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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3792
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich hatte für Freunde gekocht. Wir sind eine Gruppe von 5 Bekannten

Kundenfrage

Guten Tag,
ich hatte für Freunde gekocht. Wir sind eine Gruppe von 5 Bekannten, welche sich jeweils verabreden, um bei jemandem privat zu Essen. Der Gastgeber ist für die Getränke und die Speisen verantwortlich, dann ist der Nächste der Gastgeber. Es ist also unentgeltlich. Nun war ich an der Reihe und habe für das Dessert selbstangebaute und eingemachte rote Beete verarbeitet. Beim Öffnen des Glases habe ich einen seltsamen Geruch festgestellt aber aus Zeitmangel dann mit Weisswein und Zucker die rote Beete verarbeitet. Am nächsten Tag mussten alle meine Gäste zum Arzt wegen einer akuten Lebensmittelvergiftung. Nun wollen mich einige davon haftbar machen. Können Sie mir sagen, ob ich in irgend einer Form haftbar gemacht werden kann und wenn ja, auf welcher rechtlichen Grundlage? Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Vielen Dank ***** ***** Frage, zu der ich gerne Auskunft gebe wie folgt.
Als Anspruchsgrundlage kommt hier § 823 BGB in Betracht. Dort heißt es in Absatz 1:
Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
Ihnen müsste also zumindest Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Dabei gilt: "Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt."
Es kommt also darauf an, ob Sie die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen haben, als Sie die roten Beete zum Verzehr angeboten haben. So wie Sie es schildern, hatten Sie Anlass anzunehmen, dass etwas nicht in Ordnung ist mit den roten Beete, weil Sie einen seltsamen Geruch wahrgenommen haben. Die Frage ist, ob die Missachtung dieses seltsamen Geruches zur Annahme eines Fahrlässigkeitsvorwurfes genügt.
Nicht jedes Produkt, das seltsam riecht, ist ungenießbar. Andererseits aber kann seltsamer Geruch Anlass geben, das Produkt nicht zum Essen anzubieten. Letztlich wird ein Richter zu entscheiden haben, ob Ihnen ein Schuldvorwurf gemacht werden kann oder nicht.
Wenn Sie keinen seltsamen Geruch festgestellt hätten und auch sonst keinen Anlass gehabt hätten anzunehmen, dass mit dem Produkt etwas nicht in Ordnung ist, würde ein Fahrlässigkeitsvorwurf wohl zu verneinen sein.
Fragen Sie bitte nach, wenn noch etwas unklar ist.
Sehr gerne helfe ich Ihnen weiter.
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Jahr.
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