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jopikar
jopikar, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 127
Erfahrung:  LL.B. (University of London)
85641571
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jopikar ist jetzt online.

Ich wollte vor einer Woche meinen Geschäft eröffnen

Kundenfrage

Ich weis nicht mehr weiter ich wollte eigentlich vor einer Woche meinen Geschäft eröffnen und mich selbstständig machen. Ich Arbeite im Bereich Beauty Wellness. Jetzt geht es um meinen Bereich Haarverlängerung und Haarstyling den die HWK Halle Dessau nicht zulässt weil ich ja keinen Meister habe und keine Friseurausbildung. Bin nur gelernte Kosmetikerin und Masseurin. Habe aber vor ein paar Jahren eine Friseurausbildung begonnen die ich aus gesundheitlichen Gründen beenden musste weil ich auf die Haarfarbe extrem reagiert habe und somit konnte ich keinen Abschluss in dem Bereich erzielen. Ich würde ja meinen Meister machen aber das darf ich nicht ohne einen Gesellenbrief im Friseurhandwerk. Und Alternativen gibt es keine sagten Sie heute zu mir. Ich bin Tod traurig und am Boden zerstört weil ich ganz viele anfragen dazu hätte die nebenbei auch vom Friseur kommen. Ich schneide keine Haare und färbe sie auch nicht da schicke ich sie wieder zu meinen Friseur.
Ich habe unter anderen auch ein Diplom für Haarverlängerung und Verdichtung es ist nicht so das ich keinerlei Erfahrungen habe und ich mache das auch schon seit 3 Jahren an freunden bisher halt immer kostenlos. Aber will ja auch mal Geld verdienen.
Gibt es nicht irgend einen Weg für mich den ich einschlagen kann und es als Selbstständige ausüben darf.
Mfg ***
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  jopikar hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Ratsuchende, Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten: Zur Zugang zu berufen des Handwerks (das Friseurhandwerk gehört dazu) ist in Deutschland durch die Handwerksordnung reglementiert. Die benötigen in der Tat einen Gesellenbrief bzw. einen Meister, um Ihr eigenes Geschäfts zu eröffnen. Sie müssen hierzu in der Handwerksrolle eingetragen sein. Die Handwerkskammern sind hier sehr streng und können Ihnen bei Zuwiderhandlungen auch Ordnungsgelder auferlegen. Hier wäre als Möglichkeit nur einen Friseurmeister einzustellen. Dies dürfte aber zu Beginn einer Geschäftstätigkeit eher schwierig werden. Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe Ihnen das erste mal geschrieben und auch laut internet gibt es da verschiedene Ansichten weil es kein Friseur mehr macht und es auch in keine Ausbildung reinzählt. Haarverlängerung muss immer mit einem eigen seminar gemacht werden. und man lernt da alles die Haarbeschaffenheit etc. Das Problem ist das ich aufgrund meiner Allergien keine Ausbildung zum Friseur machen darf und aber den Meister kann ich ja dadurch auch nicht machen. Also ich finde es ungerecht das es Menschen gibt die wollen und es keine Möglichkeit gibt Ihnen zu helfen. Ich will ja aber ich darf nicht. Das kann ich nicht verstehen. Es gibt auch diverse Schreiben im Internet direkt von der Handwerkskammer die besagen das man nicht zwingend eine Ausbildung braucht und auch keinen Meister. So eines sende ich Ihnen unten mit.Haarverlängerung? Wer zahlt kann es.HWK gibt jedem "Ausnahmebewilligungen für Haarverlängerung"Für die "Ausnahmebewilligung beschränkt auf Haarverlängerung" braucht man keinen Friseurmeistertitel, Gesellenbrief oder einen (in Deutschland) anerkannten Ausbildungsnachweis als Friseur/in. Gegen Zahlung eines 4stelligen EURO-Betrages + Prüfung kann im Prinzip jeder eine entsprechende Erlaubnis von der Handwerkskammer erhalten (Beispiel: HWK-DatenbankeintragDanach kann man sich z. B. "Stylist oder Haarstylist für Haarverlängerung" nennen (der Begriff "Stylist ist wie z.B. auch "Visagist" nicht gesetzlich geschützt und erfordert keinerlei Ausbildung). Leider hat die Handwerkskammer "vergessen", dass zu einer fachgerechten Haarverlängerung erheblich mehr gehört, als nur "Haare anschweißen"...Mfg
Experte:  jopikar hat geantwortet vor 1 Jahr.
Eine Ausnahnebewilligung nach § 8 HwO ist dann denkbar, wenn die zur selbständigen Ausübung des von dem Antragsteller zu betreibenden Handwerks notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten nachgewiesen sind. Hier dürften die von Ihnen bereits angesprochenen Kurse ins Spiel kommen, mit denen ein Beweis der Befähigung zu führen ist.
Hier gibt es Fachkundeprüfungen, die in einigen Bezirken von den Handwerkskammern angeboten werden. Sollte dies auch in Ihrem Kammerbezirk der Fall sein, so wäre hier eine Ausnahmebewilligung zu erwirken. Dazu müssten Sie allerdings eine Fachkundeprüfung ablegen.
Ihr Schreiben wurde leider nicht mitgeschickt, ich konnte es daher nicht einsehen.
Die Regelungen der Handwerksordnung sind im Einzelfall hart, dienen aber der Qualitätssicherung. In absehbarer zeit wird sich dies aufgrund der Europäisierung des Rechts aber sicher ändern.
Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo das war der Text unter meinen Schreiben ( Haarverlängerung? Wer zahlt kann?) So fing es an.
Und wenn ich mich beim Gewerbe (IHK) als Haarstylistin eintragen lasse was ja kein Geschützes Gewerbe wie Nageldesignerin ist mache. Ginge das könnte ich dann Haarverlängerung ausüben. Mfg
Experte:  jopikar hat geantwortet vor 1 Jahr.
dies scheint in der Tat ein gangbarer Weg zu sein. Von der Handwerkskammer werden Sie hier im Zweifel keine Hilfe erwarten können.

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