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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23385
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo ich wurde bei der Polizei vorgeladen als Zeuge um eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ich wurde bei der Polizei vorgeladen als Zeuge um eine Aussage zu machen. Um meinen Kollegen zu decken (auto fahren ohne Führerschein) habe ich mich zu einer falschaussage überreden lassen und behauptet ich sei das auto gefahren. Er bekam bereits ein Strafverfahren mit der Post und wird diese strafe auch zahlen ohne es zu wiederrufen. Jetzt habe ich erneut Post von der Polizei bekommen das ich vorgeladen bin aber diesmal nicht als Zeuge sondern es wird gegen mich wegen strafvereitelung ermittelt. Welche Konsequenzen stehen mir jetzt bevor? Was soll ich am besten tun?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Ihr Kollege hat aber mittlerweile eingeräumt, dass er das Auto zur fraglichen Zeit gefahren ist - habe ich das so richtig verstanden?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo er bekam ein Strafverfahren mit der Post 1250€ Bußgeld zu zahlen (14 Tage Widerruf) ist verstrichen weil er die Strafe in kauf nehmen möchte bevor die ganze sache vor Gericht ginge und es noch teurer für ihn würde

Das bedeutet aber, dass Ihr Kollege zugegeben hat, dass er das Auto gefahren hat, und nicht Sie (dieser Punkt ist ganz entscheidend)?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Direkt nicht bzw es kam ja nie vor Gericht, bei der vorladung bei der Polizei gab er an das ich gefahren bin.auf dem Strafverfahren hat er auch nicht geantwortet. Oder wird dasAkzeptieren der Strafe als "zugegeben" bewertet?

Vielen Dank für Ihre Klarstellungen!

Meine Frage hat folgenden Hintergrund: Wenn Ihr Kollege zugegeben hat, gefahren zu sein, so steht damit zugleich auch fest, dass Sie nicht gefahren sind - entgegen Ihrer früheren Aussage. Damit aber wäre dann in der Tat Raum für eine Strafbarkeit wegen Strafvereitelung nach § 258 StGB.

Hat Ihr Kollege aber nicht zugegeben, gefahren zu sein, so müssen Polizei und Staatsanwaltschaft Ihnen beweisen, dass Sie tatsächlich nicht gefahren sind. Die volle Beweislast liegt bei den Strafverfolgungsbehörden. In diesem Fall würde ich Ihnen raten, von Ihrem Schweigerecht als Beschuldigter Gebrauch zu machen, der polizeilichen Vorladung nicht Folge zu leisten und einen Anwalt zu beauftragen, Akteneinsicht zu nehmen und erst anschließend über den Anwalt eine Aussage zu machen.

Wenn aber nun - wie Sie angaben - Ihr Kollege die Strafe akzeptiert hat, so gehe ich davon aus, dass er die Tat auch eingeräumt hat.

In diesem Fall wäre es für Sie am sinnvollsten, wenn Sie nun mit der Polizei kooperieren zu der Vorladung zu erscheinen und Ihrerseits zugeben, nicht gefahren zu sein. Drücken Sie Ihr Bedauern über das Geschehen aus, und versichern Sie, dass sich etwas Deartiges nicht wiederholen wird.

Wenn Sie nicht vorbestraft sind - wovon ich in Ihrem Fall ausgehe - wird das Verfahren gegen Sie sodann voraussichtlich gegen Verhängung einer Geldauflage nach § 153 a StPO eingestellt werden.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Mit welch einem Bußgeld hätte ich den zurechnen? Kann es höher werden als die Straftat selbst die ich vereiteln wollte?

Nein, die Strafe für eine Strafvereitelung darf gemäß § 258 Absatz 3 StGB nicht schwerer sein als die für die Vortat angedrohte Strafe.

Sie haben mit einer Geldbuße von voraussichtlich 500 Euro zu rechnen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich hätte da noch eine letzte Frage, wenn ich der polizeilichen Einladung nicht folge,von meinem schweigen gebrauch mache ohne das mein Anwalt eingreift, bzw in die Akte einsieht könnte ich dann im schlimmsten Falle vor Gericht landen? Gericht möchte ich unbedingt vermeiden

Wenn Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und der Vorladung nicht Folge leisten, wird anhand der vorliegenden Beweise ermittelt werden. Wenn Ihr Kollege die Tat eingeräumt hat, wird auch gegen Sie eine Strafe ausgesprochen werden.

Allerdings wird es nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommen, sondern es wird - wie auch im Falle des Kollegen - ein schriftlicher Strafbefehl gegen Sie ergehen! Sie werden also, wie der Kollege, Post erhalten und können sodann die Strafe bezahlen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Haben Sie denn nun noch Nachfragen? Gern können Sie nachfragen ("Dem Experten antworten")!

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ok im Endeffekt wenn ich soweit alles richtig verstanden habe ob ich zum Termin erscheine es zugebe und Kooperiere oder ob ich auf die vorladung verzichte und mein schweigerecht in Gebrauch nehme wird das Urteil das selbe sein. Bzw beides wird nicht vor einem Gerichtsverfahren gehen sondern mit einem strafbefehl enden.

Ja, das ist richtig: Es wird nicht zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung kommen, sondern gegen Sie wird ebenfalls ein Strafbefehl ergehen, und dieser wird Ihnen per Post zugestellt werden!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen dank

Sehr gern geschehen - auch Ihnen vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt