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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17008
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Tag, wir haben bei einem Autohändler ein Auto gekauft.

Kundenfrage

Guten Tag, wir haben im Juli bei einem Autohändler ein Auto gekauft. Laut dem Händler wurde der TÜV neu gemacht und er hat uns 1 Jahr Gewährleistung gegeben.
Nun gehen seit wir das Auto im Besitz haben nach und nach Teile kaputt. Zuerst war es die Antriebswelle dann kamen die Stoßdämpfer. Bei beidem waren wir beim Händler und wollten unsere Gewährleistung in Anspruch nehmen. Da hieß es seitens des Händlers, das Verschleißteile ausgeschlossen wären. Vorgestern blockierten auf dem Nachhauseweg auf einmal die Bremsen. Laut Autowerkstatt wurden die Bremsen vom Händler falsch montiert. Wie können wir nun rechtlich gegen den Händler vorgehen? Es kann nicht sein das das Auto neu TÜV bekommen hat und uns aber der Wagen nach zwei Monaten nach und nach auseinander fällt.
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer und Ihr Vertrauen in uns.

Mein Name ist Rechtsanwalt Steffan Schwerin und ich versuche Ihnen jetzt bei Ihrem Anliegen zu helfen. Bitte warten Sie einen Augenblick bis ich Ihre Frage überprüft habe und mit einer Antwort wieder auf Sie zukomme.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Rechte aus der „Gewährleistung“ können Sie innerhalb von 2 Jahren nach Übergabe der Kaufsache geltend machen.

Es gibt bei der Gewährleistung aber eine Besonderheit zum Nachteil des Käufers: Dieser müsste nachweisen, dass der Mangel schon von Anfang an bestanden hat.

Der Gesetzgeber erleichtert dem Käufer diese Beweisführung innerhalb der ersten 6 Monate nach Übergabe, indem gesetzlich vermutet wird, dass ein innerhalb von 6 Monaten nach Übergabe auftretender Mangel schon von Anfang an vorhanden war.

Treten Mängel nach Ablauf dieser 6 Monate auf, müsste der Käufer den vollen Beweis darüber erbringen, dass der Mangel auch schon bei Übergabe bestanden hat bzw. in einem defekten Teil angelegt war.

Diese Beweisführung kann sich im Einzelfall als sehr schwierig erweisen und wäre in der Regel nur mit Hilfe eines Sachverständigen zu führen.

In Ihrem Fall trat der Mangel innerhalb der 6-Monats-Frist auf, so dass die Beweislage für Sie grundsätzlich günstig ist.

Ich hoffe, ich habe die Informationen zur Verfügung gestellt Sie gesucht haben. Wenn Sie mit meinem Service zufrieden sind, geben Sie bitte eine positive Bewertung, damit ich für meine Arbeit bezahlt werden kann. Wenn nicht, lassen Sie es mich wissen, damit ich Ihnen vielleicht noch besser helfen kann. Vielen Dank.

Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich, um unser Gespräch fortzusetzen. Wenn Sie keine weitere Hilfe benötigen, bitten ich Sie meinen Dienst positiv zu bewerten.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen („Dem Experten antworten“) mehr haben.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin

Rechtsanwalt

raschwerin und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

Zunächst möchte ich mich für Ihre Antwort bedanken die mich aber leider nicht zufrieden stellt. Ihre Antwort habe ich selbst schon gewusst. Seit Oktober gilt ausserdem laut den Medien das Gesetz das der Verkäufer beweisen muss das der Mangel nicht zum Zeitpunkt des Verkaufs vorhanden war.

Meine Frage war wie ich gegen den Verkäufer vorgehen kann um zb eine kostenlose Reparatur oder mein Geld was ich nunmehr wieder in die Reparatur, welche nachweislich laut TÜV verschulden des Verkäufers war, gegen ihn vorgehen kann... Der Verkäufer hat bisher lapidar mit dem Satz: dann schalte doch einen Anwalt ein.. geantwortet. Aber das stellt mich nicht zufrieden

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 10 Monaten.

Seit Oktober gilt ausserdem laut den Medien das Gesetz das der Verkäufer beweisen muss das der Mangel nicht zum Zeitpunkt des Verkaufs vorhanden war.

- Falsch. Es gab lediglich eine klarstellende gerichtliche Entscheidung. In den ersten 6 Monaten gilt nachwievor die Beweislastumkehr zugunsten des Verbrauchers.

Meine Frage war wie ich gegen den Verkäufer vorgehen kann um zb eine kostenlose Reparatur oder mein Geld was ich nunmehr wieder in die Reparatur, welche nachweislich laut TÜV verschulden des Verkäufers war, gegen ihn vorgehen kann... Der Verkäufer hat bisher lapidar mit dem Satz: dann schalte doch einen Anwalt ein.. geantwortet. Aber das stellt mich nicht zufrieden

- Das wird aber der einzige Weg sein mit solchen sturen Verkäufern zum Ergebnis zu kommen. Da hier offenbar die Reparatur schon erfolgt ist, die der Verkäufer hätte vornehmen müssen, besteht insoweit ein Schadensersatzanspruch.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Noch eine kurze Nachfrage.

Also kann ich mit den Rechnungen die bisher für die Reparaturen angefallen sind zum Verkäufer gehen und wegen Schadensersatzanspruch auf rückzahlung drängen? Gilt denn auf alle Teile Gewährleistung oder darf dies der Verkäufer entscheiden auf was er Gewährleistung gibt?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 10 Monaten.

Gewährleistung betraf hier wohl alles.

Insoweit sind auch alle Kosten vom Verkäufer als Schadensersatz zu erstatten.

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