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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26187
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine Mutter wurde aufgrund von Ohnmachtsanfällen am 13.3.2016

Kundenfrage

Meine Mutter wurde aufgrund von Ohnmachtsanfällen am 13.3.2016 ins Krankenhaus eingeliefert und lag 7 Stunden in der Notaufnahme. In dieser Zeit musste sie auf die Toilette wohin sie eine Schwester brachte. Meine Mutter musste allein dort hinein und fand sich dann nach etwas Zeit auf dem Boden wieder. Es war keine Schwester dort die aufpasste. Folge des Ohnmachtsanfalles war/ist Hämatom der linken Stirnseite. Linkes Auge rot und Schmerzen im Linken Rippenbereich. Sie wurde daraufhin geröngt aber uns sagt niemand was bei dem Sturz passiert ist. Selbst nach dremaligem Nachfragen bekommen wir keine Antwort, weder von Schwestern noch vom Stationsarzt. Was kann man jetzt tun? Meine Mutter hat Schmerzen. wie kommt man an die Patientenunterlagen? Was ist wenn der Sturz nicht dokumentiert ist?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender, haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Als Patientin hat Ihre Mutter ein Einsichtsrecht in die Patientenunterlagen, als Nebenanspruch aus dem Behandlungsvertrag (BGHZ 85, 327,331). In den Patientenunterlagen muss der Sturz, die erlittenen Verletzungen und die daraufhin erfolgte Behandlung dokumentiert worden sein. Um an die Patientenunterlagen zu kommen, sollte sich Ihre Mutter schriftlich an das Krankenhaus wenden und das Krankenhaus auffordern ihr eine Kopie der Unterlagen zu überlassen. Darauf hat Ihre Mutter einen klagbaren Anspruch. Wenn nichts in den Unterlagen vermerkt ist, muss Ihre Mutter einmal den Sturz und die erlittenen Verletzungen in Nachweis bringen. Das bedeutet: Die Verletzungen Ihrer Mutter müssen durch ein Attest dokumentiert werden. Vor allem muss in dem Attest dann auch dokumentiert werden, dass die Verletzungen durch einen Sturz herbeigeführt worden sind. Als zweiten Schritt muss Ihre Mutter nachweisen, dass ein Behandlungsfehler vorgelegen hat. Das bedeutet, es muss der Nachweis geführt werden, dass man Ihre Mutter trotz der Ohnmachtsanfälle allein in der Toilette lies. Diese Punkt können Sie einmal durch die Patientenakten und zum anderen durch die Aussagen der Schwester und des behandelnden Arztes als Zeugen erbringen. Kann ein Behandlungsfehler nachgewiesen werden, so hat Ihre Mutter gegen das Krankenhaus einen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Danke für die Antwort. Leider redet die Schwester nicht mit uns und auch die Ärzte sagen dazu nix bzw. es gibt nur ausweichende Antworten
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender, das glaube ich Ihnen gerne. Die haben natürlich von der Rechtsabteilung die Anweisung erhalten keine Auskunft zu erteilen. Es bleibt Ihnen also allein die Patientenakte. Dabei müssen Sie wissen: Ist die Patientenakte lückenhaft, dann gehen diese Lücken zu Lasten des Krankenhauses mit der Folge, dass allein die Lücke zu einer Haftung führen kann. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Konnte ich Ihre Frage beantworten?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,konnte ich Ihnen behilflich sein?Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie, Sterne) sehr freuen.Ansonsten fragen Sie gerne nach! Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt

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