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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6037
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Von der Gegenersseite kam eine "Anregung auf Teilentzug

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Grass,
von der Gegenersseite kam eine "Anregung auf Teilentzug der elterlichen Sorge nach §1666 Abs. 3 Nr. 6 BGB". Da mir vorgeworfen wird, dass ich Umgänge vereitelt habe und mich eingemischt habe. Ein Ergänzungspfleger wurde erwünscht. Nun wird das Gericht diesen Pfleger nur einschalten, wenn diesmal die Umgänge nicht durchgesetzt werden nach dem neuen Beschluss, der bald kommt
Das Gericht erstellt einen "Plan" für den Umgang. Ich weiß nicht für bis wann. Unbefristet ist dieser wurde mir gesagt. Ich habe ungebetene Übergaben getätigt und Rückmeldung erstattet an die Umgangsbeteiligten und es wird mir vorgeworfen, dass ich deshalb mich einmische und Kontrollsüchtig bin und an meinem Kind klammere, ich wäre nicht erziehungsfähig.
Die verfassten Berichte der Umgangsbegleitung stimmten nicht, deshalb immer meine Rückmeldungen.
Die Umgangsbegleitung hat Uhrzeiten festgelegt ohne sich mit den Eltern (oder mir) abzustimmen, nicht dem Kindsrhythmus entsprechend. Wenn das Kind krank war (dies war dreimal innerhalb eines halben Jahres), verlangte sie Atteste, die nicht im Beschluss standen. Sie existieren, jedoch habe ich diese der Dame nicht ausgehändigt. Zudem kommt, dass der KV mit dem Verfahrensbeistand eine Beziehung eingegangen ist, die er nun vor Gericht zugegeben hat und es gibt einen neuen Verfahrensbeistand. Die damalige Verfahrensbeistand (jetige Partnerin des KV) Hat damalig die Umgangsbegleitung empfohlen, sie ist eine Freundin von ihr. Es herrschen private Verknüpfungen und meiner Meinung nach ist und war die Umgangsbegleitung befangen. Leider interessiert dies auch niemand. Die Berichte wurden sehr löblich auf den KV verfasst. Keinerlei Kritik, unrealistisch da der KV nie mit uns gelebt hat und keinerlei Kindserfahrung hatte, zudem kam das Kind immer zurück als nicht befriedigend gepflegt und ernährt (1 x Wöchentlicher Umgang für 3h). Leider steht das Jugendamt auf der KV SEite. Mir wurde gesagt, dass ich mich glücklich schätzen kann, solch einen guten Vater fürs Kind zu haben, denn beim JA wären ganz andere Kaliber. Niemand kennt diesen Mann. Wir sind drei Wochen nach der Geburt von ihm geflohen unter Polizeieinsatz. Jedoch interessiert dies niemand. Deshalb bin ich so verzweifelt. Die Gerichtssitzung fand am 20.10 jetzt statt. Das Gericht wird einen Beschluss erstellen, in dem an nun unbegleitete Umgänge stattfinden werden. Der KV verlangt Übernachtungen und Urlaube. Ich weiß nicht wie sich dies im Beschluss wiederspiegeln wird. Und ich muss mich ja an diesen halten. Der KV hat einen sehr guten Anwalt, da er sehr gut finanziell aufgestellt ist (Promovierter Ingenieur).
Das Verhältnis zwischen Tochter und Vater; kann ich nichts zu sagen, da ich die beiden nur bei der Übergabe sehe. Bei der Abholung ist das Kind fröhlich. Bei Abgabe klammert sie sich an mir und zeigt Trennungsschmerz, jedoch wurde z.B. dies von der Umgangsbegleitung ganz andersherum berichtet. Ich habe keine Chance die Gerechtigkeit aufzuzeigen.
Es wurde mir sehr böse und persönlich von der Gegnerischen Seite gedroht und beschimpft, mein Anwalt (da er neu ist, kein Mensch möchte mich vertreten) hat dazu nur ausgesagt, er kann nichts zu sagen, da er die erste Verhandlung nicht aktiv miterlebt hat...
Also meiner Beobachtung nach existiert keinerlei Bindung zwischen Vater und Kind.
Danke
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragesteller,

man hat hier im Grunde die Regel umgesetzt, dass jeder Vater das Recht auf (unbegleiteten) Umgang, auch mit Übernachtungen hat. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn der Umgang oder die bestimmte Ausgestaltung des Umgangs dem Kindeswohl widerspricht.

Für Übernachtungsumgänge gibt es keine starre Altersgrenze, auch wenn in derRegel solche Kontakte erst ab dem 3. Lebensjahr sinnvoll ist. Allerdings kann es im Einzelfall durchaus für das Kind angemessen sein, auch schon vor dem 3. Lebensjahr solche Kontakte mit dem Vater zu haben.

Da die Argumentation immer nur "aus Sicht des Kindes(wohls)" erfolgt, könnten Sie, wenn Sie meinen, dass der beschlossene Umgang dem Kindeswohl NICHT entspricht, Beschwerde zum OLG einlegen. Dies wird aber nur erfolgreich sein, wenn Sie z.B. durch eine Attestierung des Kinderarztes usw. nachweisen können, dass solche Kontakte zu früh sind.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können und hoffe gleichwohl, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt an. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

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