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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5841
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Folgende Frage: Ich war heute bei einer Hebamme in

Kundenfrage

Folgende Frage:
Ich war heute bei einer Hebamme in xxx und habe dort, nachdem meine Nachbarin mir mitgeteilt hatte, dass dort eine Putzkraft gesucht wird, geputzt. Ausgemacht war eine Arbeitszeit von 2 x 4 Std zu jeweils 9 Euro, also 72 Euro die Woche, 288 Euro im Monat, angemeldet auf 450 Euro Basis. Nach drei Stunden war ich fertig. Die Hebamme teilte mir hier mit, nach dem ich geputzt hatte, dass sie sich optisch etwas anderes vorgestellt habe(ich bin mollig) für das Putzen in ihrer Praxis und in ihrem Haushalt und auch ich vom Alter nicht reinpasse. (Ich bin 32). Sie hat mir 30 Euro gegeben, und gesagt ich solle bitte gehen.
Meine Frage : Liegt eine Diskriminierung vor? Wegen dem Alter? Wegen meinem Aussehen da ich mollig bin? Sie hatte mir am Telefon eigentlich zugesagt, mich auf 450 Euro zu beschäftigten. Was kann ich dagegen tun? Ich beziehe derzeit teilweise ALG 2 226 Euro im Monat, 291 Euro Unterhalt vom Vater, 188 Euro Kindergeld, die Miete wird vom Amt bezahlt. Habe ich Erfolgsaussichten zu klagen? Wenn ja auf was?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragenstellerin,

Ihre Frage will ich Ihnen wie folgt beantworten:

Wesentlicher Kernpunkt der rechltichen Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts ist die Frage, ob ein Arbeitsverhältnis begründet wurde. Dies kann durchaus durch die Aufnahme Ihrer Reinigungstätigkeit, für welche die Hebamme Ihnen ja Zugang zu den Räumlichkeiten gewähren musste, angenommen werden (sog. schlüssiges Verhalten).

Ist aber ein Arbeitsverhältnis begründet muss dies ordnungsgemäß gekündigt werden. Weiter kann eine Kündigung auf die von Ihnen geschilderten Gründe selbstredend nicht gestützt werden.

Es bestehen in Ihrem Fall daher durchaus Erfolgsaussichten für eine Klage. Die Klage kann auf Fortbeschäftigung lauten.

Zur Wahrung Ihrer Interessen rate ich Ihnen, sofern Sie eine Klage erwägen, die Konsultierung eines Rechtsanwalts in Ihrer Nähe an. Da Sie ALG 2 beziehen werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Beratungsschein beim zuständigen Amtsgericht erhalten. Mit diesem sollten Sie sodann zu Ihrem Rechtsanwalt gehen. Die Klage kann ggf. über Prozesskostenhilfe eingereicht werden. Da für eine Kündigungsschutzklage enge Fristen gelten (3 Wochen ab Kündigungszugang), sollten Sie umgehend handeln.

Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Wie wäre dies zu beurteilen mit Geld?Was würde mir zustehen? Ich gehe ja derzeit nicht putzen?

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragenstellerin,wenn Sie der Hebamme Ihre Arbeitskraft anbieten, beispielsweise per E-Mail mitteilen, dass Sie die vereinbarten Arbeitszeiten für die Reinigungsarbeiten wahrnehmen wollen, und diese Ihre Arbeitsleistung gleichwohl nicht annehmen will, schuldet Ihnen diese den vereinbarten monatlichen Lohn. Dies wären nach Ihrer Berechnung € 288,00 je Monat. Mit freundlichen Grüßen Dr. TraubRechtsanwalt
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Haben Sie noch Fragen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

Rechtsanwalt