faktisch - entstanden.

Daher kann nur mit Frist von 3 Monaten durch die Mieter gekündigt werden.

Umgekehrt könnten Sie den Leuten wegen der Vertragsverletzung auch fristlos kündigen und Schadensersatz für Miete von 3 Monaten verlangen.