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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22364
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bemühe mich seit einigen Wochen eine Wohnung zu

Kundenfrage

ich bemühe mich seit einigen Wochen eine Wohnung zu verkaufen. Ein Käufer kam in die engere Wahl, allerdings erbat ich mir 4 Wochen Bedenkzeit, weil er den Preis "drückte". Als wir uns auf einen Preis per Mail einigen konnten, teilte mir der Kaufinteressent mit, dass er er eine Bankanfrage stellt. Anschließend hörte ich 1 Woche gar nichts mehr von ihm. Parallel bekam ich eine wesentlich höheres Kauf-Angebot (5000€ mehr), dass ich annehmen möchte.

Obwohl ich nicht mal von seiner Bankzusage gewusst habe, hat der 1. Kaufinteressent jetzt ohne Absprache und ohne mein Wissen bereits einen Notar seiner Wahl mit einem Entwurf beauftragt. Dieser hat auch ohne Genehmigung von mir einen Grundbuchauszug gezogen.

Meine Fragen: 1. kann der Kaufinteressent auf einen Verkauf bestehen oder kann ich von meinem Angebot zurück treten?

2. können mir Kosten in Rechnung gestellt werden für den nicht abgesprochenen Notarentwurf und dem Grundbuchauszug?

3. Wie muss ich meine ablehnende Entscheidung gegenüber dem 1. Interessenten rechtlich formulieren, um Kostenansprüche gegen mich zu vermeiden?

4. Kann ich mich direkt wieder an Sie wenden, wenn ich diesen Brief per Anwalt senden möchte?

5. Wenn ja, welche Kosten entstehen mir dafür?

Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1. Nein, denn eine rechtlich bindende kaufvertragliche Verpflichtung ist noch nicht begründet worden: Da der Immobilienkaufvertrag selbst der notariellen Beurkundung bedarf (§ 311 b BGB), muss auch ein Vorvertrag, der rechtliche Bindungswirkung entfalten soll, notariell beurkundet werden.

2. Ihnen können auch keine Forderungen in Rechnung gestellt werden (Notar und Grundbuchamt), denn Sie haben sich noch gar nicht abschließend mit dem Interessenten über sämtliche kaufvertragswesentliche Umstände und Punkte geeinigt, da der Interessent Ihnen nicht einmal mitgeteilt hat, dass er die Bankzusage erhalten hat.

3. Sie können etwaige Forderungen unter ausdrücklicher Berufung auf die unter 1. und 2. dargelegte Rechtslage schriftlich zurückweisen. Verweisen Sie hierzu schlicht auf die mangelnde vertragliche Einigung (keine Mitteilung der Bankzusage).

4. Ich rate an, dieses Schreiben zunächst persönlich schriftlich zu versenden. Sollte der Interessent kein Einlenken zeigen, so können Sie sich jederzeit hier bei mir zurückmelden.

5. Ich werde Ihnen sodann im Rahmen des hiesigen Premium-Service ein entsprechendes Zurückweisungsschreiben fertigen.

Geben Sie abschließend Ihre Bewertung für die erbrachte anwaltliche Beratung ab, indem Sie rechts oben auf die Sterne (=3-5 Sterne) klicken, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur dann bezahlt der Portalbetreiber Justanswer den Experten.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

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Geben Sie bitte andernfalls Ihre positive Bewertung für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich beantwortet worden!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt