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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3789
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Einer Erbangelegenheit liegt seit 2 Jahren beim Notariat.

Kundenfrage

einer Erbangelegenheit liegt seit 2 Jahren beim Notariat. Bisher wurde kein Erbschein erteilt weil man sich nicht einig ist wer Erbe geworden ist. Die Wohnung des Erblassers steht ungenutzt leer. Welche Möglichkeiten gibt es, diese Wohnung zu vermieten während die Erbenfeststellung weiter vor Gericht liegt? Kann einer der möglichen Erben die Wohnung räumen, das Inventar sicher lagern und die Mieteinnahmen auf einer Art Treuhandkonto einzahlen?

Gepostet: vor 6 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn keiner Einwände dagegen erhebt, kann die Wohnung ausgeräumt und vermietet werden.

Aber es bleibt das Problem, dass unklar ist, wer einen solchen Mietvetrag mit einem Mietinteressenten schließen kann. Denn es ist ja ungeklärt, wer Erbe und damit Eigentümer der Wohnung ist.

Es besteht die Möglichkeit, beim Nachlassgericht einen Teilerbschein zu beantragen. Alternativ zum Erbschein kann sich einer von mehreren Erben einen Teilerbschein ausstellen lassen.

Dazu muss aber bei mindestens einem der Beteiligten Erbenstellung unzweifelhaft sein. Dann kann das Gericht für diesen die Erbenstellung im Teilerbschein feststellen. Das dürfte genügen, um treuhänderisch über die Wohnung des Erblassers zu verfügen. Sobald alle Erben bekannt sind, kann dann die Aufteilung der Mieteinnahmen erfolgen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Da man sich im Erbstreit befindet, wird eine Einigung aller Erben nicht möglich sein. Hat derjenige der die Wohnung bekommt irgendeine Möglichkeit die entgangenen Mieteinnahmen zurück zu fordern?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Monaten.

Nein. Ich sehe da leider keine Anspruchsgrundlage. Ich wüsste noch nich einmal, gegen wen sich der Anspruch richten sollte. Denn es ist unklar, wer Erbe ist. Es kann also auch niemandem der Beteiligten irgend ein Pflichtverstoß vorgeworfen werden, wenn das Erbscheinerteilungsvefahrens sich in die Länge zieht.

Wenn die Erben bekannt sind, und es zu Verzögerungen bei der Nachlassaufteilung kommt, kann ein Schadenersatzanspruch bestehen. Aber solange die Erben noch gar nicht bekannt sind, sehe ich keinen solchen Anspruch.

Denkbar wäre, einen Nachlassverwalter einzusetzen, der sich um die Wohnung kümmert.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.