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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Zwei Brüder aus erster Ehe haben 1997 einen Pflichtteilverzicht

Kundenfrage

Zwei Brüder aus erster Ehe haben 1997 einen Pflichtteilverzicht beim erneut verheirateten Vater, der die Brüder unter Druck setzte und sich wenig vermögend darstellte, notariell unterzeichnet. Der jüngere Sohn hat in zwei Stufen ca. 200.000.- DM bekommen, der Ältere nichts. Nun ist der Vater verstorben und hat ein Millionenerbe hinterlassen. Kann man den damaligen Pflichteilverzicht heute noch anfechten? Vielen Dank, ***** *****
Ihr älterer Sohn!
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Fragesteller,
Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:
Grundsätzlich ist es möglich, einen Pflichtteilsverzicht anzufechten, etwa wegen Irrtums oder Täuschung, also insbesondere dann, wenn der Erblasser nicht mit offenen Karten gespielt hat.
Kommt der Verzichtende nämlich nach Abschluss des Verzichtsvertrages in den Besitz von Informationen, die ihm nahe legen, dass er sich bei Abschluss des Verzichtsvertrages über „verkehrswesentliche Eigenschaften“ des Vermögens des Erblassers geirrt hat oder er vom Erblasser sogar bewusst getäuscht wurde, dann steht eine Anfechtung des Verzichtsvertrages nach den §§ 119,123 BGB im Raum.
Allerdings und das ist vorliegend das Fatale:
Nach dem Tod ist die Anfechtung allerdings ausgeschlossen (vgl. Palandt / Edenhofer Überbl. V. § 2346 Rn 7).
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,das dachte ich mir. Dann schliesse ich wohl diese Akte und finde meinen Frieden! Ihnen mein Dank. Beste Grüsse, CR
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 1 Jahr.
Es tut mir leid, dass ich keine positive Nachricht geben konnte.
Gern habe ich weitergeholfen.