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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1465
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
49776616
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Guten Tag, es geht um unseren Sohn, XX Jahre alt. Er war

Kundenfrage

Guten Tag,
es geht um unseren Sohn, XX Jahre alt. Er war 22.07. in einer psychischen Ausnahmesituation (Stress in der Firma, Freundin hat ihn verlassen) und wir waren leider nicht erreichbar. Er wollte sich umbringen, hat sich dann aber Gott sei Dank entschieden, zur Polizei zu gehen und um Hilfe zu bitten. Er hat getrunken, hat aber nicht vor dem Polizeigebäude geparkt, sondern abseits und ist zum Gebäude gelaufen. Gesehen hat ihn niemand.
Bei der Polizei wurde er gefragt, ob er getrunken hat, was er wahrheitsgemäß bejaht hat. Er hat seinen Schlüssel freiwillig abgegeben. Er weiss aber nicht mehr genau, was er sonst noch ausgesagt hat. Dann musste er blasen und die Polizei hat ihn gefragt, ob er einer Blutentnahme zustimmt. Dies hat er nicht getan. Daraufhin hat die Polizei einen richterlichen Beschluss eingeholt und die Blutentnahme ist im Krankenhaus erfolgt. Er wurde dann direkt in die Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik eingeliefert.
Wir wissen "offiziell" nicht, wie viel Promille er hatte, inoffiziell haben wir erfahren, dass es 1,05 waren. Bis jetzt hat er keinen Bescheid erhalten, er hat nur eine Vorladung der Polizei zum Ermittlungsverfahren wegen der Alkoholfahrt erhalten.
Da ihn niemand gesehen hat, als er gefahren ist, haben wir den Tip bekommen, dass er sagen soll, dass er zwar gefahren ist, aber erst getrunken hat, nachdem er geparkt hatte. Die Polizei müsste ihm dann nachweisen, dass er alkoholisiert gefahren ist.
Unser Sohn ist noch nie alkoholisiert gefahren, er lässt das Auto immer stehen und wir holen ihn.
Heute war er bei einem Anwalt, dieser hat ihm gesagt, dass er Akteneinsicht anfordern würde. Bis er die Akten hätte, könne dies zwischen 4 Wochen und 2 Monaten dauern. Unser Sohn müsste aber nach der Sachlage mit einem Führerscheinentzug von mindestens einem halben Jahr rechnen, da die Aussage bei der Polizei gemacht hat.
Wir verstehen, dass eine Fahrt unter Alkoholeinfluss bestraft werden muss, möchten aber gerne wissen, ob wir noch etwas etwas machen können.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
**************
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich müsste Ihr Sohn sich zur Sache gar nicht äußern und auch kann auch die bereits getätigten Aussagen bei der Polizei widerrufen. Als Angeklagter dürfte Ihr Sohn auch lügen. Davon ist jedoch abzuraten.

Es wäre dann in der Tat Aufgabe der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft, Ihrem Sohn die Trunkenheitsfahrt nachzuweisen. Dies kann auch durch Indizien geschehen, wie die freiwillige Abgabe des Schlüssels plus Alkoholkonsum. Man müsste es daher leider tatsächlich darauf ankommen lassen, ob einem Richter die Beweise ausreichen.

Prinzipiell ist es sinnvoll, die Akte anzufordern, um zu schauen, was Ihr Sohn alles zu Protokoll gegeben hat, um zu entscheiden, ob die Aussagen zurück gezogen werden sollten.

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K. Nitschke

Rechtsanwältin