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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6561
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Muss eine vermögende Ehefrau Unterhalt für die drei Kinder

Kundenfrage

Muss eine vermögende Ehefrau Unterhalt für die drei Kinder ihres Mannes aus erster Ehe bezahlen, wenn ihr Mann zu wenig verdient oder arbeitslos ist?
Danke ***** *****
Ziska
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

sind es die Kinder auch der Ehefrau ? Wie viel verdient der Kindesvater netto ? Wohnt der Kindesvater sowie die Ehefrau in Wohneigentum ? Wie alt sind die Kinder und haben die Kinder eigene Einkünfte ? Wie hoch ist das Vermögen der Ehefrau ? Hat die Ehefrau eigene Einkünfte ? Wie hoch netto ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Grass,

nein es sind nicht die Kinder der Ehefrau, sondern die Kinder ihres Mannes aus erster Ehe.

Der Kindsvater verdient ca. 1000 Euro netto. Er wohnt mit seiner Ehefrau in deren Haus. die Kinder sind 14, 10 und 8 Jahre alt. Sie haben keine eigenen Einkünfte.

Die Ehefrau besitzt ein Haus und leitet eine eigene Baufirma. Ihre Einkünfte sind unregelmäßig hoch, aber gut.

Herzlichen Gruß

Z. Voelk

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitt erlauben Sie mir eine weiter Nachfrage:

Warum hat der Ehemann NUR 1000 EUR netto? Arbeitet er beireits 100 %, also Vollzeit ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass,

ich möchte zunächst etwas richtigstellen. Die beiden Personen, um die es geht sind mein Sohn und dessen Verlobte.

Seine Verlobte will nur heiraten, wenn sie sicher sein kann, dass sie nicht mitverantwortlich für den Unterhalt seiner Kinder ist.

Mit freundlichen Grüßen

Z. Voelk

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragestelller,

grundsätzlich ist NUR der Kindesvater für den Unterhalt der Kinder verantwortlich. Allerdings ist beidem Kindesvater folgendes zu beachten:

Da eine sog. Erwerbsobliegenheit besteht, muss der Kindsvater seine Arbeitskraft so einsetzen, dass er den Mindestunterhalt für seine Kinder (derzeit für alle 3 Kinder 916 EUR). Der sog. Selbstbehalt, also das unantastbare Minimum, welches dem Vater verbleiben muss beträgt 1080 EUR. Damit wäre unter diesen Umständen den Vater nicht leistungsfähig.

Aber - unabhängig von der Erwerbsobliegenheit - müsste sich der Vater als Ersparnis anrechnen lassen, dass er mietfrei wohnt. Diese Mietersparnis entspricht dem ortsüblichen Mietzins. Also schon unter Anrechnung dieser Mietersparnis müsste Ihr Sohn von den 1000 EUR (etwas) Unterhalt zahlen.

Die Ehefrau selbst ist natürlich NICHT für die Unterhaltszahlung der ihr fremden Kinder verantwortlich.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

haben Sie noch Nachfragen ? Falls nicht nehmen Sie bitte eine Bewertung für die Ihnen erteilte Antwort vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass,

herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe noch eine - hoffentlich - letzte Frage:

Ist es so, dass die Verlobte unseres Sohnes auch nach der Heirat nicht für seine - bezüglich der Unterhaltszahlungen - angelaufenen Schulden herangezogen werden kann? Auch nicht im Falle seines Todes?

Im nächsten Jahr erwartet sie gute Geschäfte in ihr Baufirma. Dann will sie unseren Sohn mit entsprechendem Gehalt einstellen, damit er die Schulden tilgen und den Unterhalt für die Kinder zahlen kann.

Für Ihre Mühe herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Z. Voelk

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nein !! Jeder ist für seine eigenen Verbindlichkeiten, auch in Bezug auf dieUnterhaltspflicht, verantwotlich.

Allerdings muss sich der Sohn eventuelle Ersparnisse, die er durch die heirat und das Zusammenleben, also z.B. keine Miete, keine Lebensmittel usw. als "Einkommen" anrechnen lassen, sodass Ihr Sohn dann von den 1000 EUR Unterhalt zahlen muss.

Bei Tod des Sohnes und Erbe durch die Frau erlöschen die laufenden Unterhaltspflichten, d.h. der Unterhalt für dieKinder ist NICHT von der Frau zu zahlen, wenn Ihr Sohn versterben sollte. Nur falls es Unterhaltsrückstände geben würde, fallen diese als Schulden in den Nachlass für die die Frau dann haften würde, wenn sie das Erbe annimmt.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Sie haben eine umfangreiche Antwort erhalten und leider noch immer keine Bewertung abgegeben. Wo liegt der Grund hierfür ?

Bitte seien Sie so fair und honorieren die Antworten durch eine entsprechende Bewertung. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben leider noch keine Bewertung abgegeben und auch nicht begründet, weshalb eine solche nicht erfolgt.

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Mit freundlichen Grüßen
RA Grass