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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3808
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Rechtsanwälte, Sehr geehrte Damen und Herren,

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Rechtsanwälte, Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe momentan ein kleines Rechtsproblem und würde Ihnen über diese Plattform gerne eine Frage stellen und meinen Fall schildern.
Ich habe heute den dritten Brief eines Inkassounternehmens bekommen mit dem Betreff "Letzte Mahnung vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens" und dem Hinweis in der Fußzeile das eine Kopie an eine Rechtsanwaltskanzlei geschickt wurde wegen Erlass des Mahnbescheides.
Gegenstand der Forderung ist eine Dienstleistung die ich am 08.03.16 im Internet erworben habe jedoch vom Kauf innerhalb der mir versprochenen 7 Tage Rückgabe-Frist zurückgetreten bin. Nun ist es allerdings so das ich mir nicht mehr zu 100 % sicher bin ob ich wirklich fristgerecht gekündigt habe?!
Das Problem besteht eigentlich nur darin das dass Inkassobüro auf meine Antwort Mails nicht reagiert und so tut als ob ich nie etwas geschrieben hätte. Dabei hätte ich nur gerne einen Kaufbeleg meines "bestellten" Online-Zuganges und eine Kopie von allen Schreiben die bei besagter Firma eingegangen sind da ich der festen Meinung bin ich habe fristgerecht gekündigt. Mir ist eine korrekte Abwicklung sehr wichtig aber umsonst bezahlen möchte ich natürlich auch nicht, insbesondere ist für mich brisant das ich momentan in der Privatinsolvenz stecke und ich somit natürlich sämtliche Probleme dahingehend vermeiden möchte. Was würden Sie mir raten? Habe ich überhaupt einen Anspruch auf eine Offenlegung des Email Verkehres zwischen mir und der Gläubigerfirma? Natürlich ist mir auch sehr daran gelegen ein teures Verfahren zu meiden. Das Firmen Impressum hat übrigens eine Adresse in den Vereinigten Arabischen Emiraten jedoch eine Schweizer Telefonnummer angegeben und wird meines Wissens auch von einem Schweizer betrieben.
Vielen Dank ***** ***** voraus
Freundliche Grüße
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Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Ich sehe leider keine Anspruchsgrundlage, wonach Ihnen das Unternehmen den geführten Schriftverkehr übersenden muss. Im übrigen könnten Sie nie nachprüfen, ob Ihnen wirklich alles übersandt wird. Denn Sie wissen ja nicht, welchen Schriftverkehr es gibt.

Wenn Sie sich auf eine Kündigung bzw. einen Rücktritt berufen wollen, wäre es, auch in einem etwaigen Rechtssstreit, Ihre Sache, den Nachweis einer fristgerechten Kündigung bzw. Rücktrittserklärung zu führen. Wenn Sie selbst das Schreiben nicht mehr haben, dann wird es schwierig für Sie, die Kündigung bzw. den Rücktritt zu beweisen, zumal Sie auch beweisen müssten, dass Ihr Schreiben bei der Gegenseite eingegangen ist. Wenn Sie noch nicht einmal das Schreiben selbst haben, dann wird Ihnen der Nachweis des Zuganges vermutlich gar nicht gelingen können. Und auf eine Mithilfe des Unternehmens werden Sie wohl nicht hoffen können.

Auch ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten könnte Sie verklagen. Das Unternehmen hat ja schon ein inländisches Inkassounternehmen beauftragt. Genauso könnte es ein Anwaltsbüro beauftragen. Sie könnten vielleicht darauf hoffen, dass das Unternehmen nicht wirklich ernst macht und keine gerichtlichen Schritte einleitet. Bei unsicheren Forderung bluffen Unternehmen oft nur und belassen es bei der Einschaltung eines Inkassounternehmens, ohne letztlich den angekündigten Mahnbescheid zu beantragen. Aber das kann ich nicht beurteilen.

Ich möchte Ihnen raten, vor Ort einen Anwalt einzuschalten. Oftmals reagieren Unternehmen nur, wenn ein Anwalt sich meldet.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.