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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3654
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

2002 wurde mein Haus Zwangsversteigert. Bei dieser

Kundenfrage

Im Jahr 2002 wurde mein Haus Zwangsversteigert. Bei dieser Versteigerung wurde aber nur das Gebäude versteigt und nicht der Grund und Boden , da ich es nicht vereinigen lassen habe. Ich bin nach wie vor Eigentümer des Grund und Bodens. Da alle Fristen des Bodenbereinigungsgesetes verstrichen sind stellt sich nun die Frage wer ist Eigentümer des Hauses oder kann ich Ansprüche stellen .
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie sich da irren.

Es wird immer Haus samt Grundstück verkauft oder auch versteigert.

Die richtige Bezeichnung ist auch Hausgrundstück und nicht nur Haus.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, zu DDR Zeiten gab es sowohl ein Gebäude - wie auch ein Grundstücksgrundbuch da diese beiden Grundbücher nicht vereinigt worden ist nur das Gebäude versteigert worden. Wir haben 1986 auf einen Pachtgrundstück ein Haus gebaut , ca. 1992 haben wir dieses Grundstückt gekauft. 1991 wurde in das Gebäudegrundbuch eine Grundschuld eingetragen . Ich würde immer wieder von der Bank genötigt die beiden Grundstücke zu vereinigen , was ich nicht tat , da unsere Firma schlecht lief und ich mir dachte falls es zur Zwangsversteigerung kommt , kauft eh niemand ein Haus ohne Grund und Boden. Aber der Blöde ist leider aufgestanden. Wenn Sie mir Ihre Tel. Nr. senden können Sie mich gerne anrufen oder sie rufen mich mal an Tel. *********** . LG ***
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Anwendbar dürfte hier das Sachenrechtsbereinigungsgesetz sein. Nach diesem Gesetz hätte der Eigentümer das Hauses Ihnen das Grundstück abkaufen oder ein befristetes Erbbaurecht bestellen können. Aber die Ansprüche aus dem Sachenrechtsbereinigungsgesetz sind verjährt.

Es gibt hierzu ein Urteil des BGH, wonach die Ansprüche spätestens bis Ende 2011 hätten geltend gemacht werden müssen. Das Urteil finden Sie hier:

https://openjur.de/u/754193.html

Im Leitzsatz dieses Urteiles heißt es:

Nach Verjährung des Bereinigungsanspruchs kann der Grundstückseigentümer von dem Nutzer in entsprechender Anwendung von § 886 BGB die Löschung des Besitzrechtsvermerks nach Art. 233 § 2c Abs. 2 EGBGB verlangen.

Meiner Ansicht nach bedeutet dies, dass Sie Eigentümer des Hauses sind. Denn im BGB ist geregelt, dass alle wesentlichen Bestandteile des Grundstückes, wozu auch ein Haus gehört, dem Grundstückseigentümer gehören. Anders als in de DDR kennt das BGB keine Trennung von Haus und Boden.

Sie sollten sich vor Ort einen Anwalt suchen, der für Sie den Eigentümer des Hauses anschreibt und dazu auffordert, den Besitzrechtsvermerk löschen zu lassen und das Haus an Sie herauszugeben. Ideralerweise suchen Sie sich einen Anwalt, der schon Mandate aus dem Sachenrechtsbereinigungsgesetz bearbeitet hat.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort. Können Sie mir einen Anwalt empfehlen, der sich mit dem Sachwertbereinigungsgestz auskennt. Ich habe schon gegooglet aber leider nichts gefunden. Mit freundlichen Grüßen S.O.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, mir stellt sich noch eine Frage. Hätte ich als Grundstückseigentümer , meine Ansprüche am Gebäude auch bis Ende 2011 geltend machen müssen oder bin ich nach Ablauf dieser Frist automatisch Besitzer des Gebäudeeigentums ?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Meiner Einschätzung nach mussten Sie nicht tätig werden, sondern der Eigentümer des Hauses. Dieser hätte sich vor Ablauf der Frist darum kümmern müssen, das Eigentum am Boden, auf dem das Haus steht, zu begründen.

Ich kann Ihnen leider konkret keinen Anwalt empfehlen.

Wenn Sie aber auf folgende Seite gehen, können Sie selbst sehen, ob einer der Anwälte in Ihrer Nähe ist:

http://www.anwalt-suchservice.de/ass/rar/rechtsanwalt_sachenrechtsbereinigungsgesetz.html

Ansonsten suchen Sie sich einen Anwalt in Ihrer Nähe und fragen einfach mal nach, ob Ihr Fall dort bearbeitet werden kann. Es sollte für Anwälte in den neuen Bundesländern eine bekannte Thematik sein.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, eine positive Bewertung zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!