So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an jopikar.
jopikar
jopikar, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  LL.B. (University of London)
85641571
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
jopikar ist jetzt online.

Hallo , ich spiele das Online-Spiel Goodgame Empire Fourier

Kundenfrage

Hallo ,
ich spiele das Online-Spiel Goodgame Empire Fourier Kingdoms, bei diesem Spiel gibt es In App Käufer , d.h. man zahlt per PayPal , Kreditkarte , Google Play Cards , ITunes Guthaben oder per Telekom Rechnung und bekommt dafür s.g. Rubine die man im Spiel nutzen kann . Am Freitag den 16.10.2015 gab es ein besonderes Angebot , man erhielt 380000 Rubine für 99 Cent . Angebote sind nichts ungewöhnliches allerdings war dieses besonders günstig . Ich habe für 15,84 € gekauft und sofort per PayPal gezahlt . Nun hat der Anbieter Goodgame Studios erklärt das es sich bei dem Angebot um einen Fehler handelt und alle Käufer rückgängig gemacht in Form eines Server Rollbacks aber den Betrag nicht zurückgezahlt. Meine Frage : Darf der Kauf überhaupt rückgängig gemacht werden ?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  jopikar hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten: Gesetz dem Fall, dass hier ein Kaufvertrag nach deutschem Recht zustande gekommen ist, wäre hier eine Anfechtung des grundsätzlich durch Angebot und Annahme zustande gekommen Kaufvertrages denkbar. Diese wäre insbesondere aus § 119 Abs. 1 Alt. 2 BGB denkbar. Hat der Verkäufer eine Erklärung abgegeben, die er mit diesem Inhalt aber nicht wollte, er also ein Erklärungszeichen gesetzt hat, dass er so nicht beabsichtigte, so wäre er zur Anfechtung berechtigt. Typische Fälle sind Versprechen, Verschreiben, Vertippen und Vergreifen. Denkbar wäre auch ein Motivirrtum aus § 119 Abs. 2 BGB bzgl. des Preises. Dieses ist aber grundsätzlich unbeachtlich. Ich sehe hier den Anbieter in der Pflicht vorzutragen, worauf der Irrtum beruhte. Ohne weiteres und nur weil der Anbieter am längeren Hebel sitzt, ist der Kaufvertrag nicht anzufechten. Ginge die Anfechtung durch und der Kaufvertrag wäre nichtig, so müssten Ihnen zumindest die 15,84 EUR rückerstattet werden. Mit freundlichen Grüßen
Experte:  jopikar hat geantwortet vor 1 Jahr.
Kann ich sonst noch etwas für Sie tun? Ansonsten würde ich ich über eine positive Bewertung freuen. Mit freundlichen Grüßen