So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Schröter.
RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Schröter ist jetzt online.

Wir haben gestern an einer Zwangsversteigerung teilgenommen.

Kundenfrage

wir haben gestern an einer Zwangsversteigerung teilgenommen.
Es ging um ein 1 Familienhaus mit einem Wert laut Gutachten von 100000 Euro.
Wir haben bei 62500 Euro den Zuschlag bekommen. Die 7/10 Regelung war damit nicht erfüllt und der Anwalt der Bank hat sein Einspruchsrecht genutzt.
Danach wurde ein Zuschlagstermin angesetzt (08.06.2016). Der Rechtspfleger hat uns noch empfohlen mit dem Anwalt zu sprechen und evtl. eine Sonderzahlung zu leisten um den Zuschlag zu bekommen.
Heute Nachmittag haben wir dann mit dem Anwalt gesprochen, dieser meinte dann eine Sonderzahlung oder eine Einigung mit der Bank wäre so nicht möglich. Es gäbe ein neues Grundsatzurteil, was solche Zahlungen verbietet um Streitigkeiten bei der Verteilung an die Schuldner zu vermeiden. Er hat uns auf den nächsten Termin zur Zwangsversteigerung in ca. 3 Monaten verwiesen und dann würden wir auch den Zuschlag bekommen, wenn wir 7/10 bieten. Allerdings würde er von uns auch kein geringeres Gebot akzeptieren.
Das Verhalten von dem Anwalt wirkt auf uns eher suspekt, da wir auch schon vor 2 Wochen mit ihm gesprochen haben um uns über das Objekt zu informieren. Dort hat er uns mitgeteilt, dass wir auf das Objekt nicht mehr achten bräuchten, da der Termin eh nicht stattfinden würde.
Daraus ergeben sich für uns folgende Fragen:
1. Ist die Vorgehensweise von dem Anwalt so korrekt?
Er kann doch nicht einfach davon ausgehen, dass wir bei dem nächsten Termin (Wenn wir überhaupt so lange warten sollten) wieder 7/10 bieten. Meines Wissens nach gilt dann die 5/10 Regelung und er hat über 5/10 kein Einspruchsrecht mehr.
2. Welche Möglichkeiten haben wir jetzt doch noch den Zuschlag zu bekommen?
Lohnt es sich direkt mit der beteiligten Bank zu sprechen?
Vielen Dank ***** ***** Hilfe.
Besten Gruß,
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehrgeehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Zu beanstanden ist die Aussage des Anwaltes, dass der Termin nicht stattfinden werde und vorher aufgehoben wird. Nicht zu beanstanden ist aber, dass der Anwalt eine nachgelagerte Zahlung abgelehnt hat. Dies ist in der Tat in dieser Form nicht zulässig.

2. Der betreibende Gläubiger, welcher durch den Anwalt vertreten wird, kann jederzeit das Zwangsversteigerungsverfahren einstweilen einstellen, wenn nicht deren Vorstellung zur Höhe des Gebotes erreicht werden. D.h. Sie haben auch bei dem zweiten Termin nicht die Gewissheit, dass ein Zuschlag über 50 % erfolgt. Der Anwalt kann vorher die Einstellung des Verfahrens beantragen.

3. Aus meiner Sicht sollte Sie daher mit dem Anwalt verbindlich klären zu welchem Gebot diese einen Zuschlag erteilt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort positiv bewerten (bitte einmal auf die Sterne unter meiner Antwort klicken).

Sollte meine Antwort Ihre Frage noch nicht vollständig beantworten oder Sienoch Fragen haben, fragen Sie nach ("Antworten Sie dem Experten") bevor Sie eine Bewertung abgeben.

VieleGrüße