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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Folgende Situation: Es existiert ein Kind, welches

Kundenfrage

Folgende Situation: Es existiert ein Kind, welches minderjährig ist und für welches kein gesetzlicher Vater feststeht (es ist auch kein Vater im Geburtenregister eingetragen und dies ist auch nicht beabsichtigt). Die Mutter des Kindes ist alleine Sorgeberechtigt. Die Mutter möchte für den Fall ihres Ablebens vorsorgen. Sie möchte zu einem Notar gehen und bestimmen, dass für den Fall ihres Ablebens ihre Schwester oder ein sonstiger Familienangehöriger, den Sie bestimmt, für das Kind Sorgeberechtigt wird (gesetzlicher Vormund/Vertreter). Ist dies zulässig und muss im Falle des Ablebens der Mutter auch dem Willen von ihr (Übertragung der Sorge an Person X) gefolgt werden? Zweite Alternative: die Mutter bestimmt eine Person zur Sorge im Falle ihres Ablebens, die ihren Wohnsitz in Polen hat. Diese Person ist Verwandter der Kindesmutter. Wie wird dann verfahren? Muss sich das Familiengericht/Jugendamt an den Willen der Kindesmutter bei Ableben halten oder kann es selbst entscheiden? Ist die notarielle Beurkundung zulässig?

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn kein Vater bekannt ist, dann muss das Familiengericht einen Sorgeberechtigten bestimmen.

Die Verfügung der Mutter auch wenn sie notariell beurkundet würden, wären für das Familiengericht nicht bindend.

Das Gericht orientiert sich ausschließlich am Grundsatz des Kindeswohls.

Das bedeutet, das Gericht bestimmt diejenige Person zum Sorgeberechtigten bei der das Kind am besten aufgehoben ist.

Der Wille der Mutter ist, sofern er dem Wohl des Kindes widerspricht, daher bedeutungslos.

Wichtig ist vielmehr die Beziehung die das Kind zu dem möglichen Sorgeberechtigten hat und ob der mögliche Berechtigte auch willens und in der Lage ist sich um das Kind zu kümmern.

Ab einem Alter von etwa 12 Jahren ist auch der Wille des Kindes zu berücksichtigen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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