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ra.weichel
ra.weichel, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 317
Erfahrung:  Steuer- Straf- und Zivilrecht
95252382
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ra.weichel ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Weichel, Könnten Sie am

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Weichel,
Könnten Sie am späten Abend prüfen, ob in einem geführten Chatverlauf (zwischen unseren Sohn und ein Mädchen) ein Straftatbestand erfüllt ist und wenn ja, wären Sie bereit ein Strafantrag zu formulieren..?
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Guten Abend,

gerne. bis 23:00 Uhr stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sie:
Kannst du mal aufhören mein Video zu teilen?! Du spacken
Unser Sohn:
Danke fürs Kompliment.
Sie:
Ey du bastard! Soll ich zur polizei
Unser Sohn:
Da werde ich hingehen für die Beleidigung von eben :)
Sie:
Und ich das du stalkst. Ich kenne dich von damals!!!!! Du warst damals schon so ein kranker gewesen.
Unser Sohn:
Ich glaube mein Gesundheitszustand steht niemanden was an und übrigens hast du mich angeschrieben
Sie:
Rede mal weiter!
Und hör auf meine Sachen zu teilen !
Unser Sohn:
Das war ein ausversehn

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrte Ratsucherin,

ich sehe hier maximal eine sog. Beleidigung. Die Strafbarkeit ergibt sich aus § 185 StGB. Ihr Sohn könnte insoweit ein Strafantrag stellen. Jedoch bin ich mir sicher, dass die Staatsanwaltschaft Sie auf den Privatklageweg verweisen wird, weil gerade bei Beleidigungsdelikten kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Etwas anderes würde dann gelten, wenn die Dame bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten ist.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Könnten Sie uns ein Strafantrag vordruck erstellen

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Name und Anschrift
des Anzeigeerstatter

An die
Staatsanwaltschaft
Musterstadt
Musterstraße 00

000000 Musterhausen

Strafanzeige und Strafantrag
gegen: Name, Vorname , ggf. Anschrift

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich nachfolgender Sachverhalt zur Anzeige bringen:

I.

Am 13.11.2016 titulierte mich die Beschuldigte im Rahmen eines Facebook-Chat mit den Worten „Spacken, Bastart, Kranker“. Dadurch fühlte ich mich in meiner persönlichen Ehre gekränkt und herabgewürdigt.

Beweis: Chat-Protokoll vom [Datum]

II.

Ich stelle hiermit wegen den vorbezeichneten Tatsachenmomenten wegen aller in Betracht kommenden Delikte Strafantrag.

Ferner wird darum gebeten, mich über den weiteren Gang des Ermittlungsverfahrens in Kenntnis zu setzen.

Mit freundlichen Grüße

Unterschrift

Anlagen

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Ich hatte heute Mittag eine ähnliche Anfrage - betraf dies auch Ihren Sohn?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Ja, unser Sohn ist nicht bei jeden beliebt.

Wenn die Staatsanwaltschaft an der Strafverfolgung kein Interesse sieht, wie kann man Privatklage beim Strafrichter einreichen und wie sind die Erfolgsaussichten

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Die Staatsanwaltschaft wird Sie schriftlich auf den Privatklageweg verweisen. Sie müssen dann selbst Anklage erheben! Ihr Sohn handelt dann ähnlich wie ein Staatsanwalt.

Soweit die Tat nachweisbar ist (wovon ich ausgehe!), wird die Gegenseite mit einer Strafe bedacht. Die Strafe wird aber gering ausfallen.

Freundliche Grüße

Weichel
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Wir hatten schonmal so ein Fall. Unser Sohn war Opfer die Tat konnte der Person aufgrund Aktenlage nachgewiesen werden, die Staatsanwaltschaft hat aber auf eine Anklage verzichtet

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

In diesem Fall hätten Sie auf den Privatklageweg verwiesen werden müssen.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Die Staatsanwaltschaft schrieb folgendes

nach eingehender Prüfung des Sachverhalts habe ich das Ermittlungsverfahren im Hinblick auf nicht vorliegende Vorstrafen, sowie weitere Ermittlungen, die erforderlich unter Berücksichtigung aller Umstände jedoch unverhältnismäßig wären nach 153 Abs 1 StPO eingestellt, weil kein genügender Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage besteht

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Bei Privatklagedelikten (§ 374 StPO) erfolgt eine Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft nur, wenn sie das sogenannte „öffentliche Interesse“ bejaht. Letzteres folgt aus § 376 StPO. Soweit dies nicht der Fall ist, stellt Sie das Ermittlungsverfahren ein. Der Weg zur Privatklage ist dann gegeben.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Wie ist das auf deutsch zu verstehen

Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 10 Monaten.

Gerne erläutere ich Ihnen die vorstehenden Ausführungen:

Auch wenn sich Ihr Sohn durch die Aussagen gewisser Personen (verständlicherweise) in seiner Ehre herabgewürdigt fühlt, wird es in den seltensten Fällen zur Anklage kommen. Meistens wird das Verfahren eingestellt. § 153 StPO versucht zu verhindern, dass die Staatsanwaltschaft mit "Kanonen auf Spatzen" schießt. Ferner dient die Norm der Entlastung der Staatsanwaltschaft. Daher soll derjenige, der Beleidigt wird, grundsätzlich selbst Anklage herben.

Ich hoffe Ihnen einen verständlichen Überblick verschafft zu haben und bedanke ***** *****ür das entgegengebrachte Vertrauen.

Abschließend darf ich Sie bitten, Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung abzugeben (Bewertungssterne 3=5), damit die Beratung vom Portal geschlossen werden kann. Bitte beachten Sie auch, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland grundsätzlich verboten ist.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend!

Mit freundlichen Grüßen

(Weichel)

Rechtsanwalt