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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6036
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Hallo ihr lieben, Ich habe mich hier mal angemeldet in der

Kundenfrage

Hallo ihr lieben,
Ich habe mich hier mal angemeldet in der Hoffnung mir kann jemand helfen
Einer unser Mitarbeiter ist seit Ende Juli erkrankt. Wir haben die gesetzliche Lohnfortzahlung geleistet inklusive Zuschläge wie er nach Dienstplan eingeteilt war.
Nun haben wir vor letzte Woche von der Krankenkasse die Info bekommen das eine neue Diagnose vorliegt u wir damit nochmal 6Wochen ran müssen. Mdk hatten wir eingeschalten jedoch hat er die Au bestätigt.
Lohnfortzahlung müssen wir ab 14.9 erneut leisten. Nun habe ich einen Mail des An bekommen das er dumm bittet daran zu denken das auch erneut Zuschläge zu zahlen sind. Ich habe Ihn mitgeteilt das wir Ihn erstmal in Tagschicht eingeteilt haben weil wir ja nicht wissen wie es weiter geht.
Darauf hin kam die Antwort es würde ihn nicht interessieren er wäre so zu stellen als würde er arbeiten u drohte gleich mit seinem Anwalt ( da gibt es gerade Kontakt wegen einer anderen Sache).
Er führte weiter auf, das das eigentlich der letzte Lohn vor Eintritt der Krankheit zur erneuten Berechnung genommen wird sprich bei Ihm der Juni, da unsere Mitarbeiter aber jeden Monat teils sehr Schwankend verdienen wären wohl seiner Meinung nach der Durschnitt der letzten 3 Monate vor der Krankheit zu nehmen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob das so rechtens ist und was wir nun tun können. Da er wegen anderen Sachen schon den Anwalt eingeschalten hat, vermuten wir wird er es auch wieder tun u es irgendwann zur Klage kommt u das die Arbeitsgerichte für die Arbeitnehmer entscheiden ist ja nix neues.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrt(r) Fragensteller(in),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihre Frage beantworten.

Losgelöst von der Frage der Berechtigung einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach dem EntgFG gilt bzgl. der zugrunde zu legenden Bemessungsgrundlagen folgendes:

Für das zu bezahlende Leistungsentgelt, die auf das Ergebnis der Arbeit abstellt, wie z.B. der Akkordlohn (Entlohnung nach Arbeitsergebnis und nicht nach Länge der Arbeitszeit) oder Provisionen (Entlohnung nach Umsatz), enthält § 4 Abs. 1a S. 2 EntgFG eine Sonderregelung.

Der Fortzahlungsanspruch richtet sich hier nach dem vom Arbeitnehmer in seiner maßgeblichen regelmäßigen Arbeitszeit erzielbaren Durchschnittsverdienst. Dieser ist entsprechend dem Entgeltausfallprinzip individuell für jeden Arbeitnehmer, ggf. unter Berücksichtigung von Abrechnungszeiträumen der Vergangenheit oder anderer vergleichbarer Arbeitnehmer zu bestimmen. Ergänzend kann eine Schätzung nach § 287 Abs. 2 ZPO vorgenommen werden (vgl. Schlosser, in: Onlinekommentar zum EntgFG, Rechtsstand 22.12.2015, § 4 Rn. 6).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Hallo,

Also hat der An recht und es muss der Durschnitt der letzten 3 Monate genommen werden? Mit welchem Zeitraum beginnen die 3 Monate?Mit dem letzten abgerechneten Monat vor Eintritt der Krankheit?

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

der Durschnittsverdienst der letzten 3 abgerechneten Monate vor dem Krankheitsfall wird häufig von den Gerichte zugrunde gelegt. Dieser Mittelwert ist dann zu nehmen (über dem "reinen" Grundlohn), wenn sich aus Arbeits- und Tarifvertrag keine Besonderheit ergibt.

Konnte ich Ihre Frage beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-