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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 10414
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Vor 15 Jahren wurde ich von dem Vater meiner Tochter

Kundenfrage

Guten Abend, vor 15 Jahren wurde ich von dem Vater meiner Tochter geschieden und lebe seitdem mit meiner inzwischen volljährigen Tochter in einem gemeinsamen Haushalt.
Meine Tochter wird zum Sommersemester mit ihrem Studium beginnen und aufgrund ihres Asperger-Syndroms bis auf weiteres bei mir wohnen.
Bisher hat ihr Vater den Kindesunterhalt auf mein Konto gezahlt. Zukünftig will er nur noch den halben Betrag übernehmen - da ich wohl für die andere Hälfte zuständig bin - und diesen auf das Konto meiner Tochter überweisen.
Das wirft mehrere Probleme auf: auf der einen Seite bringt er meine Tochter damit in eine - für sie - schwierige Situation. Er setzt sie zwischen die Stühle und das ist schon für Menschen ohne Asperger nicht einfach. Auf der anderen Seite erschwert er damit die Gesamtsituation. Dazu muss ich anmerken, dass ich seit ca. einem Jahr versuche wieder als Freiberufler Fuß zu fassen und momentan noch unterhalb von 800,- € netto liege. Das soll natürlich nicht so bleiben, aber bis es soweit ist, bin ich - genau wie meine Tochter - auf ihren Unterhalt angewiesen. Vor allem da ihr Vater die, in der Scheidungsfolgenvereinbarung festgelegte Ausbildungssicherung, ohne mein Wissen und ohne Ansage vor ein paar Jahren zu seinem Bedarf veräußert hat. Das habe ich allerdings gerade erst erfahren.
Jetzt zu meinen Fragen: 1. Wie läuft das mit dem Unterhalt, solange meine Tochter studiert und bei mir wohnt? Ich verdiene noch nicht genug, um ihr neben den alltäglichen Ausgaben wie Krankenkasse, Kontaktlinsen, Kleidung, Essen, Wohnung, Taschengeld, Studiengebühren, Essensgeld etc. noch zusätzlichen Unterhalt zu zahlen.
Wird das nicht erst relevant, wenn sie auszieht?
2. Hat meine Tochter eine Möglichkeit die Ausbildungssicherung einzuklagen? Die Höhe der monatlichen Zahlung, die Bankverbindung und die dazugehörige Wertpapier-Nummer sowie der Verwendungszweck: Ausbildungssicherung sind gerichtlich festgehalten. Wir haben fest mit dem Geld gerechnet. Besonders ärgerlich ist, dass er mir durch die fehlende Information, die Möglichkeit genommen hat selber etwas für sie abzuschließen.
vielen Dank ***** *****
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragestellerin, grundsätzlich ist es korrekt, dass de rUnterhalt für ein volljähriges Kind direkt an das Kind selbst gezahlt werden muss und dass zudem BEIDE Elternteile sich an dem Unterhalt (bar) zu beteiligen haben.Der Naturalunterhalt, den Sie bislang geleistet haben, gibt es ab der Volljährigkeit nicht mehr. In Ihrem konkreten Fall ist es jedoch so, dass Sie derzeit nicht leistungsfähig sind, sodass aufgrund des geringen Einkommens Ihrerseits der Vater den kompletten Unterhalt weiterzahlen muss. Bzgl. der Ausbildungsversicherung kommt es darauf an, ob der Vater sich zu der Zahlung gegenüber der Tochter verbindlich und damit einklagbar verpflichtet hat. In diesem Fall könnte die Tochter das Geld einklagen. Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls Sie noch Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank ! Mit freundlichen GrüßenRA Grass