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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6570
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, ich habe ein KFZ verkauft. Datum:

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Anwälte,
ich habe ein KFZ verkauft. Datum: 02.10.15.
Es wurde eine Probefahrt gemacht und ein Kaufvertrag einer bekannten KFZ-Onlinebörse verwendet (Gewährleistungsausschluss inkl.)
Kauf war von Privat an Privat.
Bei der Besichtigung wurde folgende Mängel durch den Käufer festgestellt:
1. Ölverlust
2. Zu wenig Wasser in einem Behälter (lt. Käufer der Kühlwasserbehälter - ich habe da keine Ahnung)
Der Käufer hat am Tag nach dem Kauf eine Reparatur am KFZ durchführen lassen, damit der Ölverlust unterbunden wird.
Heute hat der Käufer einen Zylinderkopfdichtungsschaden und möchte von mir Geld.
Ich habe von diesem Defekt nichts gewusst.
Lt. Der Werkstatt des Käufers hätte ich das merken müssen und anscheinend wurde eine Flüssigkeit im Kühlmittelbehälter entdeckt, die einen ZKD-Schaden verzögert.
Ich habe davon noch nie etwas gehört !
Meine Sorge ist jetzt, dass ich vor Gericht Probleme habe, da das KFZ nur zwei Monate in meinem Besitz war und eventuell eine Flüssigkeit zur Unterbindung dieses Schadens im Behälter war.
Wie soll ich beweisen, dass ich diese Flüssigkeit nicht dort reingefüllt habe und nichts von diesem Schaden bemerkt/gewusst habe ?
Es könnte ja sein, dass durch die o.g. Reparatur der Schaden entstanden ist.
Ich freue mich auf eine Antwort !
Vielen vielen Dank
Freundliche Grüße
J. Starzengruber
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Käufer wird sich auf eine sog. arglistige Täuschung berufen und muss daher IHNEN nachweisen, dass Sie von dem Mangel wussten und diesen (arglisitig) verschwiegen haben.

Sie könnten daher so verfahren: Sie bestreiten, von der Flüssigkeit und dem Mangel gewusst zu haben. Da Sie das Auto selber erst kurz vorher gekauft haben, sollten Sie sich Ihrerseits mit IHREM Verkäufer in Verbindung setzenund diesen mit diesem Vorwurf konfrontieren.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt an. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Luebe Frau RA Grass,
vielen Dank ***** ***** sxhnelle Antwort !
Das werde ich auf jeden Fall so machen !
Die Frage ist nur, ob es nicht als Beweis genügt dass eben genau dieses KFZ nur 2 Monate in meinem Besitz war und diese Flüssigkeit entdeckt wurde.
Bin wirklich am überlegen, ob ich dem Käufer einfacb 50% der Kosten bezahlen soll
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

leider ist die kurze Besitzzeit kein Beweis für irgendetwas. Im Grunde genommen würde ja ein Tag ausreichen, um diese Flüssigkeit einzubringen.

Allerdings - wie ausgeführt - muss Ihnen ja der Nachweis gebracht werden, dass Sie den Mangel kannten und die Flüssigkeit eingefüllt haben. Die kurze Besitzzeit kann in diesem Zusammenhang ein Indiz dafür sein, dass Sie es nicht waren. Zumindest kann Ihnen nicht nachgewiesen werden, dass SIE es gewesen sind. Scheitert aber dieser Beweis, scheitern auch Ansprüche gegen Sie.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
S. Grass und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.