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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16971
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Betreff: Haftung und Schadenersatz der Zahnmedizinischen Verwaltungsas

Kundenfrage

Betreff: Haftung und Schadenersatz der Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin gegenüber dem Arbeitgeber
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe konkret folgende Fragen:
- Bis zu welcher Höhe kann ich als ZMV (Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin) haftbar für evtl. Schäden durch falsche Abrechnungen gemacht werden?
- Kann die Kündigungsfrist (bei mir 3 Monate) durch bestehenden Urlaubsanspruch und geleistete Überstunden verkürzt werden?
- Handelt ein Zahnarzt grob fahrlässig wenn zur Einarbeitung einer neuen ZMV ohne Berufserfahrung lediglich 6 Arbeitstage gewährt werden?
- Wird meine Berufliche Zukunft durch ein evtl. verlorenes Gerichtsverfahren negativ beeinflusst bzw. wird dies für potentielle Arbeitgeber (Zahnärzte) an irgendeiner Stelle vermerkt und ist auf Wunsch abrufbar (z.B.: Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayern – KZVB oder Bayrische Landeszahnärztekammer – BLZK)?
Hintergrund:
Ich habe eine Fortbildung zur ZMV (Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin) erfolgreich abgeschlossen. Danach habe ich im Juli 2015 ein Arbeitsverhältnis als ZMV bei Dr. XY begonnen.
Ich habe von vorherein immer darauf hingewiesen, dass die Fortbildung nur das theoretische Wissen vermittelt hat und nicht den praktischen Umgang mit der Zahnarzt-Software und dass ich als ZMV noch keinerlei Berufserfahrung besitze.
Die Einarbeitungszeit, bei der mir der Umgang mit der Zahnarzt-Software sowie die spezifischen Abläufe in der Praxis beigebracht wurden betrug lediglich 6 Arbeitstage.
Durch die extrem kurze Einarbeitungszeit sowie die fehlende Berufserfahrung sind bei den letzten Monatsabrechnungen scheinbar ein „Fehler“ unterlaufen welcher laut der Aussage von Dr. XY bereits jetzt einen hohen finanziellen Schaden nach sich zieht.
Des Weiteren erkennt Dr. XY die bereits geleisteten und zukünftigen Überstunden nicht als solche an, da ich laut seiner Aussage das Arbeitsvolumen problemlos in meinen vertraglich vereinbarten 24 Wochenstunden schaffen könnte (die Vorgängerin war in Vollzeit zu 34 Wochenstunden angestellt und hatte 15 Jahre Berufserfahrung als ZMV).
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
- Bis zu welcher Höhe kann ich als ZMV (Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin) haftbar für evtl. Schäden durch falsche Abrechnungen gemacht werden? Wenn dazu nichts vertraglich vereinbart ist, gibt es jedenfalls keine gesetzlichen Höchstgrenzen. Es gelten die allgemeinen – vom Bundesarbeitsgericht – entwickelten Grundsätze zur Haftung des Arbeitnehmers. Bei einfachster Fahrlässigkeit haften Sie gar nicht. Da in Ihrem Fall der Arbeitgeber für das Versäumnis der mangelhaften Einweisung in die Software verantwortlich ist und Sie ihn darauf sogar aufmerksam gemacht haben, kann er Ihnen keinen Vorwurf machen. Damit scheidet eine Haftung meines Erachtens nach aus. - Kann die Kündigungsfrist (bei mir 3 Monate) durch bestehenden Urlaubsanspruch und geleistete Überstunden verkürzt werden? Nein. Aber es können die offenen Urlaubstage beantragt und die Überstunden genommen werden, sodass man faktisch zeitiger aufhören kann zu arbeiten. Der Kündigungszeitpunkt bleibt davon aber unberührt. - Handelt ein Zahnarzt grob fahrlässig wenn zur Einarbeitung einer neuen ZMV ohne Berufserfahrung lediglich 6 Arbeitstage gewährt werden? Ja, diesen Vorwurf kann man dem Zahnarzt machen. - Wird meine Berufliche Zukunft durch ein evtl. verlorenes Gerichtsverfahren negativ beeinflusst bzw. wird dies für potentielle Arbeitgeber (Zahnärzte) an irgendeiner Stelle vermerkt und ist auf Wunsch abrufbar (z.B.: Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayern KZVB oder Bayrische Landeszahnärztekammer BLZK)? Wenn der Arbeitgeber Sie auf Schadensersatz klagen sollte, wäre dies ein zivil-/arbeitsgerichtliches Verfahren und würde nirgends vermerkt werden. Es gibt kein Zentralregister oder dergleichen für solche Verfahren, sodass Sie sich insoweit keine Sorgen machen müssen.

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