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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26440
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Wie kann ich Zwangsräumung verhindern?

Kundenfrage

vor drei Jahren gab es einen eigentümerwechsel. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und sind jetzt die einzigen Mieter in diesem Haus. Der neue Eigentümer will das Haus abreisen und neu bauen. Die erst Verhandlung vor dem Amtsgericht ist bereits gelaufen, Das Urteil wurde zu Gunsten des Eigentümers gesprochen und uns wurde eine Frist bis zum 31.03.2016 gesetzt, bis dato müssen wir die Wohnung räumen. Zur info ich wohne seit 2007 hier und mein Freund noch länger, wir haben zwei kleine Kindern. Berufung haben wir bereits beantragt.

Jetzt zu meiner Frage, wie kann ich in dieser Zeit die Zwangsräumung verhindern, denn es soll ja in die zweite Instanz gehen ( Landgericht ).

Oder besser gefragt kann der Vermieter am 31.03. uns trotzdem zur Räumung der Wohnung zwingen ? Für antworten bedanke ***** ***** jetzt schon im Voraus !!!!

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender, haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Grundsätzlich kann der Vermieter Sie erst zur Räumung zwingen wenn das Urteil rechtskräftig ist, also wenn Ihre Berufung vor dem Landgericht durch Urteil zurückgewiesen wurde. Allerdings steht in vielen Räumungsurteilen, dass das Urteil vorläufig (gegen Sicherheitsleistung) vollstreckbar ist. In diesen Fällen kann der Vermieter die Zwangsräumung durchsetzen, obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Sollte das Urteil vorläufig vollstreckbar sein, so müssen Sie sich an das Berufungsgericht wenden und beantragen die Zwangsvollstreckung einstweilen einzustellen, bis über die Berufung entschieden ist. Über diese Einstellung der Zwangsvollstreckung entscheidet das Berufungsgericht schnell und noch vor dem Urteil um zu gewährleisten dass Ihr Vermieter nicht einfach vollendete Tatsachen schaffen kann. Wenn Ihr Anwalt also die Berufung in einem Schriftssatz begründet, dann sollte er zugleich die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragen. Damit sollten Sie dann bis zur Rechtskraft des Berufungsurteils auf der sicheren Seite stehen. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt

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