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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26451
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe vor kurzem ein kleines Häuschen gekauft. Bei der

Kundenfrage

ich habe vor kurzem ein kleines Häuschen gekauft. Bei der Besichtigung des Dachboden hat der Vorbesitzer erwähnt dass"es bei starken Schneeverwehungen sein kann, dass evtl ein paar Tropfen Wasser durch einen Ziegel kommen können"(Zitat Ende). Ausserdem hat er vor Zeugen gesagt, dass das Dach vor einem Jahr gedeckt wurde. Jetzt sieht es aber so aus, dass beim ersten Regen Pfützen am Dachboden waren, die Holzrahmen nass wurden und sich das Wasser in der Abdichtungsfolie gesammelt hat. Von Nachbarn wurde mir dann auch mitgeteilt, dass vor 9 Jahren vom Besitzer angefangen wurde das Dach zu decken und erst letztes Jahr fertig gestellt wurde. Desweiteren wurde nicht, wie anfänglich von ihm behauptet, eine Firma damit beauftragt, sondern er hat das selbst gemacht. Als ich ihn dann zur Rede stellte, bot er mir an, dass kaputte Dach vorerst mit Bauschaum abzusichern, den ich besorgen sollte. Und teilte mir abschließend mit, dass ich so quasi Pacht hätte, weil er ja nicht dazu verpflichtet ist, mich auf Mängel hinzuweisen. Weil das ja ein sichtbarer Mangel sei, der mir aufgrund der Wasserflecken an den Brettern am Dachboden ja hätte auffallen müssen. Liegt er damit richtig? Mit freundlichen Grüßen Sabrina ***

Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, damit liegt er nicht richtig. So wie Sie mir den Vorfall schildern haftet Ihnen der Verkäufer auf Schadensersatz wegen einer arglistigen Täuschung. Eine arglistige Täuschung haben Sie nicht erst dann wenn Sie vom Verkäufer betrogen werden sondern bereits dann, wenn Ihnen der Verkäufer Mängel verschweigt oder aber auf Nachfrage ins Blaue hinein erklärt dass das Dach mangelfrei ist.

Er wäre also verpflichtet gewesen Sie ungefragt auf die Mängel hinzuweisen.

Ein Schadensersatzanspruch wäre nur dann ausgeschlossen gewesen wenn Sie den Mangel vor Vertragsabschluss erkannt hätten. Dies war nicht der Fall.

Aus diesem Grund schuldet er Ihnen nach § 823 I BGB die Kosten für die Instandsetzung des Daches als Schadensersatz.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 9 Monaten.

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