So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22603
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Thema: Brief überprüfen Hallo, könnten Sie bitte kurz prüfen

Beantwortete Frage:

Thema: Brief überprüfen
Hallo, könnten Sie bitte kurz prüfen ob ich diesen Brief so wegschicken kann oder ob mir das Probleme bereiten könnte:
Hallo A,
in der Regel ist dein Schreiben eine normale Reaktion auf solch ein Schreiben, wenn es denn von einem Arbeitnehmer kommt. Jedoch hätte ich von euch eher erwartet, dass ihr auch meinen Standpunkt verstehen könnt, nicht zuletzt da ihr ja auch Z schult.
Die Frage die dir stellen solltest ist:
Was hätte ich an Bs Stelle getan?
Ich habe absolut kein Interesse daran mich irgendeiner weiße strafbar zu machen nur weil ihr - wie du es schreibst - keine Lust auf eine "Legalisierungsspirale" habt.
Nebenbei merke ich sehr gerne nochmal an, dass ich euch vorschriftsgemäß über meinen Krankenstand informiert hatte und ich darüber hinaus, sowieso an diesem Tag freigestellt war. Eine Abmahnung wäre gar nicht möglich gewesen.
Und selbst wenn es eigentlich vollkommen egal ist, ich habe mich bereits vor meiner Krankheit in das Thema eingearbeitet und mir Wochen lang darüber den Kopf zerbrochen, mit der Frage:
"Machst du dich strafbar und bist still oder riskierst du es einen Brief zu schreiben?"
Auch ist es vollkommen unerheblich ob das Projekt bereits begonnen hat oder nicht, denn ein Eintritt eines Schadens wird im Gegensatz zum herkömmlichen Betrug nicht vorausgesetzt.
Den Teil mit deiner Verärgerung über Anwälte kann ich auch nicht verstehen, mein Brief kam von mir und nicht von einem Anwalt.
Das Arbeitsverhältnis mit der C wurde übrigens auch nicht zum 31.07.2015 beendet und dem neuen Vertrag bei D hatte ich auch nicht zugestimmt (wohl angemerkt zu deinem Glück sonst würdet ihr mir nun von beiden Firmen je ein Monatsgehalt schulden).
Fakt ist wir wollen beide einigermaßen unbeschadet aus der Sache wieder herauskommen, also zähle ich jetzt zuerst Tatsachen auf:
Ich wurde damals von euch für eine Stelle als E mit TVL 13 angeheuert. Ich sollte mich hierbei hauptsächlich mit F beschäftigen.
Die Vertragsunterzeichnung wurde von euch bis einen Tag vor Auslaufen meines alten Vertrages hinausgeschoben. Hierfür habt ihr Behauptet, ihr bräuchtet die Zustimmung des Betriebsrates. Dieser existiert jedoch gar nicht. Auch sollte der Vertrag unbefristet sein.
Als Überraschung erhielt ich einen Vertrag mit einem komplett anderen Inhalt und einem Monatsgehalt nach TVL5, jedoch war auch der "Rest" des TVL verschwunden und der Vertrag war auf einmal doch befristet.
Das ist Sittenwidrig.
Dann kommt die Sache mit der Tätigkeit als "G", bei der es wohl auch niemanden von euch auch nur ansatzweiße interessiert, sich an geltende Gesetze zu halten.
Ich wurde also unter falschen Voraussetzungen von euch dazu verleitet meine alte SICHERE Anstellung zu kündigen.
Aus der ganzen Sache folgt dann:
 Gehaltsvereinbarung sittenwidrig
 TVL13 ist auch nachträglich anzusetzen
 Befristung ohne Sachgrund unwirksam - Vertrag ist unbefristet
 Schadensersatzanspruch bis zum Antritt einer neuen Stelle in mindestens gleicher Höhe wie das vorherige Gehalt.
 Schadensersatzanspruch für den Verzugsschaden
 etc.
Das würde rein theoretisch bedeuten, dass ich ohne weiteres Y brutto/Monat zzgl. Jahressonderzahlung etc. etc. von euch erfolgreich einfordern könnte.
Aber um ehrlich zu sein, finde ich auch, dass wir freundlich auseinander gehen sollten.
Ich schlage daher folgenden Vergleich vor:
Ich werde von euch unkündbar und unwiderruflich bis zum 30.06.2015, bezahlt freigestellt.
Damit sind alle gegenseitigen Ansprüche erledigt.
Das sollte eine ausreichende Zeit für mich sein mich nach einer anderweitigen Beschäftigung umzusehen.
Falls ihr das Angebot annehmen möchtet gebt mir bitte binnen der nächsten 7 Tage Bescheid, falls nicht werde ich zumindest arbeitsrechtlich keine Rücksicht mehr auf euch nehmen können.
Ich bin übrigens umfangreich Rechtsschutzversichert und Mitglied einer Gewerkschaft.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das Schreiben ist Ihnen gut gelungen. Rechtliche Bedenken bestehen an dem Inhalt des Schreibens nicht.

Auch Ihr Vergleichsvorschlag geht vollkommen in Ordnung.

Sie können das Schreiben daher so auf den Weg bringen.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.