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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26744
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, Frage zur Einkommenssteuer, Geltendmachung der

Beantwortete Frage:

Guten Abend,
Frage zur Einkommenssteuer, Geltendmachung der Aufwände für ein häusliches Arbeitszimmer (Werbungskosten).Der Fakt ist: Die Aufwände wurden von uns für 2014 (leider) erstmalig steuerrechtlich geltend gemacht und auch anerkannt. Können wird das jetzt noch steuerrechtlich rückwirkend für die letzten Jahre mit Erfolg geltend machen?
Mit freundlichen Grüßen
Gunter Fleischer
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Leider hat das Finanzamt recht, wenn es abschlägig verbeschieden hat.
Der Grund ist allein ein formeller nämlich die Rechtskraft Ihrer Steuerbescheide vor 2014.
Ist die Widerspruchsfrist eines Steuerbescheides abgelaufen, so kann der Bescheid leider nicht mehr geändert werden, selbst wenn er unrichtig sein sollte.
Es tut mir sehr leid aber Ihre Bescheide sind bestandskräftig und können nun nicht mehr geändert werden.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Aber wir habe in der Vergangenheit den Fall gehabt, das die nachträgliche steuerrechtliche Geltendmachung eines Behinderungsgrades meiner Frau (30%) auch für mehrere Jahre rückwirkend vom Finanzamt anerkannt worden sind. ( Basis dafür die §169 der Abgabeordnung). Da waren die Steuerbescheide (2009-2013) ja auch bereits rechtskräftig. Da gab es dann eine Rückzahlung.
Mit freundlichen Grüßen
Gunter Fleischer
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
das war auch absolut korrekt seitens des Finanzamts.
Es wird aber im Falle Ihrer Frau so gewesen sein, dass Sie es nicht einfach vergessen haben den Behinderungsgrad anzugeben sondern Ihrer Frau der Behinderungsgrad einfach erst nach Rechtskraft der Steuerbescheide zuerkannt wurde.
Der Unterschied zu Ihrem Arbeitszimmer liegt darin, dass Ihre Frau die Behinderung nicht früher geltend machen konnte (da die Anerkennung fehlte).
In einem solchen Falle können Steuerbescheide geändert werden, wenn also neue Tatsachen oder Beweismittel nach Bestandskraft auftauchen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schissl,
der Behinderungsgrad meiner Frau war schon viele Jahre vorher amtlich bestätigt und ich habe nur nicht gewusst, dass man das geltend machen kann. Die Antwort vom Finanzamt auf genau diesen Vergleich zum Arbeitszimmer war aber, dass die Behinderung ja von einem Amt anerkannt wurde, also quasi amtlich von außen bestätigt. Also, die Steuerbescheide waren rechtskräftig und trotzdem wurde es rückwirkend anerkannt und es kam zur Verrechnung. Wie Sie schreiben: "In einem solchen Falle können Steuerbescheide geändert werden, wenn also neue Tatsachen oder Beweismittel nach Bestandskraft auftauchen." So ein Fall wäre ja auch bei dem Arbeitszimmer denkbar. Die Situation hat sich bezüglich Arbeitszimmer seit 6 Jahren nicht geändert.
Mit freundlichen Grüßen
Gunter Fleischer
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
leider muss ich Ihnen sagen dass das bloße Vergessen keine neue Tatsache oder ein neues Beweismittel darstellt die nachträglich bekannt wurde.
Die Tatsache dass Sie ein Arbeitszimmer haben war Ihnen bereits 2009 bekannt.
Das bloße Vergessen der Geltendmachung von steuerlich relevanten Sachverhalten ist kein Änderungsgrund.
Meiner Ansicht nach hätte die Behinderung Ihrer Frau grundsätzlich nicht berücksichtigt werden dürfen. Das Finanzamt hat hier rechtlich falsch und zu Ihren Gunsten gehandelt (was nun aber ebenso unveränderlich und bestandskräftig wird).
Ein Abänderungsgrund wäre bei der Frage der Behinderung nur dann denkbar wenn das Finanzamt die Behinderung bereits gekannt hatte.
Ich sehr daher für Ihr Arbeitszimmer in den Jahren 2009-2013 leider weiterhin wenig Chancen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schissl,
erstmal vielen Dank für die Auskunft. Wie auch immer habe ich jetzt erst mal ein genaueres Bild der Rechtslage und kann mir weiter Korrespondenz mit dem Finanzamt ersparen.
Mit freundlichen Grüßen aus Dresden
Gunter Fleischer
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
bitte sehr gerne!
Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine angenehmere Auskunft geben konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt